|
Scheinträchtigkeit
Frage:
Was passiert, wenn mein Hund Scheinträchtig ist? Was kann ich tun?
Antwort:
Insbesondere kleine Hunde und Hunde mit Beschäftigungsmangel neigen
während der Scheinträchtigkeit zu Aggressivität und Verteidigung
von Spielzeug (auch gegenüber dem Besitzer), Nestbau und Unlust.
Durch Milchbildung und Besaugen der eigenen Zitzen besteht die Gefahr
einer Milchdrüsenentzündung. Neben medikamentöse Möglichkeiten
liegt der Hauptteil der Therapie in Ihren Händen. Bitte beachten
Sie in dieser Zeit Folgendes:· Entfernung sämtlicher Decken,
Tücher und als Spielzeug und Welpenersatz verwendeter Gegenstände.
· Ablenkung der Hündin durch Beschäftigung und vermehrtem
Auslauf. · Keine örtliche Behandlung des Gesäuges mit
Salben und kein "Ausmelken", da dies nur zu vermehrter Milchbildung
führt. · Keine extra Zuwendung sondern eher kühle Töne
anstimmen. Das ist zwar schwer, aber kann entscheidend sein. Zu überlegen
ist auf alle Fälle, ob Sie Ihre Hündin kastrieren lassen sollten.
Weitere Artikel dieser Seite zu diesem Thema: Die Hündin

PLE- Was ist das ?
Frage:
Mein Hund hat PLE, was ist das?
Antwort
:Synonyme der Krankheit sind: Eiweißverlust-Syndrom,
Gordon Syndrom, Eiweißverlierende Gastroenteropathie
PLE im engeren Sinne ist eine krankhafte Erweiterung der Lymphgefäße
(intestinale Lymphangiektasie) durch angeborene oder erworbene Fehlbildung
bzw. Verschluss des Lymphsystems (enteropathia Lymphangiectasia). So gelangt
proteinreiche Lymphflüssigkeit in den Darm. Dadurch entsteht ein
massiver Proteinverlust.
Eine Verminderung des Serumproteingehalts (Hypoproteinämie), hier
vor allem Albumin (Hypalbuminämie) aber auch Globulinen einschließlich
Immunglobulinen u. Lipoproteinen sowie anderen großmolekularen Serumbestandteilen,
macht Probleme. Der onkotische Druck nimmt ab, was eine Wasseranreicherung
im Zwischengewebe zur Folge hat (weitverbreitete Ödeme).
Der onkotischer Druck (oD, kolloidosmotischer Druck). Die Differenz aus
ihm und dem Druck in den Gefäßen bestimmt die Richtung des
Flüssigkeitsaustausches zwischen Gefäß und umgebendem
Gewebe. Der osmotische Druck einer wässrigen Lösung wird im
Wesentlichen durch die Albuminkonzentration bestimmt. In arteriellen Kapillaren
ist der hydrostatische Druck größer als der oD des Plasmas
(Auswärtsfiltration). In den venösen Kapillaren ist der oD durch
den Austritt von Wasser angestiegen und höher als der abgefallene
hydrostatische Druck (Einwärtsfiltration) 90 % der auswärts
fließenden Flüssigkeit werden so wieder resorbiert (ca. 20
l pro Tag!) Störungen ergeben Ödeme.
Die Ursachen der PLE sind nicht eindeutig. Der Mechanismus noch unbekannt.
Vermutet wird, dass ein gestörter Lymphabfluss oder vermehrte Lymphbildung
zu Grunde liegt. Es gibt bei der PLE kein einheitliches Krankheitsbild,
sondern die Komplikation vieler Erkrankungen mit unterschiedlicher Ursache
und Lokalisation.
Symptome: Chronische immer wiederkehrende Durchfälle von wässriger
bis sämiger Konsistenz, Gewichtsverlust, Ödembildung, Hypalbuminämie,
verminderte oder fehlende Magensaftsekretion, Hydrothorax.
Andere zu Gründe liegende Krankheiten: Exzessiver Verlust von Protein
in das Darmlumen kann auch entstehen aus einem erhöhten Zentralvenendruck
durch einen Herzfehler (speziell Entzündung des Herzbeutels mit zusätzlichen
Kalkeinlagerungen = Pericarditis construktiva).
Nachweis: durch verschiedene Methoden mit radioaktiv markierten Makromolekülen,
die in die Blutbahn injiziert werden.
Familiäre Prädispositionen (kein Anspruch auf Vollständigkeit):
Lundenhund, Basenji ,Yorkshire Terrier.
Therapie: Diät (Reis + fettfreier Hüttenkäse mit MCT Öl
als Kalorienquelle und Vitaminzusätze). Corticosteroide und Antibiose
je nach Fall.
Prognose: Die Behandlung kann oft die Erkrankungserscheinungen kontrollieren,
einen Proteinausgleich wiederherstellen und die Ergüsse für
einige Monate eliminieren. Einige Tiere jedoch reagieren nicht und unterliegen
letztendlich dem starken Proteinverlust.

Zwingervorschriften
Frage:
Können Sie mir vielleicht noch etwas über einen Zwinger erzählen?
Meine Wohnung liegt über drei Garagen, schön abgelegen mit einem
Garten davor, und in einer dieser Garagen, mit Blick auf den Garten, könnte
ich mir so etwas wie einen Zwinger einrichten. Worauf muss ich besonders
achten?
Antwort:
Ein Zwinger hat eine genaue Größenvorschrift.
Auch wenn der Hund regelmäßig Auslauf hat, muss der Zwinger
laut Tierschutzgesetz je nach Schulterhöhe des Hundes über mind.
8 m² verfügen, der Platz für die Hütte nicht mit eingerechnet.
Dass er überdacht sein muss und im Schatten platziert sein sollte,
ist Ihnen bestimmt klar!Es gibt da ganz tolle vorgefertigte Zwinger, die
von Firmen aufbaufertig geliefert werden. Aber auch wenn Sie am Schluss
alles selber bauen, ist es nicht schlecht, sich anhand von Prospekten
vorher informiert zu haben, wie ein Zwinger professionell gestaltet werden
kann.Sollten Sie wirklich in der Garage einen Zwinger einrichten wollen,
dann gehen Sie bitte vorher unbedingt einmal hinein und schließen
das Garagentor. Wie hell ist es dann noch? Könnten Sie dort Zeitung
lesen? Klar Ihr Hund wird keine Zeitungen durchblättern, aber das
ist eine Richtlinie ob genug Licht da ist. Überlegen Sie mal, wie
unangenehm es ist, aus dem Dunklen ins Helle zu gehen. Genug Licht? Alles
klar!Toll wäre aber trotzdem, wenn Sie statt dem Garagentor eine
normale Gittertür einbauen könnten, damit der Hund schön
"rauskucken" kann.Wie sieht´s aus mit Ölflecken und
Benzin? Das tut auf Dauer den Füßen nicht gut.Da hilft nur
eine Putzaktion mit geeignetem Reiniger oder ein großer Teppichboden.Dann
wäre da noch das Einleben in die neue "Eigentumswohnung".
Ganz vorbildlich wäre, wenn Sie mit ihm einziehen könnten und
die ersten Nächte dort verbringen würden. So könnten Sie
ihn langsam mit Kuscheldecke an den neuen Platz gewöhnen und er hätte
keine Angst, wenn Sie ihn alleine lassen.

Wo gibt es Hundeschulen
Frage:
Können Sie mir einen Trainingsplatz in
meiner Region empfehlen?
Antwort:
Leider weiß ich keinen Hundeplatz oder
eine Hundeschule in Ihrer Region. Ich kann Ihnen aber ein paar Tipps geben,
wie Sie eine solche Einrichtung finden.
Rassevereine wie z.B. der SV, ( Verein für Dt. Schäferhunde),
sind mit vielen Hundeplätze in Deutschland vertreten, es gibt auch
Boxer-, Dobermann, Airedale-,Pinscher und Schnauzer-, Doggen-,...Vereine.
Nicht immer sind in solchen Rassevereinen nur die eigenen Rassen Wilkommmen.
Beim SV zum Beispiel gibt es Trainingsgruppen, die auch mit anderen Rassen
trainieren. Fragen Sie nach dem "Augsburger Modell". Wenn also
ein Rasseverein in Ihrer Nähe ist, Sie aber einen Mischling haben
gehen Sie ruhig Trozdem mal hin zum Schnuppern.
Allgemeine Hundevereine: Sind zugänglich
für alle Rassen.
Hundeschulen sind privat organisierte Trainingsmöglichkeiten. In
denen ohne Wettkampfhintergrund gearbeitet wird.
Wie kommen Sie aber nun an die Adressen der
Vereine? Schauen Sie beim Tierarzt, im Tierheim am schwarzen Brett nach
oder fragen Sie im Tierbedarfshandel nach. Hundebesitzer mit auffällig
folgsamen Hunden sind manchmal eine gute Info. Das gute alte Telefonbuch
leistet auch immer noch gute Dienste. Schauen Sie unter: Verein der Hundefreunde...
VdH... Gebrauchshundeverein... GSV...Polizeihundeverein...PHV... Hundesportverein...HSV...
Nehmen Sie sich Zeit, verschiedene Institutionen
zu testen. Es ist nicht immer gut, gleich von Anfang an nur in einer Schule
zu bleiben. Dazu sollten Sie zuerst die Trainingszeiten wissen. In der
Regel sind diese am Samstag und Sonntag, meist auch noch an einem Wochentag.
Fahren Sie einfach mal hin. Keine Angst, Hundebesitzer sind nette Leute!
:-) Und sollte Ihnen der Platz nicht zusagen, dann können Sie diesen
gleich mal von der Liste streichen. In einer Hundeschule sind die Termine
unterschiedlich. Meist können Sie zu einem "Schnuppertraining"
kommen und alles anschauen. Wollen Sie aber eine Beratung, sollten Sie
schon einen Termin vereinbaren.

