Gesundheit – Parasiten
           
Würmer  
     
             
         
           
             
             

 
Würmer
   

Bandwurm

Der Parasit

Es gibt 2 grosse Gruppen von Würmern

Bandwürmer und Rundwürmer.

 

Die wichtigsten Bandwurmarten:Gurkenkernbandwurm, Fuchsbandwurm, Taenien ,Mesocestoides

Rundwurm

Die wichtigsten Rundwürmer :Hakenwürmer, Spulwürmer, Peitschenwürmer
   

Symptome

Würmer schwächen das Tier durch Verletzungen, Nährstoff- und Blutentzug sowie durch Stoffwechselgifte. Schon die Larven der Würmer rufen auf ihrer Wanderung im Körper Lungen- oder Leberentzündungen hervor. Ausgewachsene Würmer verursachen viele kleine innere Verletzungen, die zu Blutungen führen. Darmentzündungen mit Verdauungsstörungen wie Durchfall, Erbrechen, Krämpfen und aufgetriebenem Bauch, massive Verstopfungen bis zur Darmverlegung oder sogar Todesfälle können den Würmern zur Last gelegt werden.


Welpe mit Wurmbauch

   


Hundekot mit Bandwurmgliedern

Übertragung

Die wichtigsten Übertragungswege von Würmern sind:

Muttermilch, Flöhe, kleine Nagetiere, Kot anderer Tiere

 

   

Diagnose/ Therapie:

Die Diagnose eines Wurmbefalls ist mit bloßem Auge in der Regel nicht möglich, nur bei sehr hochgradigem Befall werden erwachsene Würmer mit dem Kot ausgeschieden, im Normalfall tauchen nur die mikroskopisch kleinen Eier im Kot auf. Diese können bei einer Kotuntersuchung nachgewiesen werden. Nun heißt aber die Tatsache, dass im Kot keine Wurmeier zu finden sind, nicht, dass keine erwachsenen Würmer da sind, sondern nur, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung keine Eier ausgeschieden wurden. Man sollte also auch bei negativen Kotproben nicht auf regelmäßige Entwurmungen verzichten, denn der Befund kann am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussehen.

 


Wurmei
 

Prophylaxe

Wurmkuren sollten bein Hundewelpen ab der zweiten Lebenswoche (Katzenwelpen ab der 3. ) begonnen werden. Anschliesend wird die Behandlung in 2-wöchigem Abstand wiederholt über das Absetzen hinaus durchgeführt werden. Danach können die Abstände langsam vergrößert werden, bis ein dreimonatiger Rhythmus erreicht ist, der bis zum Lebensende des Tieres beibehalten werden sollte. Die Entwurmungen sollten so geplant werden, dass eine davon kurz vor den Impfungen liegt, so dass die Tiere möglichst unbelastet mit Würmern zur Impfung kommen.

Zur Entwurmung nutzen sollte man ausschließlich verschreibungspflichtige Medikamente vom Tierarzt.

Alternativ zu der entwurmung können Kotuntersuchungen durchgeführt werden. Allerdings können diese nicht verhindern

 
 

 
 
Zecken

Verschiedene Zeckenarten

Der Parasit:

Zecken sind Spinnentiere und sehr anpassungsfähig, sie können fast überall überleben. Sie bevorzugen aber die gemässigten Klimazonen bis auf eine Höhe von zirka 1000 m. ü. M. Der typische Lebensraum der Zecke ist das Untergehölz des Waldes in Sträuchern, Büschen und Gräsern, vor allem an Lichtungen und an Weg- und Waldrändern. Auch der Stadtpark ist nicht frei von Zecken.

Symptome:

Zu 80% findet man sie In Kopf und Nackenbereich des Hundes. Andere Körperpartien sind aber nicht ausgeschlossen. Der Stichvorgang bleibt in der Regel unbemerkt, da die Zecke eine betäubende Substanz absondert. Die nun folgende Blutmahlzeit kann je nach Entwicklungsstadium der Zecke 2 bis 9 Tage dauern.


