Welpeninternat

“Wie schön wäre es, wenn der Welpe gut vorbereitet ist,  wenn er einzieht…”

Die ersten Wochen im Zusammenleben mit einem Hund sind eine Mischung aus Verliebtheit, Frust, neuen Abenteuern und Enttäuschungen. Kurz gesagt meist sehr anstrengend. Während man sich die ersten Tage über das neue Familienmitglied freut, wird der Welpe jeden Tag aktiver und umtriebiger.  Leider fällt nicht oder erst spät auf, dass  die Sozialisierung und das Training für zukünftig wichtige Dinge vernachlässigt wurde. So wird aus dem süßen Fellknäul schnell ein anstrengender Zeitgenosse und die Zeit kann man nicht zurückdrehen. Training durch einen Profi im Welpeninternat ist professionell. Es ermöglicht eine professionelle Einschätzung des Charaktere und bietet einen Einblick in die aktuellen und vorhersehbaren späteren Verhaltensmuster bzw. deren Trainierbarkeit. Während dem Aufenthalt werden Lösungswege beschritten die der Besitzer dann weiterführen kann.  Davon werden Sie und Ihr Hund manchmal unbemerkt ein Leben lang profitieren.

Warum ein Welpeninternat:

 

Welpenbesitzer sind sehr gefordert. In den letzten Jahren werden  die Rassen bzw. Charakteren der Hunde immer schwieriger, bei gleichzeitig immer höher werdendem gesellschaftlichen Druck was Hunde alles zu tun haben. Dazu kommt, bei Hunden aus ungesicherten Zuchten oder gerettete Tiere aus dem Ausland die sogenannte Deprivation. Diese Welpen haben in den ersten Tagen viel aufzuholen. Aber auch bei Hunden aus gesicherter Herkunft ist das soziale Zeitfenster begrenzt und die ersten Wochen sind prägend für das zukünftige Leben. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen auf Wunsch zu unterstützen und Welpen bei mir zuhause auf das Leben vorzubereiten. Dies schafft für den Welpen und den Besitzer neue Perspektiven. Bereits nach 7 Tagen Aufenthalt nehmen sich beide anders wahr und die Kommunikation verändert sich. 

Leistungen im Welpeninternat:

Je nach Aufenthaltsdauer und Wunsch der Besitzer wird der Grundstein für verschiedene Dinge gelegt.  In der Internatszeit lebt der Welpe mit im Haus und ist mit unterwegs, so kann ich seinen Charakter und seine Bedürfnisse optimal einschätzen und einen Trainingsplan erstellen. Er wird mit anderen Hunden und verschiedensten Umweltmustern bekannt gemacht. Meine Mitarbeiter, Hospitanten und meine langjährigen Hundeschüler unterstützen mich in dieser Arbeit. So lernen die Welpen auch bei unterschiedlichen Menschen Orientierung und Vertrauen. 

Grundsteine die geübt werden:

  • Bindung und Orientierung an Menschen
  • Sozialisierung mit Umweltreizen und anderen Tieren.
  • Beißhemmung
  • Impulskontrolle und der Wunsch zu lernen und Aufgaben zu übernehmen.
  • Stubenreinheit
  • Alleine bleiben
  • An der Leine gehen
  • Rückruf
  • Positionen Sitz, Platz, Steh
  • Bleiben auf einer Decke

Sonderleistung Therapiebegleithund

Falls sie sich den Hund zulegen um innerfamiliär oder bei ihrer Arbeit tiergestützt zu Intervenieren sollten wir das schon vor dem Kauf des Welpens besprechen. Da ich Fachkraft für Tiergestützte Intervention bin kann ich sie hier optimal unterstützen.  Die Aufgabe eines Therapiebegleit-, Pädagogikbegleit-, Besuchs- und Schulhundes, ist stark mit dem Charakter des Hundes verbunden. Viele der später notwenigen Fähigkeiten können zwar bei gutem Training optimiert werden, aber ob und in welchem Umfang der Hund später die Aufgabe stressarm erfüllen kann bleibt mit seinem Grundcharakter eng verbunden. 

Was kann ein Welpeninternat NICHT leisten:

Hunde lernen im Internat  in jedem Fall eine Menge dazu, aber was und wie schnell der Hund lernt, entscheidet der Hund.  Wir besprechen Ihre Wünsche und nähern uns Ihren Zielen, aber die Erfüllung aller Erwartungen ist nicht Garantiert . Dazu kommt, das der Welpe im ersten Jahr durch verschiedene Phasen wächst uns selbst wenn alle Ihre Wünsche erfüllt wurden die kleinen sich meistens noch so einiges neues einfallen lassen auf das sie sich vorbereiten sollten. 