Wie wähle ich eine gute Hundeschule aus
Frage:
Woran erkenne ich eine gute Hundeschule?
Antwort:
Es gibt leider nicht viele gute Möglichkeiten
seinen Hund auszubilden. Hundeplätze sind zur sportlichen Ausbildung
des Hundes und zum Training für Wettkämpfe, Hundeschulen sind
eher Familienorientiert in der Ausbildung. Beides gibt es wie Sand am
Meer.. Aber Vorsicht, "Prüfsiegel", der Organisationen
halten bei näherem Betrachten nicht immer Stand. Egal ob es ein Rasseverein,
allgemeiner Hundeplatz oder HundeTrainingscenter ist, nicht alles ist
Gold, was an der Vereinsheimwand an Pokalen glänzt.Desshalb ist es
besser Sie sind kritisch bei der Auswahl.
Es gibt in
Deutschland im Moment nur eine staatlich anerkannte Möglichkeit,
einen solchen Beruf zu erlernen; die Zusatzbezeichnung Tierverhaltenstherapie
oder der Fachtierarzt für Verhaltenskunde. Beide sind nur zu erlangen,
wenn das Studium der Tiermedizin vorangegangen ist. Bezeichnungen wie:
Hundetrainer, Hundeausbilder, Sachverständiger, Kynologe, Kynopädagoge,
Hundepsychologe, Tierlehrer... Sind keine geschützten Begriffe
Auf folgende Dinge sollten Sie beim Besuch eines Trainingsgeländes
achten: Zuerst betrachten Sie alles von Außen: das Gelände,
die Art, wie die Leute Ihre Hunde aus dem Auto holen, was steht alles
auf dem evtl. vorhandenem schwarzem Brett
Schauen Sie sich den Übungsbetrieb
und vor allem die Ausbilder genau an! Wie geht man mit den Hunden um?
Wie geht man mit den Besitzern um? Sind die Ausbilder für Fragen
nach der Ausbildung zugänglich? Wie arbeiten sie mit ihren eigenen
Hunden? Auswerten können Sie das selbst am besten so: Was Ihnen nicht
gefallen hat und Ihnen auch keiner erklären kann, so dass Sie es
verstehen, ist auch meist nicht gut. Wenn Sie merken, dass der Ausbilder
nicht erklären kann, weshalb bei einem Hund eine spezielle Methode
angewendet wird, sollten Sie aufmerken. "Der braucht das halt!"
ist KEINE Erklärung! Fordern Sie eine schlüssige Erklärung.
Wollen Sie Ihren Hund selbst ausbilden? Dann können Sie telefonisch
schon einige Hundeschulen ausklammern. Es gibt Hundeschulen, die nur die
Hunde und nicht die Besitzer ausbilden. Wenn eine oder mehrere der nachfolgenden
Fragen mit "nein" beantwortet werden, sollten Sie sich nach
etwas anderem umsehen:Ist es möglich, ein Probetraining ohne Vertragsbindung
zu absolvieren? Kann man die /das Gelände besichtigen? Wird Einzelunterricht
angeboten? Gibt es theoretischen Unterricht für Hundebesitzer bzw.
eine Einweisung in die Methodik der Ausbildung? Ist für einen Hund
auch ein Ausbilder zuständig? Gibt es altersgerechte Spielgruppen
bei den Junghunden? Ihnenfallen bestimmt noch mehr gute Fragen ein.Sie
werden sehen, in der Regel trennt sich schnell die Spreu vom Weizen.

Aggression gegen Kinder
Frage:
Mein Hund ist nicht kinderfreundlich und hat
schon versucht zu beißen. Was sollen wir tun?
Antwort:
Aggressivität gegenüber Kindern ist nicht immer einfach
zu definieren. Kinder machen viele Dinge, die ein Hund in seinem Verhaltensmuster
als gefährlich oder bedrohlich einordnet. Je nach Hundecharakter
und Sozialisierung kann es zu Problemen kommen.
Der Hund ermittelt den Grund einer Annäherung anhand der Körpersprache
des Gegenübers. Ein Beispiel, um das zu verdeutlichen: Ein Mensch,
egal ob klein oder groß, geht auf einen Hund zu, um ihn zu streicheln.
Hat der Hund im Welpenalter nicht gelernt, mit solchen Situationen umzugehen,
wird er die Situation nach "Hunderegeln" einschätzen. Aus
welchem Grund würde "Hund" auf einen anderen Hund zu gehen?
1. zum Spielen oder zur Geruchskontrolle 2. zum Angreifen oder Imponieren
Sieht es mehr nach Spiel aus, dann kann es sein, der Hund springt der
Person freudig entgegen, rennt weg, hüpft an ihr hoch oder reagiert
nicht auf die vermeintliche Aufforderung. Fühlt er sich jedoch angegriffen,
hat er 3 Möglichkeiten zu reagieren: 1. Kommunikation: a.) Der Dialog,
hier wird er anhand seiner Körpersprache zum Ausdruck bringen, wie
er sich fühlt. b.) Hierarchie, sie ist innerhalb eines Rudels festgelegt
und bestimmt die Privilegien. 2. Meideverhalten: Das heißt, er wird
versuchen die Situation zu vermeiden und ausweichen oder weggehen. 3.
Offensives Verhalten / aggressives Verhalten: Je nach individueller Einschätzung
der Situation sieht der Hund die Notwendigkeit mit offensiven Verhaltensweisen
klarzustellen, dass er die Situation als gefährlich für seine
Unversehrtheit einschätzt.Die im Hund ablaufende Abschätzung,
ob es sich lohnt einen Konflikt einzugehen, hängt von verschiedenen
Faktoren ab. Neben der Ausdrucksweise und der Rangposition ist auch die
Körpergröße und somit Kraft des Gegenübers ein Faktor.
Ist der "Gegner" ein Kind, liegt es nahe, dass der Hund sich
überlegen fühlt .
Passieren öfter unangenehme Begegnungen mit einer bestimmten Art
Mensch (Kinder), lernt der Hund ein Muster, sich in solchen Situationen
zu verhalten. Brachte es Erfolg ein (er wird in Ruhe gelassen), sich mit
Knurren und Bellen zu behaupten, wird sich dies auch als Muster festigen.
Es kann sogar soweit kommen, dass er schon bellt, wenn ein Kind nur denselben
Raum betritt. Das Verhalten verselbständigt sich.
Ein anderes Hund/Kind-Problem ist, dass in jedem Hund mehr oder weniger
ausgebildete Beutefangverhalten. Einem Verletzten ist es relativ egal,
warum der Hund zugebissen hat, aber als Besitzer können Sie sich
besser auf solche Situationen einstellen, wenn Sie die Grundlagen wissen.
Alles was sich schnell bewegt, ist für den Hund interessant oder
sogar faszinierend. Oft geschieht das mit Joggern oder Fahrradfahrern.
Es ist selten der Fall, dass der Hund absichtlich provoziert wurde, allein
das sich entfernende und bewegende Objekt (Junge auf dem Fahrrad) hat
den Hund in seinem Jagdverhalten angesprochen und zum hinterher Rennen
veranlasst.
Leider gibt es soviel, das ein Hund nicht einordnen kann und das er erst
lernen muss, um unsere oft völlig gegensätzlichen Reaktionen
zu verstehen. Z.B. LACHEN: Wir zeigen die Zähne und haben gute Laune???
Um einen "kindersicheren" Hund zu haben, muss er als Welpe viele
Begegnungen mit Kindern haben. Wurde dies verpasst, kann eine desensibilisierende
Verhaltenstherapie mit entsprechendem Trainingsplan die Situation entspannen.