Zecke beim Saugakt

Die Zecke wartet auf den Wirt

Übertragung:

Die Stechaktivität der Zecken ist im späten Frühjahr und im Herbst am grössten. Die Zecke sitzt auf Grässern in ca 30-40 cm höhe und lässt sich von dem vorüberziehenden Lebewesen abstreifen und sucht sich einen warmen und weichen Hautbezirk.

   

Diagnose/ Therapie:

Zur Diagnose braucht es Fingerspitzengefühl. Beim Abtasten des Hundes findet man die Reiskorn- bis Olivengrossen "Kugeln" fest an der Haut sitzend im Fell des Hundes. Mit einer speziellen Zeckenzange lassen sich die Zecken schnell und problemlos entfenen. Beobachten sie die Stelle der an der sie die Zecke entfernt haben, sie sollte ohne Probleme innerhalb kurzer Zeit verheilen. Entzündet sie sich suchen sie sofort einen Tierarzt auf.

Da Zecken an sich keine Krankheiten hervorrufen sondern eher als Lästlinge zu sehen sind, möchte ich an dieser Stelle auch auf die von Zecken übertragbaren Krankheiten eingehen.

Durch Zecken werden hauptsächlich zwei Erreger auf das Tier (und auch auf den Menschen) übertragen.

 

 


Entfernung der Zecke
   


Eine saumartige Entzündung um einen Zeckenstich ist ein Hinweis auf eine Borreliose Erkrankung.

1. Bakterien (Borrelia spp.)
Borreliose ( korrekter Name Lyme-Borreliose ) Sie ist praktisch weltweit verbreitet. Mittlerweile sind verschiedene Untergruppen dieser Bakterien bekannt. Die Krankheit ist sehr häufig, aber viel zu wenig bekannt. Die Symptome sind anfangs nur eine entzündung der Zeckeneinstichstelle (siehe Bild). Später sind sie vielfältig denn es können fast alle Organe erkranken, wenn auch mit Vorliebe die Gelenke, das Nervensystem, die Muskeln, Nieren oder das Herz. Auch der Schweregrad der Krankheit ist sehr unterschiedlich. Therapie: Borreliose muß so schnell wie möglich mit Antibiotika behandelt werden, damit noch gute Heilungschancen bestehen.Für Borreliose gibt es für Hunde eine Impfung.
Hier mehr zu Borreliose...
   

2.Viren FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Diese Krankheit ist gegenüber der Borreliose viel seltener in der Tierwelt. Es wird ein Virus übertragen. Dabei erkrankt ausschliesslich das Nervensystem, d. h., das Gehirn, die Hirnhaut oder die Nerven. Diese Krankheit geht mit Grippe-Symptomen einher, in seltenen, schweren Fällenkommt es zu Lähmungen oder kann sogar zum Tode führen. Typisch ist ein 2-gipfeliger Fieberverlauf zu Beginn der Erkrankung, d.h. 1 Woche starkes Fieber, 1 Woche kein Fieber und danach erneut Fieber. Gegen FSME kann man sich als Mensch Impfen lassen Hunde bekommen nur selten FSME.

Je früher die Zecke entdeckt und entfernt wird, je geringer ist die Gefahr einer Erkrankung.


FSME Erreger im Elektronenmikroskop
   

Prophylaxe:

Es empfiehlt sich Vorsorge in Zeckengebieten zu treffen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Meist sind mit Spot on Präparaten oder Sprays fürs Hundefell sind gute Erfolge zu verbuchen. Wenn Sie regelmäßig behandeln können sie fast Zeckenfrei über die Sommermonate kommen.

 

 

 

 
 
Flöhe
   

Floh

Der Parasit

Flöhe sind 1.8 mm lange blutsaugende Insekten ohne Flügel. . Der Körper ist seitlich charakteristisch stark abgeflacht. Flöhe besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge. Ihre Augen sind oft reduziert, klein oder fehlen ganz. Die Beine sind zu Sprungbeinen spezialisiert,

Während ihres eineinhalbjährigen Lebens legen weibliche Flöhe einige hundert Eier. Aus ihnen schlüpfen behaarte beinlose Larven. Sie finden ideale Bedingungen am Schlafplatz von Haustieren. Hier ernähren sie sich vom Kot der erwachsenen Flöhe. Nach circa 2 Wochen verpuppt sich die Larve.

