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"Die
Zuchtauswahl"
Klar jeder, der einen Hund hat, möchte Nachwuchs haben, ist doch
der eigene Hund das Beste auf Erden. Als verantwortungsvoller Züchter
- und das sind Sie auch wenn sie nur einen einzigen Wurf machen möchten,
sollten sie sich einige Gedanken mehr zu ihrem Hund machen:
Ist er/sie wirklich
für eine Zucht geeignet?
Wie sehen denn die
Knochen aus?
Und die Organe?
Ist er/sie wirklich
gesund?
Gibt es mögliche
Erbkrankheiten die sie abklären sollten? (Nicht nur Rassehunde, auch
Mischlinge bringen Probleme in ihren Genen mit in die Zucht ein. Letztendlich
sind auch sie aus Rassehunden entstanden.)
Ist es ein charakterlich
einwandfreier Hund oder haben Sie sich nur mit den Marotten angefreundet?
Und zuletzt: Haben
Sie den passenden Partner, der selbst gesund ist und charakterstarkt?
Das sind nur einige
der Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie in Erwägung ziehen,
Ihre Hündin oder Ihren Rüden decken lassen zu wollen.
Ich will hier die
"professionellen" Züchter keinesfalls ausnehmen, auch sie
müssen sich wirklich Gedanken machen , ob aus der gewählten
Zuchtverbindung auch ein gute Ergebniss hervorgeht.
"Auf Kosten der Mutter"
Die gesundheitlichen Risiken für das Muttertier werden oft Ignoriert:
Klar, Welpen bekommen ist natürlich. Aber auch in der Natur kann
es Probleme bei Geburten geben und an den Folgen sterben die Welpen und
auch das Muttertier.Das Gesetz der natürlichen Auslese erhält
die Art gesund. Die degenerierten Rasseverhältnisse haben manchmal
ungünstige Auswirkungen auf die Trächtigkeit und die Geburt.
Es gibt Rassen, die können nur mit Hilfe gebären, zum Beispiel
dass die Welpen per Kaiserschnitt auf die Welt befördert werden.
Es ist unverantwortlich, wenn man davon ausgeht das alles reibungslos
klappt.Da wären wir schon beim nächsten Punkt:
"Geld Geld Geld"
Dann die finanzielle Seite. Hmm... , ja o.k. sie können Geld für
die Welpen verlangen, aber haben Sie schon mal überlegt was es kostet,
die Kleinen aufzuziehen? Ich habe mal eine Kostenaufstellung für
Sie gemacht ( keinbe Vollständigkeitsgarantie)
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| Berechnet für Hündin ( 30kg) und 6 Welpen |
Standartkosten |
Sonderaufwendungen |
| Vorbereitungen der Wurfkiste |
ca.20.-€ |
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| Untersuchungskosten der Hündin in der Trächtigkeit
( 2Untersuchungen) |
ca.26.-€ |
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| Vorbehandlung der Hündin mit Wurmmitteln,( 2x) |
ca.26,-€ |
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| Hochwertiges Futter während der Trächtigkeit
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ca.100,-€ |
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| Evtl. Geburtshilfe ( Kaiserschnitt) |
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ca. 350,-€ |
| Untersuchen der Welpen beim Tierarzt, |
ca.35,-€
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| Entwurmen Welpen ( alle 2 Wochen) |
ca.20,-€ |
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| Impfen,( 6 Welpen) |
ca.216.-€ |
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Zeitungsanzeigen
zur Welpenvermitlung ( einmalig)
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ca.20.-€ |
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| Zufüttern von Welpenfutter |
ca.100,-€ |
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| Durchfallerkrankung aller Welpen |
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ca. 120,-€ |
| ENDSUMME |
ca. 563.-€ |
ca. 470.-€ Zusätzlich |
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Hier können Sie einfügen was Sie an Stundenlohn und energieaufwand
berechenen Niedrig kalkuliert:
Wurfkiste Säubern 2x tägl 30 min (= 56 h)
Täglich Liegeunterlagen reinigen
Wärmelampe
Welpentraining ab der 3 Woche täglich 1 h ( =56h)
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"Ist ja alles übertrieben"
Ich übertreibe hier nicht. Und ich will Ihnen auch keine Angst machen.