Baby akzeptieren
Frage:
Wir erwarten ein Baby, was sollen wir tun damit der Hund es akzeptiert?
Antwort:
Gerade wenn das Baby kommt oder schon da ist, ist es wichtig,
dass der Hund von Anfang an mit eingeschlossen in den Babyalltag ist.Sie
sollten im Vorab eine genaue Einschätzung Ihres Hundes in Bezug auf
die offensiven Verhaltensweisen gegenüber Kinder machen. Wenn bereits
Unfälle mit Kindern zu verzeichnen sind, sollten Sie eine Analyse
der Beißunfälle betreiben und rechtzeitig eine Verhaltensmodifikation
unter Anleitung anstreben.Hat Ihr Hund keinerlei Probleme mit Kindern,
können Sie wie folgt vorgehen:Sinnvoll ist es ihm (wenn der Säugling
noch nicht angekommen ist) vom Krankenhaus benützte Windeln mitzubringen
und evtl. auch an schmutziger Babykleidung riechen zu lassen, so dass
er erst einmal den Geruch des neuen Mitbewohners kennen lernt. Lassen
Sie ihn dann das Kinderzimmer genau kontrollieren. Eine gute Idee ist
es, eine gebrauchte Windel im Kinderbett "übernachten"
zu lassen. Wenn die/der Kleine ankommt, sollte die erste Begegnung ohne
Stress sein und am besten auf neutralem Terrain. Für Momente, in
denen der Hund mit dem zu erwartenden Baby Kontakt aufnimmt, sollten Sie
ruhige Augenblicke aussuchen oder sogar Arme und Beine des Babys erst
mal ruhig halten, so dass es keinen Grund gibt, den der Hund als bedrohlich
betrachtet.Lassen Sie ihn sooft wie nur möglich am Baby schnuffeln
und auch die Windeln begutachten (nicht zerreißen lassen!).Auf keinen
Fall sollten Sie ihn allein lassen mit dem Baby, nicht einmal für
2 Sekunden. Sie werden nach und nach merken, wenn er das Kleine als Rudelmitglied
akzeptiert. Aber gehen sie nicht davon aus, dass ein Hund ein Menschenkind
anders behandelt, als er einen Welpen behandeln würde. Ziehen Sie
ihn nie weg von dem Baby, rufen sie ihn weg oder geben Sie ihm ein Spielzeug
zum Beschäftigen, wenn er zu neugierig ist. Lassen Sie ihn an allem
teilhaben, was Sie mit dem Baby tun. "Wickeln" Sie Ihren Hund
doch auch mal, machen Sie auf jeden Fall das Gleiche mit ihm wie mit Ihrem
Baby, damit er kein Konkurrenzdenken entwickelt. Haben Sie vor, ihm das
eine oder andere Zimmer zu verbieten, dann machen Sie das schon vor der
Ankunft des Babys, sonst verbindet er gleich Negatives mit dem Neuankömmling.

Zahnpflege, Zahnstein, Zahnabsplitterung
Frage:
Gibt es für Hunde eine spezielle Zahnpflege?
Antwort:
Es gibt schon Einiges, was man tun kann, um Hundezähne zu
pflegen. Abgesehen von medizinischen Problemen, die spezielle Behandlungen
erfordern, ist eine vorbeugende Pflege der Zähne auch beim Hund anzuraten.
Vorbeugemaßnahmen zur Erhaltung von gesunden Zähnen: - Lassen
Sie den Hund nicht mit Steinen spielen. Steine verursachen oft Schmelzabsplitterungen
oder brechen sogar Zähne ab. - Wenn Ihr Hund intensiv mit anderen
Hunden spielt, sollten Sie die Halsbänder abnehmen, denn es kann
passieren, dass ein Hund mit seinem Zahn beim anderen hängen bleibt
und so den Zahn teilweise oder ganz verliert. - Schokolade und andere
Süßigkeiten sollten Sie dem Hund vorenthalten. - Trockenfutter
kann aufgeweicht oder trocken verfüttert werden. Füttern Sie
es weich, sollten Sie dem Hund zusätzlich harte Kekse oder Kauknochen
geben, damit die Zähne mechanisch belastet werden.Zähne Putzen
& Mundgeruch: Zur Vorbeugung von Zahnstein und die sich daraus ergebenden
Probleme sollte man ab und zu Dinge füttern, die das Gebiss mechanisch
beanspruchen und den Speichelfluss erhöhen. Zu diesem Zweck gibt
es Kauknochen und Kekse, aber auch rohe Karotten leisten gute Dienste.
Einige Firmen haben noch spezielle Enzyme in Ihren Kaustreifen, damit
die Zahnsteinbildung verringert wird, was von Vorteil ist. Es gibt Zahnbürsten
für den Hund. Die Anwendung setzt aber voraus, dass sich der Hund
den Fang öffnen lässt und still hält. Das sollten Sie schon
mit Ihrem Welpen üben. Verwenden Sie niemals die normale Menschenzahnpasta!
Der Hund schluckt einen Teil der Paste ab, dass kann zu Magen/Darm-Problemen
führen! Außerdem schmeckt die Menschanzahnpasta für einen
Hund fürchterlich und der Hund wird sich gegen das Zähneputzen
wehren. Es gibt spezielle Hundezahnpasta mit verschiedenen Geschmacksrichtungen.Anhaltender
Mundgeruch kann noch verschiedene andere Gründe haben. Lassen Sie
von Ihrem Tierarzt die Ursachen abklären.Zahnstein:Ein roter Saum
am Zahnfleisch bedeutet, dass es entzündet ist, was oft durch Zahnstein
verursacht wird. Ist viel Zahnstein zu erkennen, besteht die Gefahr, die
Zähne zu verlieren. Die Entzündungen im Maulbereich ermöglichen,
dass Keime ins Blut übertreten. Somit wirkt sich der Zahnstein auch
auf die Organe aus, speziell Herz und Nieren können geschädigt
werden. Erkennen Sie braune, beige oder gelbe Beläge auf den Zähnen,
sollten Sie zum Tierarzt gehen und diese entfernen lassen. Das geschieht
in Narkose mit Ultraschall. Schmelzabsplitterung: Wenn Zähne abgesplittert
sind oder sogar scharfe Kanten haben, sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen.
Kann der Zahnrest verbleiben, empfiehlt sich die auch für Menschen
verwendete Flourpaste aufzutragen.Altersbedingte Zahnhöhlenöffnung
(Pulpaöffnung):Wenn die vorderen Zähne im Lauf der Jahre rote
Pünktchen in der Mitte bekommen, so ist die Zahnhöhle eröffnet.
Das ist nicht weiter schlimm, denn es bildet sich bei diesen langsamen
Abnutzungsprozessen ein "Notdentin", das die Höhle wieder
schließt. Zahn bricht ab durch Unfall:Wenn plötzlich die Zahnhöhle
eröffnet wird, sollte man den Tierarzt aufsuchen. Er entscheidet
dann, ob es evtl. besser ist, den Zahn zu ziehen, denn es besteht die
Gefahr einer Fistelbildung, wenn Erreger eindringen. Im schlimmsten Fall
kann solch eine Zahnfistel durch die Schädel- oder Kieferdecke dringen.

Beißhemmung
Frage:
Was ist die so genannte Beißhemmung?
Antwort:
Im Wolfsrudel oder in der Hundemeute dürfen junge Welpen
fast alles. Im Spiel beißen sie ihre Mutter, Geschwister und andere
Rudelmitglieder in Ohren, Lefzen und Schwänze und gehen dabei teilweise
ziemlich rabiat vor. Je älter die Welpen jedoch werden, desto intoleranter
werden die anderen Rudelmitglieder gegenüber diesen spielerischen
Angriffen. Mit ca. 18 Wochen haben sie den Welpen eine natürliche
Beißhemmung anerzogen. Ohne diese Beißhemmung wäre ein
überleben in der Natur unmöglich, da jede kleine Auseinandersetzung
zu schweren Verletzungen führen würde. Wird ein Welpe mit 8,
10 oder 12 Wochen von der Mutter entfernt und in eine menschliche Familie
aufgenommen, so ist dieser Lernprozess noch nicht abgeschlossen. Die Familie
muss da weitermachen, wo die Mutter aufgehört hat.Training der Beißhemmung:
Wenn Ihr Kleiner Sie mit seinen Zähnen unangenehm berührt, dann
geben Sie ein kurzes schrilles "Au" von sich und brechen für
mindestens 15 Sekunden jede Interaktion mit dem Welpen ab. Ignorieren
Sie ihn völlig. Danach können Sie weiterspielen.

Stubenrein
Frage:
Jede Nacht macht mein Welpe 2 Haufen in die Wohnung. Was kann
ich tun?
Antwort:
Abgesehen von Verhaltensstörungen gibt viele andere Gründe
für häufiges Koten bzw. Stubenunreinheit.Würmer: Es ist
wichtig, die Kleinen regelmäßig zu entwurmen (alle 3 - 4 Wochen).
Fütterung: Verwenden Sie ein qualitativ hochwertiges Welpenfutter
in abgemessener Menge im Verhältnis zu seiner Rasse. Achten Sie auf
dem Alter angemessene Mengen von Kauknochen oder Leckerlies. Lieber vermeiden
Sie beides völlig, als dass Sie zu viel davon füttern.Krankheiten:
Ist die Hinterlassenschaft fest oder eher flüssig? Es gibt verschiedene
Ursachen für Durchfall beim Hund. Manche verursachen, dass der Hund
die Kontrolle über den Kotabsatz verliert.Merken Sie sich welche
Konsistenz der Kot hat, die Farbe und den Geruch. Am besten nehmen Sie
eine Probe davon zum Tierarzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.Gemütszustand:
Wenn der Hund nervös ist, schlägt das auf den Darm nieder. Ist
eigentlich nicht so schlimm, denn es legt sich wieder von ganz allein,
sobald der Störfaktor ausgeschaltet ist. Verringern Sie Stressoren,
die den Hund beunruhigen.Gassi-geh-Zeiten: Welpen "müssen"
öfter als erwachsene Hunde. Gehen Sie tagsüber alle 2 - 3 h
mit dem Hund auf die "Pipiwiese", dazu kommen noch weitere Male,
wenn er gespielt, gefressen oder getrunken hat.Verzögern der Zeiten
nachts:Damit Sie irgendwann mal wieder ruhig schlafen können, sollten
Sie Stück für Stück die Zeiten für´s nächtliche
Gassi gehen auf Ihren persönlichen Tagesrhythmus anpassen. Beginnen
Sie die ersten Nächte mit 4 h Abständen zwischen dem Gassi gehen.
Die Zeiten, die Ihnen gar nicht liegen, verschieben Sie nun im 20- 30
Minutentakt auf eine Ihnen angenehmere Zeit.Zum Beispiel: einige Tage
23:00 Uhr, 02:00Uhr, 06:00 Uhr
einige Tage: 23:00 Uhr, 02:30 Uhr,
6:30 Uhr
dann einige Tage: 23:00 Uhr, 03:00Uhr, 7:00 Uhr
.
dann 23:00 Uhr, 03:30 Uhr, 7:30 Uhr
Halten die Probleme mit dem Ausscheidungsverhalten
an, ist eine verhaltenstherapeutische Beratung empfehlenswert.