   

Symptome

Bei starken Flohbefall wird die Haut gereizt, fängt an zu schuppen und kann beim Allergiker bis zum Ekzem führen. Diese Hautschuppen sind zusammen mit dem Flohkot ein deutliches Zeichen für eine Floh


Floh von oben ( setzt gerade Kot ab)
   

Flohlarve

Übertragung

Sie lauern unseren Haustieren überall da auf, wo sich infizierte Wirtstiere aufhalten. Der schlüpfreife Floh kann monatelang in seiner Puppenhülle ruhen, bis sich ihm ein Wirtstier oder Mensch nähert. Die von ihm erzeugte Erschütterung des Bodens löst das Schlüpfen aus.

 

Diagnose/ Therapie:

Der eindeutige Beweis kann dadurch erbracht werden, dass ein kleiner Teil der mit Flohkot versetzten Hautschuppen auf ein angefeuchtetes weisses Blatt Papier gebracht wird. Einfach über die freigelegte Hautstelle des Haustieres reiben. Dann mit Wasser anfeuchten.Handelt es sich in der Probe um Flohkot, erkennt man eine typische rotbraune Verfärbung oder Schlieren, die durch den hohen Blutanteil des Flohkots zustande kommen.

Flöhe übertragen Bandwürmer. Mehr Infos Hier...

Gurkenkernbandwurm mit.Hunde und Katzen nehmen infizierte Flöhe bei ihrer täglichen Fellreinigung auf. Die im Floh enthaltenen Jungstadien entwickeln sich im Darm zu erwachsenen Bandwürmern.


Zyklus vom Ei bis zum adulten Floh
 

Prophylaxe:

Es empfiehlt sich Vorsorge in Flohgebieten zu treffen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Meist sind mit Spot on Präparaten oder Sprays fürs Hundefell sind gute Erfolge zu verbuchen.

 
 

 
Demodex
Kranheitsbezeichnung: Demodikose  

 


Demodex unter dem Mikroskop

Der Parasit:

"Demodex canis" lebt in der Haut. Sie ist mikroskopisch klein, lebt und vermehrt sich vor allem in den Haarbälgen oder Haarfollikeln und hat einen Lebenszyklus (vom Ei bis zur erwachsenen Milbe) von ungefähr 30 Tagen. Unter dem Mikroskop sieht diese Milbe länglich aus. Sie lebt von Haarzellen, Plasma und Blut.

   

Symptome:

Sie zeigt sehr unterschiedliche Erscheinungsformen, oft findet man haarlose Hautstellen, die gerötet und entzündet sein können. Eine typische Erscheinungsform ist die "Demodex Brille" damit ist der Haarausfall rund um die Augen gemeint.Auch gesunde Hunde können Demodex-Milben beherbergen, ohne dass sie Probleme entwickeln. Wenn sich die Milben jedoch über ein bestimmtes Maß vermehren können, verursachen sie sichtbare Hautveränderungen


Bully mit starkem Demodex Befall im Brustbereich
   

Husky mit Demodex Befall am ganzen Körper

Übertragung

Die Demodex-Milbe wird von der Hündin durch engen Kontakt in den ersten 2-3 Lebenstagen auf die Welpen übertragen. Aber nur ein kleiner Teil dieser Welpen entwickelt später im Leben eine Demodikose. Neben der Ansteckung braucht es noch andere begünstigende Faktoren, damit es zum Krankheitsausbruch kommt. Manche Hunde haben eine angeborene Abwehrschwäche somit kann man die Krankheit vermehrt bei einigen Rassen feststellen. (Bullterrier, Dobermann...) Andere Tierarten und Menschen werden von der Demodex-Milbe des Hundes nicht angesteckt.

