Trächtigkeit
Dieser Artikel schildert den normalen Ablauf einer Trächtigkeit Tipps für eine sinnvolle (.medizinische) Versorgung der Tragezeit komplettieren den Artikel.
   
   
   

Die Trächtigkeit
Trächtigkeitsdauer Der Zeitraum zwischen Eisprung und Geburt beträgt 62 - 64 Tage und ist relativ konstant.Die großen Schwankungen der Trächtigkeitsdauer beruhen auf den unterschiedlichen Zeitspannen zwischen Deckakt und Ovulation. So haben Hündinnen, die vor dem Eisprung belegt werden, eine verlängerte Trächtigkeit von 66 - 68 Tagen. Ist die Hündin nach der Ovulation belegt, verkürzt sich die Trächtigkeitsphase auf 58 - 60 Tage.
   

Wurfkiste
Die Wurfkiste sollte so groß sein, dass die Hündin die ersten zwei bis drei Wochen ausreichend Platz hat. Die Höhe entspricht etwas mehr als der Schulterhöhe. Das Querformat der Kiste sollte ihr erlauben voll ausgestreckt zu liegen. Bei der Geburt drückt sich die Hündin mit den Pfoten und dem Rücken an der Kiste ab, deshalb darf der Abstand der längeren Seitenteile nicht zu lang sein. Wichtig ist auch, dass keine Bodenkälte in die Kiste eindringen kann, also gut isolieren (z. B. über eine 5 cm hohe Bodenleiste). Bei großen Hunderassen ist das Benutzen eines Distanzrahmens ratsam. Dieser Rahmen verhindert, dass ein Welpe zwischen dem Rücken der Mutter und der Kistenwand eingeklemmt wird und erstickt.

   
 
 
   
Ablauf:  

Deziduomstadium (11 - 18 Tag nach dem Deckakt)
Einnisten in der Gebärmutter. Nach dem Eisprung kommen die befruchteten Eizellen in der Gebärmutter (Uterus) an, verteilen sich gleichmäßig und dann erfolgt das Einnisten in der Gebärmutterschleimhaut und auch die Ausbildung des Mutterkuchens (Plazenta), der sich gürtelförmig um den wachsenden Embryo an der Gebärmutterschleimhaut befestigt und die Versorgung des Embryo übernimmt.
 
Ampullenstadium (18 - 35 Tag)
Die einzelnen Fruchtanlagen sind fühlbar. Aufgereiht wie eine Perlenkette sind die 1 - 2 cm großen Ampullen für den Tierarzt zu ertasten. Ab dem 22 Tag beginnt die Oragnentwicklung und ab dem 32 Tag entwickeln sich die Gliemaßen
 
Schlauchstadium (35 - 50 Tag)
Ab jetzt nennt man das Ungeborene Foetus, die Skelettentwicklung beginnt und eine Gewichtszunahme ist zu verzeichnen. Die Einschnürungen der Gebärmutter gehen verloren, die Ampullen können nicht mehr getastet werden. Ab dem 45. Tag entstehen Tasthaare, Zehen , Ohren.

 
Fruchthaltestadium (bis Ende der Gravidität)
Die Trächtigkeit wird von außen sichtbar.

 
 
Trächtigkeitsnachweise
Das Abtasten des Abdomens zwischen dem 20. - 35. Tag lässt 1 - 2 cm große kugelige Wölbungen ertasten. Nach dem 35. Tag sind aufgrund der Vergrößerung der Gebärmutter keine Befunde zu erheben.
 
Ultraschalluntersuchung
Heute bietet die Ultraschalluntersuchung nach dem 21. Tag, am besten ab dem 28. Tag, eine gefahrlose Methode des Trächtigkeitsnachweises, die auch eine Vielzahl von Informationen über den Trächtigkeitsverlauf (Anzahl, Entwicklungszustand, Vitalität) erkennen lässt.
 
Röntgenaufnahmen
Die für Röntgenaufnahmen notwendigen Knochenstrukturen des Feten sind erst ab dem 43. Tag sichtbar. Der röntgenologische Nachweis der Trächtigkeit sollte wegen den möglichen Schäden des Feten durch die Strahleneinwirkung erst nach dem 50. Tag durchgeführt werden.
 
Aufrechterhaltung der Trächtigkeit durch Hormone:

Ein durchgängig hoher Progesterongehalt ist zur Aufrechterhaltung während der gesamten Trächtigkeit zwingend nötig. Progesteron verstärkt die Gewebeanbildung in der Gebärmutter und fördert die Ernährung der Früchte. Es sorgt für einen Verschluss des Muttermundes und verhindert eine frühzeitige Gebärmutterkontraktion, dessen Folge ein Trächtigkeitsabbruch (Abort) wäre. Erst gegen Ende der Trächtigkeit sinkt der Progesteronspiegel. Durch den jetzt wieder steigenden Östrogeneinfluss werden die Geburtswege auf die nahende Geburt vorbereitet. Durch Östrogene werden die Milchdrüsen angebildet. Die Muskulatur der Geburtswege erschlafft unter diesem Hormon ebenso, wie das gesamte Gewebe aufgeweicht und somit geschmeidig wird.
 