Hund und Katze
Frage:
Wie kann ich meinen neuen Hund (ca. 60 cm) am besten mit meinem
Kater, der sehr dominant Hunden gegenüber ist, bekannt machen????
Antwort:
Hund und Katze bekannt zu machen ist nicht immer ganz einfach.
Die Katze ist zwar gewichtstechnisch im Nachteil, aber die Krallen sind
nicht zu unterschätzen.Um das Ganze kontrolliert zu veranstalten,
sollten Sie den Hund UND die Katze anleinen. Ist die Mieze nicht an die
Leine gewöhnt, sollte sie evtl. in eine Transportbox gesetzt werden.
Die beiden sollen erst mal auf Distanz die Lage checken und entdecken,
dass es Vorteile hat, beieinander zu sein.Je nach Spannungslage können
Sie dann stundenweise die "Freundschaft" besiegeln.Bei überschäumendem
Temperament dauert es schon eine Weile, bis die beiden miteinander auskommen.Zurück
zum Anfang

Hundehaftpflichtversicherung
Frage:
Meine Hündin hat während einer Krankheit den Teppich
meiner gemieteten Wohnung ruiniert und nun frage ich mich, ob ich das
von der Versicherung erstattet bekomme.
Antwort:
Die normale Hundehaftpflichtversicherung zahlt nur, wenn Ihr Hund
Eigentum anderer Leute zerstört. Auf eigene Sachen muss man selbst
aufpassen.Im Versicherungsfall muss man immer erklären können,
dass man sein Möglichstes getan hat, um den Schaden zu vermeiden,
sprich: der Hund war nicht unbeaufsichtigt oder zumindest an der Leine
oder in einer Box zu dieser Zeit. Es kommt auf Ihre Versicherungsgesellschaft
an, ob die schriftliche Erklärung der Situation akzeptiert wird.

Ausbildung zum Hundeausbilder
Frage:
Ich interessiere mich für eine Ausbildung zum Hundtrainer.
Ich hoffe, Sie können mir da behilflich sein.
Antwort:
Viele Ausbilderkarrieren beginnen in einem Hundesportverein, in
einer Hundeschule, als Hundeführer bei der Polizei oder im BGS.Es
gibt in Deutschland im Moment nur eine staatlich anerkannte Möglichkeit,
einen solchen Beruf zu erlernen; die Zusatzbezeichnung Tierverhaltenstherapie
oder der Fachtierarzt für Verhaltenskunde. Beide sind nur zu erlangen,
wenn das Studium der Tiermedizin vorangegangen ist. Bezeichnungen wie:
Hundetrainer, Hundeausbilder, Sachverständiger, Kynologe, Kynopädagoge,
Hundepsychologe, Tierlehrer... sind keine geschützten BegriffeBei
der Suche nach dem richtigen Ausbildungsbetrieb sollten Sie also vorsichtig
sein und auf die Werte der zusätzlichen Qualifikationen achten.In
Österreich gibt es eine Ausbildung zum Trainer. Die Ausbildung unterteilt
sich in alle Bereiche der Ausbildung (Welpen, Begleithunde, Fährtensuche
etc... Seminare).Man benötigt allerdings, um nach den Seminaren zu
der Prüfung zum geprüften Ausbildungswart für Begleithunde
antreten zu können, einen Befähigungsnachweis, z.B. BGH II im
Leistungsheft. Es gibt Hundeschulen, die eigene Vereine gegründet
haben und innerhalb dieser Vereine Prüfungen zum Hundausbilder abnehmen.
Die Qualität dieser Prüfungen ist unterschiedlich.Innerhalb
des Hundesportverbandes gibt es ebenso Prüfungen, die ausbilderisches
Können abprüfen sollen. Leider verlangen sie viel nach Kenntnissen
der Vereinsstruktur und nur wenig nach praktischen Trainingsinhalten.Sie
müssen sich also selbst umsehen und vor allem gut selektieren, um
einen wirklich guten Ausbilder zu finden, um bei ihm in die "Lehre"
zu gehen. Weitere Artikel dieser Seite zu diesem Thema:Woran erkenne ich
einen guten Ausbilder?Was muss der Welpentrainer alles können?

Alter Hund
Frage:
Es gibt Medikamente, die älteren Hunden wieder mehr Auftrieb
geben sollen. Haben Sie Erfahrungen damit? Welche Art Medikamente sind
das? Wie wirken sie und helfen sie auch?
Antwort:
So pauschal kann man das nicht sagen, da müssten Sie schon
etwas mehr über Ihren Hund und seine speziellen Probleme erzählen.
Es gibt Präparate, die Bänder und Sehnen unterstützen;
es gibt Mittel um ein krankes Herz zu entlasten; es gibt Medikamente,
die die Verdauung regeln; es gibt Stoffe, die die Organfunktionen unterstützen.
Allgemein
gilt, dass eine optimale Ernährung und angepasste Bewegung wichtig
ist. Warnen möchte ich noch vor Schmerzmittelmissbrauch aus dem Humanbereich.
Sie können dem Hund extremen Schaden zufügen! Lassen Sie ihren
Hund vom Tierarzt untersuchen und beraten Sie mit ihm zusammen, wie Sie
Ihrem Liebling helfen möchten.

Artgerechte Hundehaltung
Frage:
Ich überlege schon seit längerem, mir einen Hund zuzulegen.
Selber aber bin ich oft nicht vor dem Nachmittag zuhause, da ich noch
studiere, und dies wohl auch noch ein paar Jährchen. Deswegen frage
ich mich, ob das für den Hund überhaupt "artgerecht"
wäre.
Antwort:
Zu diesem Thema gehen die Meinungen weit auseinander. Allem voran
möchte ich stellen, dass ein Hund dem Tierschutz gemäss artgerecht
gehalten werden sollte.Spaziergänge:Ein Hund hat das Bedürfnis
sich zu bewegen. Je nach Kondition und Alter des Hundes mind. 1 - 2 Stunden
pro Tag. Längere Spaziergänge sind wünschenswert. Plant
man Marathonläufe, sollte man sich eine entsprechende Läuferrasse
(z.B. Husky) zulegen. Will oder kann man nur kleinere Touren machen, sollte
man sich eine gemütlichere Rasse kaufen, die mit weniger Auslauf
auskommt.Alleinbleiben:Ein Hund schläft viel. Einige Stunden am Tag
sollte somit auch Zeit zum Ausruhen sein. Wenn man also einem Hund verständlich
machen kann, dass man nicht für immer geht, wenn man die Wohnung
verlässt, wird er diese Zeit zum Ausruhen nützen. Zum Alleinbleiben
kann auch ein gut eingezäunter Garten dienen.Mitnehmen:Für Hunde
ist Abwechslung gut, aber es sollte nicht ausarten. Ein Hund ist am liebsten
beim Rudel, aber das heißt nicht, dass er immer und überall
neben einem sitzen muss. Für sensible Hunde ist es sogar großer
Stress, immer überall dabei sein zu müssen, denn jeder Ortswechsel,
ich meine da auch Restaurant, Uni, Biergarten, Freunde besuchen... ist
für den Hund mit Stress verbunden. Diesen zu verarbeiten und mit
der neuen Situation klarzukommen ist je nach Hundecharakter anstrengend.Wie
in allem ist, das rechte Maß zu finden. Außerdem hat ein Hund
mehr davon, wenn "Frauchen" sich mit ihm beschäftigt, wenn
sie Zeit hat, anstatt im Biergarten unterm Tisch Zeit zu verbringen.Natürlich
gibt es auch unter den Hunden "Kneipengänger", die sich
überall wohl fühlen, aber generell gilt das nicht. Die AufzuchtDie
Welpenzeit ist allerdings grundlegend anders. Die ersten 1 1/2 Jahre sollte
man viel Zeit einrechnen, bis der kleine Fratz alleine zuhause bleibt,
ohne etwas anzustellen. Auch Restaurant und Besuche anderer Örtlichkeiten
sollten mit Welpen gemacht werden, damit er sich mit der Umwelt auseinandersetzt.Weitere
Artikel dieser Seite zu diesem Thema:Welpen