   

Diagnose/Therapie:

Zur Diagnose braucht es die Hilfe des Tierarztes/Tierärztin. Mit einem sogenannten Hautgeschabsel kann man die Milben oft erkennen. Dabei werden obere Hautschichten mit einem Spatel oder scharfen Löffel abgeschabt und unter dem Mikroskop beurteilt. In speziellen Fällen braucht es aber auch eine Hautbiopsie zur Diagnose. Dabei wird ein kleines Hautstück chirurgisch entnommen und histologisch beurteilt.

Hunde, die jünger als ein Jahr sind und nicht zu den oben genannten bevorzugt befallenen Rassen gehören, können evtl. ohne Behandlung abheilen. Wichtig ist, bei der generalisierten Form nach einer Grundursache zu suchen, die das Immunsystem des Hundes so geschwächt hat, dass es überhaupt zum Ausbruch gekommen ist. Kann diese gefunden und behandelt werden, sind die Erfolgsaussichten für eine Behandlung viel grösser. Es handelt sich um eine langwierige Behandlung, die Wochen oder Monate in Anspruch nehmen kann. Der Therapieerfolg liegt etwa bei 90%, aber trotz der neuen Behandlungsmethoden gibt es immer wieder Fälle, die rezidivieren. Der häufigste Grund für einen Misserfolg der Therapie ist eine unsachgemässe, inkonsequente oder zu früh abgesetzte Behandlung.


Ein Haarfollikel, der Lebensraum der Demodex,

   
 

Prophylaxe:

Keine nötig

   
 

 

 

Herbstgrasmilben
Krankheitsbezeichnung: Neotrombiculose  

Herbstgrasmilben unter dem Mikroskop

Der Parasit:

"Neotrombicula autumnalis" sint Parasiten die einen Teil ihrer Entwicklung auf einem Tier verbringen. Die meiste Zeit jedoch sind sie in Wiesen am Waldrand oder in Feuchtbiotopen. Die Larven setzen sich im Spätsommer an dünne Hautstellen, meist der Zwischenzehenraum, die Umgebung der Augen, dem Nasenrücken oder an Verletzungen.Sie ritzen die Haut an und ernähren sich von kleinsten Gewebeteilen des Wirtes.Man findet die leuchtent orangen Larven leicht da sie sich in Gruppen versammeln dei als orenge rote punkte für das blose auge sichtbar sind.Wenn die Milbenlarven 1-5 tage gesaugt haben fallen sie ab und überwintern und verpuppen sich bis zum nächsten jahr.

   

Symptome:

Das anritzen der Haut und die Verdauungssäfte rufen eine entzündliche Hautreaktion im Zwischenzehenbereich und in einzelnen Fällen ganzen Körper hervor. orangerote Punkte (= Milbenhaufen) im Zwischenzehenbereich sind Charakteristisch.


Charakteristischer orangerote Veränderung bei Milbenbefall
   

Übertragung erfolgt auf der Wiese

Übertragung:

Übertragung erfolgt beim Laufen über die Wiese. Es handelt sich nicht um eine rassespezifische Erkrankung wobei man schon eine Häufung bei Hunden hat, die auch auf andere Dinge allergisch reagieren. Bei gesunden Hunden sind Grasmilben meist nur ein Zufallsbefund ohne Bedeutung.

   

Diagnose/ Therapie:

Diagonstiziert wird aufgrund der Symptome, oder mit einem sogenannten Hautgeschabse. Dabei werden obere Hautschichten mit einem Spatel oder scharfen Löffel abgeschabt und unter dem Mikroskop beurteilt.

Hunde, die gesund sind und keinen starken Juckreiz haben, können evtl. ohne Behandlung abheilen. Sensibel regierende Hunde jedoch sollte man von dem Juckreiz befreien bevor zusätzliche Hautreaktionen auftreten.Die Behandlung, dauert nur wenige Tage.


Herbstgrasmilbe extrem vergrössert
   
 

Prophylaxe:

Bei empfindlichen Hunden empfiehlt es sich rechtzeitig entsprechende Antiparasitika aufzubringen.