Wenn ich DAS tun
wollte, würde ich Ihnen von meiner Jahrelangen erfahrung mit Hobbyzüchtern
berichten
Dann würde
ich anfangen und Fragen ob Sie sich bewusst sind wieviel DRECK und Arbeit,
die Welpen machen
Ich würde erzählen,
dass JEDE Trächtigkeit zu lasten der Mutterhündin geht, die
naturgemäs alle Lebenenergie in den Nachwuchs investiert. Ihre Hündin
verändert sich Körperlich.
Ich würde klarmachen,
das die Hündin ernsthaft erkranken kann wenn sie nicht Topfit in
die Trächtigkeit geht und optimal versorgt wird während der
Trage und Säugezeit und noch einige Wochen danach.
Ich würde ansprechen,
das man bei zu vielen Welpen eine Amme finden muss oder sich selbst um
die Welpen kümmern muss ( alle 2 h Tag und Nacht) damit die Hündin
nicht völlig ausgezehrt ist wenn die Welpen im Abgabealter sind.
Ich würde anmerken,
dass Welpen Krankheiten haben können, die innerhalb weniger Tage
zum Tod führen wenn sie unerkannt bleiben.
Ich würde
bemerken, dass Sie mit den Kleinen ab der 3. Woche täglich etwas
unternehmen müssen, um die Welpen auf die Umwelt Vorzubereiten,
Ich würde erwähnen,
dass plötzlich keiner die Welpen will, auch wenn Sie noch vor dem
Deckakt 10 Personen hatten die "auf jeden Fall" einen Welpen
wollten.
Ich würde beschreiben,
wie Sie sich vornehmen, sorgfältig auszuwählen, wo die Welpen
hinkommen sollten, um dann später froh zu sein, wenn überhaupt
jemand die kleinen Süßen mitnimmt, vom großen Geld ganz
zu schweigen.
Zu guter Letzt würde
ich erzählen von den 4 Monate alten Junghunden, die Sie zurückbekommen
oder im Tierheim wiederfinden weil die Besitzer keine Lust mehr auf den
Hund haben.Meist völlig verzogen.
Ja, das würde
ich alles sagen, wenn ich Ihnen Angst machen wollte, das wäre zwar
ein wenig Schwarz gemalt und wird Ihnen auch hoffentlich nicht alles aufeinmal
passieren, aber nichts davon ist erfunden und kam mehrmals in meinem Umfeld
vor.
Fazit
1.
Es gibt zu viele Hunde! Man sollte sich gut überlegen, ob man noch
mehr davon produzieren will auch wenn der eigene ein Prachtexemplar ist,
vielleicht ist er das nur weil sie ihn so gut erzogen haben.
2. Unkastrierte Hündinnen, die unregelmäßig
läufig werden, oder nach der Läufigkeit scheinträchtig
werden, können bösartigen Brustkrebs bekommen. Eine Kastration
vor der ersten oder spätestens nach der ersten Läufigkeit schützt
vor Brustkrebs nahezu 100 %. Die Gebärmuttervereiterung ist eine
häufige Todesursache bei Hündinnen, wenn sie nicht erkannt wird.
3. Hauptrisiken der Kastration liegen
in der Narkose und der Möglichkeit des Harntröpfelns. Eine Überwachung
des Gewichtes und eine bedarfsgerechte Ernährung sind nicht sehr
schwer.
4. Kastrierte Tiere UND deren Besitzer
haben mehr Freiheiten, weil sie als Hündinnenbesitzer nicht 2 Mal
im Jahr für 4 Wochen von Rüden belästigt werden. Bzw. als
Rüdenbesitzer nicht bei jeder läufigen Hündin in der Strasse
einen Liebeskranken Romeo in der Wohnung haben.
5. Ein unkastrierter Hund leidet wenn
er "Will" und nicht "Darf".
6. Rüden haben im Alter oft Probleme
mit der Prostata, diese ergeben sich nicht nach einer Kastration.
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