Dauerkläffer
Frage:
...haben wir von Nachbarn gehört, dass unser Hund in dieser
Zeit andauernd kläffen soll... Was kann man dagegen unternehmen?
Antwort
Erst mal sollten Sie versuchen zu ergründen, warum der Hund
bellt. Ist es wirklich grundlos oder wird er gestört (Klingel, Kinder,
Nachbarn, Kirchenglocke, Flugzeuge...). Dann ist es wichtig, dass keiner
Ihrer Nachbarn mit dem Hund spricht, wenn er bellt. Ist nämlich "nicht
allein sein wollen" der Grund, wird er immer weiter bellen, wenn
er erst mal merkt, dass er Ansprache bekommt.Eine paar Stunden sollte
ein erwachsener Hund leicht überbrücken können, vorausgesetzt
er hat es richtig gelernt.
Beginnen Sie mit dem Alleinlassen etappenweise:Finden Sie einen "
Ich komme gleich wieder"-Satz, den Sie immer im Training sagen. Lassen
Ihren Liebling zuerst nur für kurze Zeit allein und das auch nur
scheinbar. Das heisst, Sie verlassen zwar die Wohnung, aber nicht das
Haus.Sie können das Ganze auch erst mal mit einem Zimmer beginnen,
um nicht stundenlang im Hausflur warten zu müssen.So, ab jetzt ist
alles ganz einfach. Beginnen Sie mit nur wenigen Sekunden bis Minuten,
steigern Sie die Zeit Stück für Stück. Ist Hund für
einige Zeit anständig und wartet still, bis er wieder raus darf,
wird er gelobt. Ist Ihr Hund wirklich brav in der Zeit? Toll, dann auf
zum nächsten Schritt: Beginnen Sie das normale Ritual, wie wenn Sie
zur Arbeit gehen, selbe Uhrzeit, selbe Arbeitsabläufe, verlassen
Sie die Wohnung und kommen Sie nach nur wenigen Minuten zurück. War
er brav? Toll, dann wieder ein kleines Stückchen weiter.Die Wartezeit
können Sie anfangs nur langsam steigern, aber wenn Sie bei 10 Min.
angelangt sind, können Sie in 10 Min.-Schritten weitermachen.Geduld
ist wichtig! Denn überfordern Sie den Hund, dann kann es sein, dass
der Erfolg ausbleibt.In der Zeit, in der Sie nicht üben, aber trotzdem
den Hund alleine lassen müssen, gehen Sie ohne den "Ich komme
gleich wieder"-Satz. Besser noch ist natürlich, wenn Sie einen
Dogsitter anstellen, bis er gelernt hat, allein zu sein ohne zu bellen.Strafe:Es
hat keinen Sinn, den Hund zu strafen, wenn schon geschehen ist, was nicht
geschehen soll, das bringt nur einen Vertrauensbruch. Der Kleine kann
nicht verstehen, warum er Schelte bekommt und wird mit der Zeit unterwürfiges
Verhalten zeigen, das aber nichts mit dem immer wieder zitierten "schlechtem
Gewissen" zu tun hat.Also verkneifen Sie sich Strafpredigten, wenn
was passiert ist und versuchen Sie lieber dem Ganzen aus dem Weg zu gehen,
indem Sie kritische Situationen vermeiden.

Begehen der Felder, Fährtengelände
Frage:
Sicherlich wurde schon einmal grundsätzlich geklärt,
welche Rechte ein Jagdpächter genau hat und ob man auf einer nicht
eingezäunten Wiese oder einem Acker mit Erlaubnis des Eigentümers
(Landwirt) fährten darf.Gibt es dazu Erfahrungen von anderen? Oder
irgendwelche einschlägigen Gesetzestexte ?
Antwort:
Klar ist erst einmal, dass man ohne Erlaubnis des Landwirtes fast
gar nichts darf. Während der Wachstumszeit schon gar nicht. Dies
ist laut Bauernregel von Georg bis Michael, d.h. 23.April - 29. September
jeden Jahres. Wenn der Bauer erlaubt, auf das Feld zu gehen, heißt
das aber nicht, dass Ihr Hund dort auch frei laufen darf. Hier tritt das
Naturschutzgesetz in Kraft:§29.1 Es ist verboten· wildlebende
Tiere mutwillig zu beunruhigen, ohne vernünftigen Grund zu fangen
oder zu töten oder · brütende oder sich sammelnde Tiere
unnötig zu stören. Das heißt im Extremfall: beim Laufen
über die Wiese könnte man eine dort lebende Haselmaus stören
und das ist gesetzeswidrig.Kurz gesagt: Hat man Probleme mit dem Jagdpächter,
sollte man sich lieber anderweitig nach Gelände umsehen.

Ausbildung am Brustgeschirr
Frage:
Ist es wirklich möglich einen Hund am Brustgeschirr auszubilden?
Antwort :
Prinzipiell ist es immer die Konsequenz der Maßnahmen, die
entscheidet, ob ein Hund "Mensch" als Rudelführer akzeptiert
oder nicht. Ein Ruck am Halsband kann sicherlich nicht die Rudelführerposition
sichern. Es ist das Gesamtbild, das für den Hund zählt und die
Verlässlichkeit in der Konsequenz, die man als Mensch darstellen
muss. Das gilt genauso für das Geschirr und alle anderen Methoden.

Schlechter Fresser
Frage:
Mein Hund frisst schlecht, Leckerlies sind aber kein Problem.
Antwort
:Als Erstes rate ich die medizinische Seite abzuklären. Ist
eine erkrankungsbedingte Nahrungsverweigerung auszuschließen, können
Sie ruhig die Methode "Sei schnell oder die Beute ist weg" anwenden.Führen
Sie ein Ritual der Fütterung ein. Also gleiche Zeit, immer gleicher
Napf, fest bestimmter Ort der Fütterung und vor allem vorgegebene
Zeit der Nahrungsaufnahme. Messen Sie die Futtermenge knapp ab. Füllen
Sie nur die Menge ein, die er auf jeden Fall fressen würde, wenn
er Hunger hätte.Entscheiden Sie sich für eine Futterart, bieten
Sie ihm diese höchstens 2 Mal am Tag an. Verzichten Sie auf Würstel
oder sonstige Leckerlies. Bieten Sie ihm das Futter täglich 1 Minute
an, frisst er nicht, dann nehmen Sie es wieder weg. Erst am nächsten
Tag kann er wieder seine "Beutechance" nützen. Diesmal
aber nur 30 Sekunden lang. Beginnt er zu fressen, lassen Sie ihm Zeit,
sobald er aber länger als 1 Minute unterbricht, nehmen Sie das Futter
weg. Verringern Sie die angebotene Futtermenge, wenn er nicht leer frisst.Da
ich Ihren Hund nicht kenne, kann ich nicht genau sagen, wie lange Sie
ihn hungern lassen können, aber als grobe Richtlinie sind 3 - 4 Tage
anzusehen. Die meisten Hunde haben am 3. Tag genügend Hunger.Das
Wichtigste zum Schluss:Achten Sie dabei peinlichst darauf, dass der Hund
in dieser Zeit keine Chance hat, von anderen Quellen seinen Hunger (wenn
auch nur teilweise) zu stillen. Informieren Sie die ganze Familie und
am besten auch die Nachbarn, bei denen er sich ab und an etwas abholt.Leckerlies
haben viel Energie, aus denen ein Hund schon das Gefühl bekommen
kann, er sei satt. Aber sie sind in keinster Weise als Alleinfutter zu
gebrauchen, da wichtige Nährstoffe nicht ausreichend vorhanden sind
(ähnlich wie bei Fast Food).Mülleimer und Komposthaufen üben
eine magische Anziehungskraft auf Hunde aus. Besonders in solchen Zeiten,
in denen Nahrung knapp wird. Passen Sie also auf, dass Ihr Kleiner nicht
zum Stöberer wird. Wenn der Hund sicher jeden Tag seinen Napf leert,
können Sie wieder auf 2-malige Fütterung umsteigen und auch
wieder ab und an Leckerlies geben. Bleiben Sie aber dabei, wenn er nicht
frisst, nehmen Sie den Napf nach spätestens 1 Minute weg.Zurück
zum Anfang

Farbensehen
Frage:
Welche Farben kann mein Hund sehen?
Antwort:
Die allgemeine Annahme, dass unsere Hunde keine Farben unterscheiden
können und nur in einer Schwarzweiß-Welt leben wurde von der
Amerikanerin Dr. Dana Vaughan in einer wissenschaftlichen Arbeit widerlegt.
Die Hunde sind sicherlich mehr auf "Bewegung" als auf "optische
Farben" fixiert. Dennoch sind die Farben "Blau", "Indigo",
"Violett" und "Rot" für den Hund gut sichtbar.
Die Farben "Grün", "Gelb" und "Orange"
kann der Hund nicht unterscheiden. Diese Farben kann der Hund aber ganz
leicht von der Farbe "Weiß" unterscheiden. Die Farbwahrnehmung
des Hundes kann somit mit der "Rot-Grün-Blindheit" (Deuteranopie)
des Menschen verglichen werden.