 
 

 

 

Parasiten im Ausland
Leishmaniose
 

 

Der Parasit:

 

   

Symptome:

Am auffälligsten sind die Hautsymptome: dünnes, glanzloses Fell, stellenweise Kahlheit, grobe
Schuppung (weiß-silbrig), stellenweise Auflagerungen von Schuppenkrusten und asbestartiger
Schuppung. Zusätzlich können entzündliche, ulzeröse Hautveränderungen auftreten (oft nässend,
meist kreisrund- an Ohren, Kopf, Nase, an den Beinen) Haarverlust (besonders um die
Augen),Nasenbluten, Lymphknotenschwellung, Blutarmut (Anämie), “Ausfransen“ der Ohrränder mit
Schuppenbildung, Nierenschädigung. Augenbindehautentzündungen, Krallenwachstum, Mattheit,
Durchfall, Gewichtsabnahme, Gelenkentzündungen.

 
   
 

Übertragung
Die Besiedelung eines Organismus mit Leishmanien wird immer nur durch den Stich der Sandmücke ausgelöst. Die Mücke unterscheidet nicht zwischen Mensch und Tier. Auch Sie können sich als Tourist in Mittelmeerländern infizieren, ohne es zu merken oder je ein Symptom zu sehen.Gefährlich wird es nur für Schwerstkranke oder Babies, deren Immunsystem geschächt oder noch nicht ausreicht.

Inkubationszeit
Die Erkrankung kann bereits 3 Monate nach der Infektion auftreten, kann sich aber auch erst nach 18
Monaten zeigen. Ganz selten kann sie sogar über einige Jahre in einer Art Ruhezustand verharren.

 

   

Diagnose/Therapie:

Bluttest:
Bluttest auf Antikörpertiter, das heißt auf körpereigene Stoffe des Immunsystems. Ab Titer von über 1 : 64 ist eine Ttherapie einzuleiten.

(Da die Krankheitssymtome unspezifisch sind und mit denen der Babesiose und Ehrlichiose evtl. ähnlich
verlaufen können, ist es ratsam, gleichzeitig einen Erregernachweis auf Ehrlichiose, sowie Babesiose
mitbestimmen zu lassen.)

EIn Negativer Test gibt leider keine generelle Sicherheit. Der Hund kann erst kurz vorher von einer Mücke gestochenworden sein und dann zeigt sich die Infektion noch nicht im Test. Ausserdem sind Leishmaniose-Infektionen manchmal nur nach Jahren nachweisbar.

 

   
 

Prophylaxe:
Spezielle Mittel vom Tierarzt (Halsband, Spot on) schützen wirksam vor der Sandmücke und anderen Parasiten im Urlaub. Bei Reisen in Mittelmeerländer sollte man zum Schutz des Hundes ca. 2 Wochen vor Reisebeginn beginnen, damit sich der Wirkstoff über den Körper verteilt. Zusätzlich sollte der Hund nicht draussen schlafen und Abends eher im Haus bleiben.

Es kommt vor, dass Hunde resistent sind.Das bedeutet die Hunder Erkarnken nie an Leishmaniose. Diese Resistenz ist wahrscheinlich genetisch bedingt. Man kann dann evtl einen Antikörpertiter in einem Test nachweisen, aber es besteht trotzdem keine Leishmaniose. Auch Leishmaniose-positive Hunde können sehr alt werden, wenn die Lebensqualität stimmt.

   
 
 
 

Mehr zu Borreliose:
Krankheitsverlauf Borreliose :
Die Krankheit kann in verschiedenen Stufen (Stadien) ablaufen.

Stadium 1:
Es kann an der Zeckenstichstelle lokaler Hautausschlag (Erythema migrans) auftreten, was aber nur bei ca. 50% der Erkrankten der Fall ist. Gleichzeitig kann der Patient an grippeähnliche Beschwerden leiden. Leider wird die Krankheit zu diesem Zeitpunkt beim Hund nur sehr selten diagnostiziert.