Ohne Besitzer geht gar nix! 

Unabhängig davon wie lange der Hund bei uns bleibt, entscheidend ist wie sie als zukünftige Bezugsperson die erlernten Dinge erhalten und ihre eigenen Kommunikationsfähigkeiten und Trainingsfähigkeiten verbessern. Wir arbeiten 24h am Tag daran, dass Ihr Welpe später als erwachsener Hund bestmöglich alle wichtigen Alltagsdinge meistern kann. Dennoch muss Ihnen klar sein, dass ohne weiterführendes Training alles innerhalb von Tagen wieder zunichte gemacht wird.  Im Zentrum des Welpeninternats steht das spätere Hund Mensch Team. Sie sind herzlich Willkommen sich am Internat zu beteiligen und ab und zu eine zusätzliche Einzelstunde zu buchen um selbst zu Trainieren und erfahrungen zu sammeln. Damit die zukünftigen Besitzer selber lernen können, sollten bei der Abholung mindestens 3 Tage  für die Einarbeitung eingeplant werden. Besser wäre eine ganze Woche. Es braucht Gespräche und Trainingsstunden mit Ihnen und Ihrem Hund, damit das erlernte genutzt werden und das Zusammenleben in Zukunft funktionieren kann. Zusätzlich ist zu empfehlen, weiterhin 1-2 mal Pro Woche eine Hundeschule zu besuchen hierzu kann ich gerne mit der zukünftigen Hundeschule den Trainingsstand besprechen.  

Wann sollte man daran denken, den Welpen wieder (an den Züchter) abzugeben:

Auch wenn dieser Schritt sehr emotional sein kann, ist er manchmal die bessere Option. Im Erstgespräch  können wir diese elementare Frage klären.  An dieser Stelle soll schon mal gesagt sein, SIE SIND NICHT ALLEIN ! Wenn man sich einen Hund zulegen möchte wird der Blick manchmal getrübt. Auf der Straße sieht man “nur” glückliche Hundehalter die eine gute Beziehung mit ihrem Hund führen und alles erscheint leicht und harmonisch. Das lässt glauben, dass mit ein bisschen Sachverstand und Zuwendung jeder Hund sich nach ein bisschen Training genauso verhält. Leider ist das nicht so.  Manchmal macht man als Hundehalter alles richtig und dennoch klappt es nicht. Hunde sind verschieden, auf jeden Hund der entspannt und ohne Leine gehen kann kommt mindestens einer der spezielle Bedürfnisse entwickelt. Wenn Sie diese unvorhergesehenen Bedürfnisse nicht erfüllen können entsteht Stress auf beiden Seiten und ein unschönes Zusammenleben.   Hier noch eine Checkliste ob Sie sich über die Abgabe des Hundes Gedanken machen sollten: 

Geht es mir besser, wenn mein Hund für eine Weile nicht da ist?
Würde meinem Hund an anderer Stelle mehr Zeit für Training zur Verfügung stehen?

Habe ich beim Gedanken den Hund abzugeben das Gefühl der Erleichterung?
Fühle ich mich stressfreier wenn der Hund mit jemand anderen Unterwegs ist? 
Ist der Gedanke der Abgabe direkt gepaart mit der Angst das Gesicht vor anderen zu verlieren? 
Würde ich den Hund abgeben wenn ich wüsste das er dort geliebt wird?
Ist der  geplante Hauptverantwortliche für den Hund plötzlich nicht mehr verfügbar?

Wenn sie hier mehrere Fragen mit “Ja” beantworten würde ich ihnen zu einem Gespräch raten um sie bei den Gedanken rund um die Abgabe des Welpens zu unterstützen. 

Kosten

siehe Preisliste 
Zusätzliche Kosten bei längeren Aufenthalten:

  • Schlafbox (ca. 160€)
  • Leine, Halsband und Geschirr (ca. 60€)
  • Impfungen für das 1. Jahr  (je nach Impfprogramm ca. 150€)
  • Entwurmungen in der Zeit bis zu Übergabe (ca. 15€)
  • Welpenfutter nach der Abgabe zum weiterfüttern oder als Umstellungshilfe ( ca. 20 €)