Schwanzspitzen trimmen
Frage:
Stimmt es, dass man manchen Hunden die Haare an der Schwanzspitze
abschneiden soll?
Antwort:
Auch wenn es einige für Humor halten, für manche Züchter
macht es Sinn. Ich kenne das "nur" vom Schäferhund. Die
Geschichte ist folgende: Im Wachstum gibt es Zeiten, in denen die Rute
im Verhältnis zum restlichen Hund länger ist und so den Boden
berührt. Der Hund kann sich so eine andere, unerwünschte Rutenhaltung
angewöhnen, weil er versucht, die Rute nicht ständig am Boden
entlang zu ziehen. Im schlimmsten Fall kann dies anscheinend zu einer
Ringelrute werden, die hoch über dem Rücken getragen wird.
Darum kürzt man die überstehenden Haare einige Male, tut ja
nicht weh. Wenn der Hund ausgewachsen ist, sollten die Proportionen wieder
stimmen und die Rute kann nun Standart "DSH-normal" getragen
werden, ohne dass sie den Boden streift. Wenn sie sich allerdings trotzdem
ringelt, war wohl etwas anderes mit im Spiel.
Beim Labrador nennt man das "Trimmen" und es wird
zum Verändern der Optik der Rute gemacht. Die rund gekürzte
Rute verleiht ein massigeres Aussehen.
"Oh mein Gott, meine Hunde sind ja gar nicht getrimmt!" denkt
sich nun sicher mancher Lab Besitzer... :-)

Infektiöses Welpensteben:
Frage:
Was versteht man unter "infektiösem Welpensterben"?
Antwort:
Das Herpesvirus des Hundes wurde erstmals Mitte der 60er Jahre
im Zusammenhang mit schweren Erkrankungen von neugeborenen Welpen in den
USA entdeckt. Von großer Bedeutung ist das Herpesvirus v.a. in Hundezuchten,
in denen es zu erheblichen Verlusten unter neugeborenen Welpen führt.
Deshalb wird diese Erkrankung auch als "infektiöses Welpensterben"
bezeichnet. Vor allem schwache, unter zwei bis drei Wochen alte Welpen
sind besonders gefährdet.
Beim Erkranken der Welpen ist der Zeitpunkt der Infektion
entscheidend für den Verlauf der Krankheit. Je jünger die Welpen
sind, desto schwerer sind die Krankheitssymptome und je ungünstiger
ist die Überlebenschance der Tiere. Ab einem Alter von 2 Wochen treten
meist mildere Formen von Atemwegserkrankungen auf.
Für Hundezuchten bringt eine Herpervirus-Infektion wesentlich mehr
Probleme.Bei trächtigen Hündinnen bzw. ihren Welpen kann eine
Erstinfektion je nach Trächtigkeitsstadium zum Zeitpunkt der Infektion
zu mumifizierten Welpen, Aborten, Früh- oder Totgeburten oder zu
Welpensterben in den ersten Lebenstagen führen. Symptome bei erkrankten
neugeborenen Welpen sind Durchfall und Erbrechen.
Nach überstandenem Infekt wirken herpesvirusinfizierte
Hunde klinisch gesund und auch bei einer Blutuntersuchung muss kein Titer
ermittelt werden, trotzdem bleiben diese Tiere zeitlebens Virusträger.
In Stress-Situationen, zu denen wir auch Trächtigkeit und Geburt
rechnen müssen, kann es zur Reaktivierung des Virus kommen.
Prävention:
Sie können Ihre Welpen durch eine Mutterschutzimpfung schützen.
1. Impfung zwischen dem 1. Tag der Läufigkeit bis zum 10. Tag nach
dem Deckakt.
2. Wiederholungsimpfung 1 -2 Wochen vor dem Geburtstermin
Die Impfung muss bei jeder Trächtigkeit in dieser Art wiederholt
werden.

Kampfhunde, Gefährlichkeit
Frage:
Was ist ein Kampfhund und wie Gefählich sind sie?
Antwort:
Die Rasse "Kampfhund" gibt es nicht. Es gab früher
Veranstaltungen in denen Hunde gegen Tiere und andere Hunde kämpfen
mussten. Bei der Auswahl der Kämpfer wurden oft Rassen gewählt,
die stark und mutig waren. Sie wurden für Kämpfe gegeneinander
und andere Tiere verwandt. Somit waren es kämpfende Hunde.
Man könnte nun sagen: "Kampfhund" wäre eine Gruppenzugehörigkeits-Bezeichnung,
ähnlich wie Jagdhund oder Hütehund. Aber auch die Gruppenbezeichnung
"Kampfhunde" ist beim VDH nicht zu finden.
Seit einiger Zeit gibt es Listen, in denen bestimmte Hunderassen vom Staat
als gesteigert gefährlich eingestuft werden. Diese werden gerne als
"Kampfhundelisten" bezeichnet. In den verschiedenen Bundesländern
sind aber nicht immer die gleichen Rassen auf den Listen.
Viele dieser Rassen sind ausgesprochene Familienhunde und genauso pflegeleicht
und gehorsam wie andere Vertreter.
Sind Kampfhunde aggressiv und unberechenbar Menschen
gegenüber?
Lassen Sie mich in Zitaten antworten:
"Wenn ein Hund übermäßig aggressiv ist, liegt dies
an der mangelnden Sachkunde des Menschen. Erziehung und Haltung des Hundes
spielen eine wichtige Rolle"
(Dr. Barbara Schöning, Fachtierärztin für Verhaltenskunde
Präsidentin der Tierärztekammer Hamburg)
"Jede Hundezucht, wie Hundeentwicklung, jedes Hundeverhalten
wird vom Menschen entscheidend beeinflusst, der überwiegend ursächlich
verantwortlich ist für gestörte Beziehungen zum Tier."
(Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, Fachtierärztin für Verhaltenskunde)
Keine der Rassen wurde jemals dazu gezüchtet, um gegen
Menschen zu kämpfen. Ganz im Gegenteil - richtig sozialisiert und
gehalten verfügen diese Rassen über gute Nerven und eine hohe
Reizschwelle. Die besten Voraussetzungen für einen Familienhund!
Die Kombination aus feurigem Terrierblut und starrsinnigem Bulldogerbe
machen diese Vierbeiner jedoch zu Partnern, die ein gewisses Fingerspitzengefühl
erfordern. Und vor allem Wissen! Viele Schwierigkeiten mit den Tieren
entstehen nur durch Unkenntnis und könnten leicht vermieden werden.
Sie sind somit als Erstlingshund ungeeignet.
Warum gibt es immer nur Unfälle
mit Kampfhunden?
Bei dem Begriff "Kampfhund" denken die meisten
Menschen sofort an die Schreckensmeldungen aus den Medien. Kampfeslustig
und alles zerfleischend was diesen Hunden vor's Gebiss kommt. Aus diesem
Grund ist es allzu verständlich, wenn Menschen mit Angst, ja sogar
oft mit Panik einem solchen Hund begegnen.
Investiert man jedoch etwas Zeit und schaut hinter die Medienkulissen,
ist es oft so, dass der fletschende "böse Kampfhund" auf
dem Bild gar nicht beteiligt war.
Der kleine unscheinbare Mischling, der den Unfall wirklich verursacht
hat, war halt nicht so fotogen (siehe Bericht)