Stadium 2:
Gelangen die Erreger von der Haut ins Blut, dann können sie über die Blutbahn im ganzen Körper streuen und im Prinzip in alle Organe eindringen. Es gibt aber vorlieben:Gelenke und deren Umgebung ,Nervensystem, Herz, Haut

Wenn im Stadium 2 rechtzeitig mit Antibiotika behandelt wird, können bleibende Schäden vermieden werden.

Stadium 3:
Wenn im Stadium 2 nicht rechtzeitig eine Heilung zustande kommt, so können bleibende Organschäden entstehen, die dann trotz Therapie nicht geheilt werden können. Es entstehen an den Gelenken z. B. Arthrosen oder an den Nerven chronische Funktionsstörungen.

Begleitbeschwerden:
Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphdrüsen, Rücken- Brust- oder Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust, Halsbeschwerden, Husten, Augenprobleme, Übelkeit, Erbrechen, Missempfindungen und Schmerzen an Armen/Beinen, Herzklopfen, Schwindel, psychische Veränderungen.

Diese oben genannten Beschwerden passen natürlich auf eine grosse Anzahl von Krankheiten, und dürfen nicht immer der Borreliose zugeschrieben werden. Ausserdem ist es für den Arzt nicht einfach diese Beschwerden mit dieser so tückischen Krankheit in Verbindung zu bringen.

Diagnose:
Mit speziellen Blutuntersuchungen kann die Borreliosekrankheit nachgewiesen werden. Aber auch das ist nicht ganz so einfach und manchmal fragwürdig. Es gibt mehrere Testverfahren (Antikörpertest, Western Blot, Hirnflüssigkeit <Liquor>, Gelenkflüssigkeit), um Borreliose nachzuweisen. Diese Tests haben eines gemeinsam: Es können nur die Antikörper, die das Imunsystem bildet, nachgewiesen werden, nicht aber die Bakterien selbst. Mit Hilfe der Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) können Zellkernbestandteile des Bakteriums (DNS) nachgewiesen werden. Dieser Test erfolgt sinnvoller weise aus dem Morgenurin (dadurch kann die Treffsicherheit erhöht werden), kann aber auch aus Liquor oder Gelenkflüssigkeit durchgeführt werden.


Behandlung:
Das Wichtigste ist einen Arzt zu finden, der mit Borreliose Erfahrung hat oder sich zumindest gut damit auskennt. Leider wissen selbst heute noch viele Ärzte fast nichts über diese häufig vorkommende Krankheit.
Ist Lyme-Borreliose diagnostiziert, kann eine Behandlung mit Antibiotika erfolgen. Die Verabreichungsform und Länge der Therapie richtet sich nach dem Stadium der Krankheit. Für die Therapie stehen verschiedene Antibiotika zur Verfügung. Man muss bei dieser Kranhkeit grosse Geduld aufbringen, denn der Heilprozess kann viele Monate dauern. Nach einer durchgemachten Borreliose besteht keine Immunität.


Vorsichtsmassnahmen und Schutz:
Zecken kann man nicht generell aus dem Wege gehen. Vielmehr muss man sich der Gefahr bewusst sein, um bei Beschwerden entsprechend schnell zu reagieren.
Mit der richtigen Kleidung die Gefahr eines Zeckenstiches beim Menschen reduziert werden.
Nach einem Zeckenstich:
Die Zecke sollte möglichst rasch entfernt werden, denn mit der Länge des Blutsaugens nimmt die Gefahr der Erregerübertragung zu.

Zecke so schnell wie möglich entfernen:
Zecke mit einer Pinzette möglichst hautnah fassen, und durch geraden, gleichmässigen Zug langsam herausziehen Hauteinstichstelle wenn möglich nachher desinfizieren.

Zeckenstich beobachten, ob die nächsten Wochen oder Monate Beschwerden wie grippale Symptome, Kopfschmerzen, Hautveränderungen,
Gelenkbeschwerden oder Störungen des Nervensystems auftreten.