Hundeführerschein-BLTK

 

Hundeführerschein - Grundwissen im Umgang mit Hunden

Hätten Sie´s Gewusst? Sie möchten sich in Ihren Fernsehsessel setzen. Der ist leider bereits besetzt. Ihr Hund ist nicht bereit, Ihnen den Platz zu überlassen, er knurrt Sie an. Wie sollten Sie reagieren?(Lösung hier ).

Dieser theoretische Kurs eignet sich ideal als vorbereitung zur pfürung der Sachkunde nach der BLTK oder nach dem D.O.Q.-Test.

 

 
  Wenn rechtzeitig und richtig die Warnsignale erkannt werden und entsprechend reagiert wird, können gefährliche Vorfälle verhindert werden. Aber nicht nur in der kritischen Situation selbst, auch im Vorfeld kann Vieles getan werden, so dass aus Welpen später verträgliche und ungefährliche erwachsene Hunde werden. Kenntnisse über Verhalten, Bedürfnisse und Erziehung von Hunden sind hierfür die wichtigste Voraussetzung. Daher besteht der dringende Bedarf, diese Kenntnisse weit zu verbreiten. Aus diesen Gründen entstand das Gemeinschaftsprojekt "Hundeführerschein - Grundwissen Gefahrenvermeidung im Umgang mit Hunden" der Bayerischen Landestierärztekammer, des Arbeitskreises "Hundeführerschein" und des Institutes für Tierschutz, Verhaltenskunde und Tierhygiene der Tierärztlichen Fakultät München.
     

Häufige Fragen zum Kurs "Hundeführerschein" :
Ich möchte mir demnächst einen Hund zulegen. Ist der Besuch des Kurses für mich sinnvoll?
Gerade dann sollten Sie den " Hundeführerschein" machen. Sie erhalten das Rüstzeug, mit Ihrem zukünftigen Hund richtig umzugehen.

Was Sind die Inhalte des Kurses:
Grundwissen über Welpenentwicklung, Lernverhalten, Körpersprache, Recht und Spiel mit dem Hund. Wissen über die Situationen, in denen ein Hund gefährlich werden kann, Wissen über typische Missverständnisse zwischen Mensch und Hund - und nicht zuletzt Wissen darüber, wie man seinen Hund richtig erzieht.

Wer hält den Kurs ab?
Der Kurs darf nur von speziell fortgebildeten Tierärztinnen und Tierärzten abgehalten werden.

Muss ich meinen Hund zum Kurs "Hundeführerschein" mitbringen?
Nein, denn Sie werden an Hand von Folien, Arbeitsblättern, einem Begleitbuch und einem Video geschult. Sie sind dann in der Lage, die praktische Umsetzung mit Ihrem Hund einzuüben.

Wodurch unterscheiden sich verschiedene "Hundeführerschein"-Kurse?
"Hundeführerscheine" gibt es z.B. auch vom VDH und BHV. Diese "Hundeführerscheine" legen den Schwerpunkt auf den praktischen Teil (Führen eines Hundes in der Öffentlichkeit) und bei der Theorie geht es auch um die Bereiche Gesundheit und Ernährung.
Der Kurs "Hundeführerschein - Grundwissen Gefahrenvermeidung im Umgang mit Hunden" soll vor allem dem Vorbeugen, Erkennen und Abwenden von Gefahren dienen - nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch im häuslichen Alltag und in der Familie, denn hier ereignen sich ca. 80% der Hundebisse.

Warum Nur Theorie?
Dieser "Hundeführerschein" ist als theoretischer Kurs entworfen, um zukünftige Hundehalter anzusprechen bevor sie sich einen Hund zulegen. Haben Sie schon einen Hund können sie im Rahmen des Kurses auch praktische Übungen beginnen. Sprechen Sie bitte mit der Kursleiterin.

Lerne ich dasselbe wie in einer Hundeschule?
Mit diesem Wissen aus dem Hundeführerschein wird es Ihnen leichter fallen,Ihren Hund besser zu verstehen und im Alltag zu festigen, was Sie in der Hundeschule gelernt haben. Der "Hundeführerschein" stellt eine gleichwertige Ergänzung zur praktischen Ausbildung in der Hundeschule dar, denn er vermittelt Ihnen umfangreiches Wissen über das Verhalten und die Erziehung des Hundes.

Schließt der "Hundeführerschein" mit einer Prüfung ab?
Ja, am Ende des Kurses können Sie eine Prüfung ablegen. Dabei werden Ihnen schriftlich auf Prüfungsbögen Fragen zum Kursinhalt gestellt. Ähnlich wie bei der theoretischen Prüfung in der Fahrschule wählen Sie die richtige(n) Antwort(en) unter mehreren vorgegebenen Lösungen aus. Wenn Sie an allen Kurstagen teilgenommen haben, ist die Prüfung für Sie kein Problem.

Wie lange dauert der Kurs "Hundeführerschein" ?
12 x 45 min. Aufgeteilt in Wahlweise 6 Treffen 1x Wöchentlich als Kompaktkurs in 2 Tagen.

Wird der "Hundeführerschein" von den Behörden verlangt?
Noch nicht. In Ba Wü muss man für die Haltung eines Hundes keinen "Hundeführerschein" und keinen "Sachkundenachweis" erbringen. In verschiedenen anderen Bundesländern müssen die Halter von Hunden bestimmter Größe oder Rasse eine Sachkunde-Prüfung ablegen. Es wurde schon mehrmals beraten, ob die Bestimmungen in Deutschland vereinheitlicht werden sollen, aber es ist davon auszugehen, dass dies in absehbarer Zeit nicht geschehen wird. Der Bayerische Staatsminister E. Sinner hat den Besuch des Kurses "Hundeführerschein-Grundwissen Gefahrenvermeidung im Umgang mit Hunden" jedoch empfohlen.
Über die erfolgreiche Teilnahme können Sie eine Bescheinigung der Bayerischen Landestierärztekammer als Körperschaft des öffentlichen Rechts erhalten.

 
 

Hätten Sie´s Gewusst" Lösung: Wenn Sie angeknurrt werden: Vorsicht! Nehmen Sie das Knurren ernst. Wenn Sie jetzt falsch reagieren, könnten Sie gebissen werden! Wenden Sie sich wortlos ab und tun Sie so, als hätten Sie gar nicht die Absicht gehabt, sich in den Sessel zu setzen. Sie dürfen den Hund jetzt weder bestrafen noch wegdrängen und auch nicht zu beruhigen versuchen, denn damit könnte die Aggression nur noch schlimmer werden. Das Knurren ist ein Warnsignal, das Ihnen zeigt, dass etwas Grundlegendes in Ihrer Beziehung zum Hund nicht stimmt. Dies Problem müssen Sie (später, und nicht in der Gefahrsituation) richtig angehen, am besten mit professioneller Hilfe!.