Hüftgelenksdysplasie (HD)
Frage: Was ist eigentlich HD?
Antwort:
HD ist die Abkürzung von Hüftgelenksdysplasie.Das Wort
"Dysplasie" beschreibt eine Fehlbildung oder Fehlentwicklung
eines Gewebes oder Organs. Im Falle der Hüftgelenkdysplasie (abgekürzt
HD) bedeutet dies also ganz allgemein eine Missbildung der Hüfte.Die
Bezeichnung umfasst die angeborene und erworbene Entwicklungsstörung
der Hüfte, die in verschiedenen Graden auftritt.Infolge dieser Entwicklungsstörung
kommt es im Laufe der Skelettreifung beim Welpen und Junghund zu verschiedenen
Veränderungen am Hüftgelenk. Betroffen sind die Knochen des
Hüftgelenks, die Hüftgelenkpfanne, die vom Becken gebildet wird,
der Oberschenkelkopf und der Schenkelhals außerdem die Gelenkkapsel
und die Muskeln der Hüfte und des Oberschenkels.Während sich
in diesem Alter im Normalfall der Oberschenkelkopf (Femurkopf) in der
Hüftgelenkpfanne (Azetabulum) zunehmend zentriert, kommt es bei der
HD allmählich zu einem Abwandern des Oberschenkelkopfes von der Pfanne.
Diese Lageveränderung desOberschenkelkopfes kann sich unterschiedlich
geprägt fortsetzen und bedeutet eine verschiedengradige, teilweise
Ausrenkung des Hüftgelenks (Subluxation). Im Extremfall verlagert
sich der Kopf völlig aus der Pfanne heraus, es hat sich dann eine
komplette Ausrenkung (Luxation) des Hüftgelenks entwickelt. Es gibt
auch noch die Form der HD, dass z.B. die Pfanne oder die Kugel nicht genügend
ausgebildet ist
Im Röntgenbild kann festgestellt werden, ob der Hund eine gesunde
Hüfte hat.
Wie kann ich HD vorbeugen? Es bestehen sogar auf Ärzteseite geteilte
Meinungen, ob Haltungsbedingungen auf die Schwere der HD einwirken können.
Doch wenn man auf der sicheren Seite sein will, sollte man seinen Hund
im ersten Lebensjahr nicht überanstrengen.Einige Rassen sind natürlich
anfälliger für HD als andere. Das liegt zum einen an der genetischen
Disposition zum anderen daran, dass diese Rassen größer werden
und somit längere Wachstumsphasen haben, in denen Unachtsamkeiten
Auswirkungen haben können. Aber Besitzer kleinerer Rassen sollten
nicht allzu leichtsinnig mit ihren Tieren umgehen, denn ein kleiner Hund
muss sich mehr anstrengen, um Höhen zu überwinden als ein großer.
Das heißt im Klartext: Je größer die Rasse, desto kontrollierter
sollte der Hund aufwachsen. Zu hohes Gewicht belastet nicht nur die Knochen
des Hüftgelenks, sondern alle Sehnen und Bänder des Körpers.
Sobald Sie merken, dass Ihr Liebling (Ihr Hund) zu rund wird, sollten
Sie die Rationen kürzen.Viele frisch gebackene Hundebesitzer sind
voller Tatendrang und wollen ihrem kleinen Welpen was Gutes tun, indem
sie stundenlang spazieren gehen. Ich sprach einmal mit einer Dame, die
mit Ihrem 10 Wochen alten Schäferhund 3 Stunden(!!!) am Tag spazieren
ging.Es ist ja löblich, dass Sie sich um Ihren Hund kümmern,
aber das Beste für einen Welpen ist, wenn er möglichst viele
neue Eindrücke bekommt, ohne viel laufen zu müssen. "Aber
mein Hektor wird gar nicht müde", höre ich Sie gerade sagen.
Klar, denken Sie mal an ein Wolfsrudel, da MÜSSEN die Welpen mit,
wenn das Rudel den Standort verlässt, also laufen die Kleinen laut
wölfischem Erbe solange bis sie umfallen. Denn woher soll der Kleine
wissen, dass das ein Spaziergang ist und keine Flucht? Am besten Sie wechseln
öfters den Spazierweg, rufen einen Mitwelpenbesitzer an, laufen ein
paar Meter und setzen sich dann hin, um die Hunde spielen zu lassen. Die
Länge der Spaziergänge können Sie ab ca. 6 Monaten erhöhen.
Fahrrad fahren ist strengstens verboten mit Hunden unter 1 1/2 Jahren.
Sie können höchstens dem Hund ab 6 Monaten ein Fahrrad zeigen
und um ihn an spätere Ausflüge zu gewöhnen. Einige Meter
dürfen Sie mit ihm fahren, aber richtige Radtouren müssen Sie
verschieben. Nun das Treppen steigen: Eigentlich sollten Sie Ihren Hund
mind. ein halbes Jahr treppauf wie treppab tragen. Da ich gerade an einen
Bernhardiner denken muss, kann ich mir vorstellen, dass Besitzer von großen
Rassen dies nicht tun wollen. Gerade da ist es aber besonders wichtig,
denn wie oben schon erwähnt, benötigen große Rassen umso
länger, bis sie ausgewachsen sind. Um das Ganze auf ein erträgliches
Level für Großhundebesitzer zu bringen, sollte wenigstens treppab
getragen werden oder eine Hühnerleiter für "Junior "gebaut
werden. Hier werden zwar mehr die Vorderläufe belastet als die Hüfte,
aber auch hier ist der Druck auf die Bänder enorm und sollte verhindert
werden. Das Problem an Treppen ist eigentlich nicht nur das Steigen, sondern,
dass viele Hunde Panik vor Treppen haben und in ihrer Panik die Treppen
hoch oder runter stürzen und sich dabei sehr viel überdehnen
können. Bringt man aber dem Hund bei, dass die Treppe kein Feind
ist, sondern ganz in Ruhe gegangen werden kann, kann man ihn diese auch
getrost ab und zu laufen lassen. Wichtig ist nur, dass er sie "sicher"
benutzt. Zu allerletzt noch das Hüpfen. Es ist völlig klar,
dass ein Hund irgendwann einmal lernen sollte, ins Auto zu springen oder
wenn er einmal ein Agility-Star werden will, auch diese Hindernisse kennen
muss.Da sollte man es mit dem Spruch "so viel wie nötig, so
wenig wie möglich" wörtlich nehmen. Es ist nicht nötig,
dass ein Welpe jeden Tag ins Auto springt aber, wenn er ca. 6 Monate alt
ist, kann man ihm schon mal zeigen wie das geht. Nicht weil er es von
diesem Tag ab immer machen soll, sondern, damit er sich mit der Situation
schon als Junghund auseinandersetzt. Beim Hundesport sollte man sich auf
begehbare Hindernisse beschränken, bis der Hund ausgewachsen ist.
Wann kann man HD röntgen? Wenn der Hund ca. 6 Monate alt ist, kann
man beim Tierarzt die Hüfte röntgen lassen, um zu sehen, ob
die Gefahr einer HD besteht. Ist die Hüfte in Ordnung, ist das aber
trotzdem kein Freischein, denn der Hund ist noch nicht ausgewachsen. Weiß
man aber in diesem Alter schon, dass ein Schaden vorliegt, kann man mit
Ernährung und Training evtl. Schlimmstes abwenden. Mit einem Jahr
dann folgt das Hauptröntgen, das eigentlich nur Zuchthunde machen
müssen (und das auch nicht bei allen Rassen). Hier haben die einzelnen
Rasseverbände verschiedene Richtlinien und Abstufungen in Bezug auf
die Zuchttauglichkeit. Ratsam ist das aber für jeden Hundebesitzer,
wenigstens ein Röntgenbild von den Hüften seines ausgewachsenen
Hundes zu haben, damit man nicht durch Unwissen schlimmer macht, was evtl.
schon schlimm genug ist.
Das Röntgenbild ist beruhigend aber keine Garantie.
Mein Hund hat HD und was jetzt? Eine Dysplasie der Hüfte sollte man
ohne Hysterie betrachten. Viele Hunde haben HD, ohne dass es der Besitzer
jemals merkt. Sie können auch sehr alt werden, wenn sie richtig trainiert
und ernährt werden. Sobald man sicher weiß, dass eine HD vorliegt,
die nicht nur von geringem Ausmaß ist, sollte der Hund lernen, bestimmtes
Verhalten erst gar nicht oder nicht mehr zu zeigen. Schon gar nicht sollte
man ihn zum Hüpfen animieren, denn das schadet ihm auf Dauer. Wilde
Tobespiele mit anderen Hunden sind zwar schön, aber wenn einem HD
erkrankten Hund ein anderer in den Rücken springt, kann der Schmerz,
den der kranke Hund hat, Anlass für eine Rauferei sein. Also wählen
Sie die Spielpartner gut aus.Gut dagegen ist, wenn man viel mit ihm läuft
oder Fahrrad fährt (wenn er ausgewachsen ist, s.o.), um die Muskeln
zu stärken. So können die Muskeln der Hinterläufe die Beckengelenke
stützen. Schwimmen ist auch ein sehr gutes Training und macht auch
noch Spaß!Alles in allem sollte man den Hund aber nicht in Watte
packen. Mit der Zeit merkt der Hund selbst, wenn es wirklich schwere HD
ist, das ihm bestimmte Bewegungen keinen Spaß bringen und er wird
sie unterlassen. Ein wichtiger Punkt ist die Ernährung. Der Hund
sollte so schlank wie möglich gehalten werden, um jede zusätzliche
Belastung auszuschalten.
Nicht jeder Hund, der eine schlechte Hüfte hat, muss gleich unters
Messer, das ist eher selten
Welche Rassen haben HD? Gibt es HD auch bei Mischlingen? Wenn Sie einen
Rassehund kaufen, erkundigen Sie sich nach dem HD-Status der Eltern und
Großeltern. Lassen Sie sich erklären, welche Einteilungen der
Rasseverband hat, damit Sie mit den Buchstaben etwas anfangen können.
Der gesunde Menschenverstand ist oft nicht mehr vorhanden, wenn man erst
mal die Welpen sieht, also machen Sie das am besten noch am Telefon (das
gilt auch für andere Krankheitsbilder).Haben Sie dagegen einen Mischling
als neues Familienmitglied erkoren, dann bleibt nur zu hoffen, dass die
Eltern nicht vorbelastet sind. Auch Mischlinge können HD bekommen,
denn sie entstehen ja letztendlich aus Rassen.Das Beste wäre natürlich,
wenn Sie mal einen Wurf mit Ihrer "Julia" planen sollten, dass
sowohl "Julia "als auch "Romeo" vorher zum Röntgen
gebracht werden. Ja ich weiß, das kostet Geld, aber stellen Sie
sich mal die armen Kleinen vor, wenn die ihr leben lang HD haben. Außerdem:
Wenn Geld bei Ihnen knapp ist, sollten Sie keine Würfe machen. Die
kosten nämlich pro Welpe mind. 150,- € bis die Kleinen aus dem
Haus sind, aber das ist ein anderes Thema.
Ob er will oder nicht , wer Zuchthund werden will, muss beweisen, das
er gesund ist
Die Bilder sind entnommen aus dem Lesemausheft "Ich hab eine Freundin,
die ist Tierärztin" von Ralf Butschkow und Susanne Schürmann.
ISBN 3-551-08617-6

Was ist die Cauda Equina?
Frage:
Ein Bekannter sagte sein Hund hätte Cauda Equina, was ist
das?
Antwort:
Eine Cauda Equina hat eigentlich jedes Wirbeltier.Rückenmark
und Wirbelsäule sind in der Embryonalentwicklung anfangs gleich lang,
so dass jeder Nervenzweig durch das auf gleicher Höhe befindliche
Zwischenwirbelloch (Foramen Intervertebrale) austreten kann. Während
der Entwicklung nimmt die Wirbelsäule mehr an Länge zu als das
Rückenmark. Die Nervenenden können somit nicht mehr auf gleicher
Höhe aus dem Wirbelkanal (Canalis Vertebralis) austreten. Vielmehr
verlaufen sie eine Strecke ausserhalb des Rückenmarks aber in dem
Wirbelkanal bis zu der entsprechenden Austrittstelle. Ab dem Ende des
Rückenmarkes (Conus medullaris) enthält der Wirbelkanal nur
noch eine dichte Masse von nach hinten verlaufenden Nervenwurzeln, die
wegen Ihrer Ähnlichkeit mit einem Pferdeschwanz als Cauda Equina
bezeichnet werden. Die untersten Wurzeln treten durch das Kreuzbein aus.
Schematische Darstellung der Cauda Equina
DIe Erkrankung in der Region der Cauda Equina ist das Pferdeschweifsyndrom
(Cauda Equina Syndrom, Rückenmarkskompressionssyndrom). Sie ist Teils
genetisch veranlagt und teils durch Leistungssport forciert tritt mit
3 - 5 Jahren eine Absenkung des Kreuzbeins ein. Dies verengt mehr und
mehr den Wirbelkanal und übt Druck auf die dort befindlichen Nervenstränge
aus.
Sktzzierte Cauda Problematik