Temperaturkontrolle
Während der Trächtigkeit beträgt die Körperinnentemperatur der Hündin ca. 38,5 - 39,0 Grad Celsius. Diese leichte Temperaturerhöhung wird auf die hohe Progesteronkonzentration zurückgeführt.Gegen Ende der Trächtigkeit (8 - 10 Tage vor der Geburt) sinkt, ebenso wie der Progesteronspiegel, auch die Temperatur auf zunächst 38,0 Grad ab.4 - 36 Stunden vor der Geburt stürzt der Progesteronspiegel nochmals steil ab. So ist auch der Temperaturabfall 24 Stunden vor der Geburt um 1 Grad auf 37 Grad zu erklären. Die Temperatur steigt danach wieder an und kann während der Geburt bis zu 40 Grad erreichen.Durch zweimal tägliche Temperaturkontrolle und deren Protokollierung ab dem 50. Tag der Trächtigkeit kann dieser Abfall bei der überwiegenden Zahl der trächtigen Hündinnen festgestellt werden und so eine bevorstehende Geburt frühzeitig erkannt werden.
 
Was ist zu Tun?  

Spezialimpfung

CHV-1 (= infektiöses Welpensterben )
19% der Zuchthunde sind infiziert.
26 % der untersuchten Zwinger haben serologisch positive Tiere.
Zwinger mit 10 und mehr Tieren zeigen eine höhere Infektionsrate.
Welche Symptome sind sichtbar?
Welpen <1 Woche
oWelpen hören auf zu saugen
oSchmerzhaftigkeit im Bauchraum und lautes Schreien
oWeicher, gelbgrauer Kot, Durchfall
oErbrechen, Speicheln
oAtemprobleme
oTod nach 1-2 Tagen (Welpensterben)
Problem in herpesinfizierten Hundezuchten
- Sterblichkeitsrate bis zu 80%!
- hohe Verluste in Zuchten

Eine Impfung gegen das Welpensterben ist möglich.
Durch die Impfung der trächtigen Hündin werden Antikörper gebildet, welche die Welpen über die Muttermilch aufnehmen und vor einer Infektion/ Erkrankung schützen

Das Impfschema

1. Impfung: 1.Tag der Läufigkeit bis Tag 10 nach dem Decktermin
2. Impfung 1 - 2 Wochen vor dem Geburtstermin

 

 

Muttertier-Entwurmung


Übliche Entwurmungsbehandlungen erfassen die bei Hündinnen vorkommenden Ruhe- und Wanderstadien der Spul- und Hakenwürmer nicht oder nur unzureichend. Um deshalb die Verwurmung der Hundefamilien so gering wie möglich zu halten, empfehlen Tierärzte ein spezielles Behandlungsschema für Zuchthündinnen. Danach erhalten die Muttertiere ein gut verträgliches, sicheres und auch für die ungeborenen Welpen unschädliches Breitbandanthelminthikum nach folgendem Plan:
" Regelmäßig entwurmen in vierteljährlichen Abständen vor der nächsten Trächtigkeit
" Entwurmung im letzten Drittel der Trächtigkeit gegen eventuell im Darm vorhandene Würmer
" Nach der Geburt - gleichzeitig mit den Welpen - regelmäßig in vierzehntägigem Abstand entwurmen.

 

Fütterungsempfehlung

Die allgemeine Anforderung and das Futter für eine Trächtige Hündin ist : Hochverdaulich, Schmackhaft, Ausgewogen, Hygienisch gelagert.

Vor Belegen mäßige Energiezufuhr
Während Läufigkeit Energiezufuhr während zirka 2 Wochen leicht erhöhen (auf circa 1,1 fache des Erhaltungsbedarf), dadurch wird die Ovulations- und Konzeptionsrate verbessert

Fütterung während der Trächtigkeit:

Die 1. Phase der Trächtigkeit(= Läufigkeit - Tag 42) sollte der Erhaltungsbedarf gefüttert werden

in der 2. Phase(= 43. Tag - Geburt) 1,5 % der Erhaltung wobei mind 20% Kohlenhydrarte und die Proteinzufuhr verdoppelt werden sollte.

Ab der 5. Woche sollte pro Woche eine Rationserhöhung von 10-15% erfolgen. Am besten stellt man die Hündin nun auf Welpenfutter um. Die einzelnen Elemente müssen in entsprechendem Verhältniss gewähgrleistet sein:

Vitamin A ( Auf/Umbau der Uterusschleimhaut)

Vitamin E

Ca&Ph ( vor allem im letzten Drittel der Trächtigkeit)

Folsäure (DNA-Synthese, Zellteilung in der Organanlagephase. Bei Mangel: Gaumanspalten)

Spurenelemente (

L-Carnitin ( Mobilisiert Fett für Energieproduktion)

L.I.P/Probiotika/Reis/ Fischöl (Unterstützt die Verdauungstätigkeit)

DHA/ Fischöl ( Zellmembranentwickllung, Gehirn, Netzhaut, Geistige Entwicklung)

Die Hündin erlangt ihre höchste Milchleistung in der 3. Woche.
Ein Welpe benötigt zwischen 1200 .1500 Kcal pro l Milch
Bsp: Ein 20 kg schwere Hündin produziert 60l Milch am für einen MittelGrossen wurf, das ist vergleichbar mit einem 660 km lauf pro Tag, Bei Mangelnder Fütterung mangelt es auch an Milch.
Pro Welpe rechnet man ¼ der ursprünglichen Futtermenge dazu. Am besten ist es der Hündin immer Futter zur Verfügung zu stellen. Trotz dem sollte man die Hündin wiegen. Ein Gewichtsverlust von 5-10% ist Tolerierbar, wird es mehr sollte man einen Tierarzt aufsuchen.

Probleme bei ungenügender Nahrung:
zu geringe Milchproduktion
Welpen mit niedrigem Geburtsgewicht, erhöhte Sterblichkeitsrate, Hypocalcämie und nervöse Störungen