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Sterbehilfe


 

Sterbehilfe – Hausbesuch

Liebe heißt manchmal loslassen können…Irgendwann ist er da der Zeitpunkt, vor dem wir uns so fürchten. Wir müssen Abschied nehmen. Ich komme zu Ihnen. Ohne Stress kann Ihr Liebling zuhause, in gewohnter Umgebung entspannt loslassen. Für Erd- sowie Feuerbestattung können Vorkehrungen getroffen werden. Gründliche Voruntersuchung durch Ihrem Haustierarzt oder durch mich ist Voraussetzung für eine Euthanasiefreigabe.

Die Tierarztpraxis Grath bietet auch Sterbehilfe an und erklärt dabei wie Euthanasie vor sich geht

Wie geht eine Euthanasie vor sich

Erst bekommt Ihr Tier ein Beruhigungsmittel dieses entspannt und macht etwas schläfrig. Danach folgt eine Spritze mit einem starken Narkosemittel. Nun haben Sie Zeit um in Ruhe und auf Wunsch ohne mein beisein Abschied zu nehmen. Das Tier schläft ein und nimmt weder Schmerzen noch seine Umwelt wahr.

Die Tierarztpraxis Grath bietet auch die Sterbehilfe an und begleitet Sie bei diesem letzten Schritt

Der letzte Schritt

Wenn das Tier tief schläft komme ich wieder dazu und es folgt eine weitere Narkosemitteldosis ( Barbiturat), dieses mal in tötlicher Dosis. Dies wirkt sich zuerst weiter auf das Bewusstsein aus und das Tier schläft noch tiefer. Wenn die Konzentration im Blut weiter ansteigt werden auch die lebenswichtigen Zentren, die die Atmung steuern, „einschlafen“. Das Tier hört auf zu atmen und stirbt.

Sobald das Tier kein Lebenszeichen mehr von sich gibt, überprüfe ich, ob Herz- und Atemstillstand, die Zeichen für den klinischen Tod, eingetreten sind.

Die Tierarztpraxis Grath bietet auch Sterbehilfe an, bei der Sie den Ort der Euthanasie bestimmen dürfen

Wo findet die Euthanasie statt?

Nachdem Sie und Ihr Tier den Ort ausgesucht hat, nehme ich die nötigen medizinischen Handlungen dort vor.

Beachten Sie bei der Ortswahl das nach der Euthanasie aus den Körperöffnungen verschiedene Flüssigkeiten austreten können (z.B. Urin).

Die Tierarztpraxis Grath bietet auch Sterbehilfe an und klärt Sie dabei auf, was nach der Euthanasie passiert

Was passiert nach der Euthanasie?

Beim Tod eines Tieres, unabhängig davon, ob es eines natürlichen Todes oder durch Euthanasie gestorben ist, muss man sich überlegen, was mit dem Körper geschehen soll. Es bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Ihre Wahl hängt von den Gesprächen, die Sie über das Thema geführt haben, von Ihrem Glauben und von der Beziehung zum Tier ab, muss aber auch in Einklang mit der Gesetzgebung sein.
Wenn Sie mir gegenüber keine besonderen Wünsche äussern, wird der Kadaver nach den geltenden Vorschriften zu einer Kadaversammelstelle gebracht und anschliessend zusammen mit anderen Tierkadavern verbrannt.

Die Tierarztpraxis Grath bietet auch Sterbehilfe an und kümmert sich gerne um die Bestattung Ihres Tieres

Die Bestattung

Verbleibt Ihr Tier bei Ihnen, dann müssen Sie die Leiche selbst nach Gemeindereglement begraben. Kommt das nicht für Sie in Frage treffe ich gerne für Sie Vorkehrungen um die Tierleiche in einem Tierkrematorium einäschern zu lassen. Es steht Ihnen frei eine Urne zurück zu erhalten und beispielsweise auf einem Tierfriedhof begraben zu lassen, oder die Asche an einem Ort zu verstreuen, an dem sich ihr Hund besonders gerne aufgehalten hat.

Weiteres zum Thema:
Wir arbeiten mit dem Tierkrematorium Rosengarten zusammen.

Die Tierarztpraxis Grath bietet auch Sterbehilfe an

Mehr Informationen?

Rufen Sie mich an und stellen Sie mir alle Fragen, die Ihnen wichtig sind oder vereinbaren Sie einen Termin zur Vorbesprechung. Ein Abschied ist nicht leicht und es gehört zu meiner Aufgabe Sie genau zu informieren.

Persönliche Gedanken zu unserer Wegwerfgesellschaft:

Manchmal höre ich die Aussage: „So teuer? Noi , des Zahl i neda!… na schläferd se an lieber ei.“

Welches recht nehmen wir uns aus, über Leben und Tod unserer Tiere zu bestimmen? Die Mentalität manch Tierbesitzer ist auch für einen hartgesottenen Tierarzt erschreckend. Verantwortungsvolle Tierbesitzer kalkulieren bei der Anschaffung eines Tieres ein, dass man den Tierarzt besuchen und bezahlen muss.

Bei solchen Aussagen wird völlig außer acht gelassen das  die Tiere meist alles andere als Lebensmüde sind. Vergessen ist die gemeinsame gesunde Zeit. Noch vor der Untersuchung durch den Arzt steht für den Besitzer fest das es Eingeschläfert werden soll. Beginnt der Tierarzt mit einem Behandlungsplan, macht der Besitzer schnell klar, dass er keinerlei Aufwendungen finanzieller Art noch Zeit investieren möchte. Zögert der Tierarzt weiter, dann erzählt der Besitzer eventuell noch, das das Tier sich Charakterlich verändert habe. Um das vom Besitzer geplante Vorhaben durchzuführen werden dem Tierarzt alle Krankheitsgeschichten in möglichst dramatischer Form erzählt. Nicht selten warten solche Besitzer bis die Probleme so massiv sind, dass eine längere Behandlung anstehen würde. Unter Umständen entsteht durch das Abwarten eine Organschädigung, die nur mit Diätnahrung und lange Therapien wieder zu stabilisieren ist.

Aus der Praxis:
Der 10 Jahre alte Hund stinkt schon jahrelang sehr aus dem Maul und ist eh ein Erbstück vom Opa. Obwohl man mir einer simplen Zahnsteinentfernung alles in den Griff bekommen könnte soll der Hund laut Besitzer „besser“ getötet werden denn er ist ja schon so alt.

Das 6 Monate junge Meerschweinchen hat Milben und die Kinder finden das ekelig. Vor allem Mutti will den Parasitenträger nicht mehr in der Wohnung. Als die Kosten für die relativ einfache und zu 100% erfolgreiche Behandlung genannt werden kommt die Aussage “ da kaufen wir uns lieber ein neues, das ist billiger und schöner“.

Da wird das Katerlein stolze13 Jahre. Er ist geliebter Mitbewohner und wurde in jungen Jahren viel gestreichelt. Nun steht aktuell ein Wohnungswechsel an und das Tier muss weg, der Weg ins Tierheim kommt für den Besitzer nicht infrage er „liebt“ seinen Kater zu sehr also soll er eingeschläfert werden.

Die Verantwortung die ein Tierbesitzer trägt egal für welches Tier er sich entschieden hat, bezieht sich auch auf die Gesunderhaltung. Gott sei Dank haben wir hierzu unser Tierschutzgesetz §17 Nr. 1. Hier wird das Töten von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bewehrt. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass Besitzer die verschriebenen Medikamente auch verabreichen müssen. Beginnt man eine Behandlung und ist nicht konstant, verzögert man Schmerzen und Leiden des Tieres.

Bei aussichtsloser Krankheit oder dramatischen Unfällen mit ungewissem Ausgang ist es angebracht die Tiere von Leiden zu bewahren. Nach abwägen der Umstände mit einem Tierarzt kann mit dem Besitzer zusammen eine verantwortungsbewusste Entscheidung getroffen werden.

Unvermittelbare Tiere Einschläfern?

Die Frage, ob überfüllte Tierheime nicht vermittelte Tiere nach einer gewissen Zeit einschläfern dürfen, um damit Platz für andere zu schaffen, ist derzeit nicht klar zu beantworten; die Situation ist wohl als rechtlich nicht eindeutig einzustufen. Aufgrund der Unklarheit, wann ein „vernünftiger Grund“ im Sinne des Tierschutzgesetzes vorliegt, empfiehlt die Tierheimordnung des Deutschen Tierschutzbundes (2003) mit der Tötung von Tieren solange zu warten, bis therapieresistente Verhaltensstörungen auftreten, was aber im Sinne eines „Tierschutzes um des Tieres willen“ auch nicht unproblematisch ist.