Cauda Equina Kompressions Syndrom
Frage:
Welche Symptome treten beim Cauda Equina Syndrom auf?
Antwort:
Dieser Krankheitsverlauf ist langsam und zieht sich über
Monate bis Jahre hinweg. Meist beginnt es, dass die Rute nicht mehr so
hoch getragen wird und im Laufe der Zeit immer schlaffer hängt. Der
Hund verweigert zunehmend Sprünge bspw. ins Auto und wird auch sonst
vorsichtig in seinen Bewegungen. Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?Die
Krankengeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinisch-neurologische
Untersuchung sind von äußerster Wichtigkeit. In vielen Fällen
kann der Arzt schon nach einer gründlichen Anamnese und einer klinischen
Untersuchung mit großer Wahrscheinlichkeit feststellen, ob ein Cauda
equina Syndrom vorliegt.Eine Röntgenaufnahme, Kontrastmitteluntersuchung
(Myelographie) oder eine Computertomographie (CT) können die Diagnose
bestätigen oder widerlegen.Was passiert bei der Cauda equina OP?
Das Dach des Kreuzbeins wird entfernt (laminektomie), somit ist der Druck
auf den Rückenmarkskanal entfernt. Im Weiteren Verlauf bildet sich
hier eine bindegewebsartige Platte, die das Rückenmark schützt.
Was passiert ohne OP? Die Nervenwurzeln sterben nach und nach ab. Die
Rute hängt schlaff nach unten. Die Blasen- und Mastdarmfunktion unterliegt
im fortgeschrittenem Verlauf oft nicht mehr der eigenen Kontrolle, Sensibilitätsstörungen
im analen Bereich und im Bereich der Genitalien sowie an der Innenseite
der Hinterläufe sowie eine mögliche Lähmung der Hintergliedmaßen
treten auf.
Symptome, Diagnose, Behandlung eines Bandscheibenvorfalls.Anatomie der
WirbelsäuleDie Wirbelsäule besteht aus den Wirbelknochen und
den dazwischen liegenden Bandscheiben. Eine Bandscheibe (Discus intervertebralis)
besteht aus einem Bindegewebsring (Anulus fibrosus) und einem zentralen
weichen Kern (Nucleus pulposus). Dieser ermöglicht die Beweglichkeit
der Wirbelsäule und ist gleichzeitig ein wichtiger Stoßdämpfer.
Die übereinander liegenden Wirbelknochen bilden mit den dazwischen
liegenden Bandscheiben die Wirbelsäule und den darin liegenden Wirbelkanal.
Der Wirbelkanal enthält den Rückenmarkssack (Duralsack), in
dem Rückenmark, Nervenwurzeln und die versorgenden Blutgefäße
liegen. Zwischen den Wirbeln treten die einzelnen Nervenfasern aus und
innervieren bestimmte Gebiete. Das Rückenmark erstreckt sich vom
Hirnstamm, der die Verbindung zwischen Rückenmark und Gehirn darstellt,
bis zum ersten oder zweiten Lendenwirbel.

Bandscheibenvorfall
Frage:
Welche Arten von Bandscheibenvorfall gibt es und wo treten sie auf?
Antwort:
Bandscheibenvorwölbung (Diskusprotrusion) ist eine Verlagerung
von Bandscheibengewebe nach außen, ohne dass der äußere
Faserring zerrissen ist.Ein Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) ist eine
Verlagerung des weichen Kerns durch eine Schwachstelle des Bindegewebsrings.Die
heraustretende Bandscheibe kann gegen das Rückenmark oder gegen die
Nervenwurzeln, die zwischen den Wirbelknochen vom Rückenmark ausgehen,
drücken. In der Lendenwirbelsäule kann die Bandscheibe gegen
die einzelnen Nervenwurzeln oder die Nervenbündel im Wirbelkanal
(cauda equina) drücken.Die meisten Bandscheibenvorfälle kommen
an der Lendenwirbelsäule vor und treten am häufigsten im Alter
zwischen 3 und 5 Jahren auf. In der Halswirbelsäule treten Bandscheibenvorfälle
seltener auf. Die Brustwirbelsäule ist am seltensten betroffen.
Was verursacht einen Bandscheibenvorfall?Ein Bandscheibenvorfall entsteht
durch eine Schwäche (degenerative Veränderung) des Bindegewebsrings.
Diese Schwäche führt zur Verlagerung des weichen Kerns. Häufig
geschieht dies in Zusammenhang mit Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule,
etwa durch schnelle Spurts und hohe Sprünge.Auch traumatische körperliche
Belastungen, etwa ein Treppensturz oder ein Verkehrsunfall, können
einen Bandscheibenvorfall nach sich ziehen.Ein Bandscheibenvorfall kann
durch Fettleibigkeit, durch Trächtigkeit und durch allgemeine (anlagebedingte)
Bindegewebsschwäche begünstigt werden.Welche Symptome treten
bei einem Bandscheibenvorfall auf?Das Charakteristische an einem Bandscheibenvorfall
ist, dass er plötzlich auftritt und sehr schmerzhaft ist. Allerdings
kann er in einigen Fällen auch ohne Symptome sein und so lange unbemerkt
bleiben.Sind jedoch Symptome vorhanden, sind diese hauptsächlich
auf den Druck gegen einzelne Nervenwurzeln, das Rückenmark oder die
Nervenfaserbündel in der Lendenwirbelsäule (Cauda equina) zurückzuführen.
Symptome bei Druck gegen eine Nervenwurzel:Intensive Schmerzen, meist
verbunden mit Sensibilitätsverlust eventuell auch Volumenverlust
einzelner Muskeln (Atrophien), LahmheitenSymptome bei Druck gegen das
Rückenmark:Bei Druck gegen das Rückenmark können neben
den obigen Symptomen auch eine zunehmende Schwäche beider Vorder-
oder Hintergliedmaßen, verbunden mit Taubheit und vor allem Blasenstörungen
auftreten. Diese werden von einer Taubheit im Anal- und Genitalbereich
begleitet.Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?Die Krankengeschichte (Anamnese)
und eine ausführliche klinisch-neurologische Untersuchung sind von
äußerster Wichtigkeit. In vielen Fällen kann der Tierarzt
schon nach einer gründlichen Anamnese und einer klinischen Untersuchung
mit großer Wahrscheinlichkeit feststellen, ob und zwischen welchen
Wirbelknochen ein Bandscheibenvorfall vorliegt.Eine Kontrastmitteluntersuchung
(Myelographie) oder eine Computertomographie (CT) können die Diagnose
bestätigen oder widerlegen.Wie wird ein Bandscheibenvorfall behandelt?Bandscheibenvorfälle,
die nicht zu einer Lähmung oder zu Blasenstörungen geführt
haben, können konservativ, also ohne Operation, behandelt werden.
Bei fortdauernden Symptomen oder zunehmenden Lähmungen ist allerdings
ein chirurgischer Eingriff zu erwägen beziehungsweise wird notwendig.
Allerdings verschlechtert sich die Prognose je länger man wartet,
weil unter Umständen Nervenwurzeln absterben.Die Kriterien für
eine Operation sind:Symptome, die auf Druck gegen das Rückenmark
deuten: baldige oder sofortige Operation.Schwere Lähmung oder zunehmende
Lähmung: sofortige OperationSymptome, die auf Druck gegen die Cauda
equina (unterer Anteil des Rückenmarks) deuten: Sofortige Operation.Zurückgehende
Schmerzen und zunehmende Lähmung: baldige Operation. Hierbei handelt
es sich nämlich um ein analgetisches Stadium mit drohendem Nervenwurzeltod.
Was passiert bei der Bandscheiben OP?Der Rückenmarkskanal wird eröffnet
und das vorgefallene Material der Bandscheibe entfernt,das Dach des Wirbels
wird entfernt( Laminektomie), damit das Rückenmark Ausweichmöglichkeiten
hat. Im Weiteren Verlauf bildet sich hier eine bindegewebsartige Platte
die das Rückenmark schützt.

Chronische Niereninsuffizienz
Frage:
Unsere Schäferhündin leidet an chronischer Niereninsuffizienz.
Wie hoch ist jetzt noch die Lebenserwartung?
Antwort:
Die Niereninsuffizienz ist eine fortschreitende Störung der
Niere im Wasser- und Elektrolythaushalt sowie im Säure-Basenhaushalt
und der Ausscheidung harnpflichtiger Stoffe aus dem Eiweißstoffwechsel.Die
chronische NI beschreibt eine nicht wieder rückgängig zu machende
Leistungseinschränkung der Niere, die verschiedene Ursachen haben
kann.Im Körper passiert Folgendes:Einzelne Funktionseinheiten (Nephrone)
der Niere werden untauglich, so wird erst eigentlich weniger Harn produziert.
Die noch intakten Nephrone steigern ihre Produktion, wobei die Rückaufnahme
von "zuviel ausgeschiedenem" Wasser gestört ist. Das verursacht
erst mal ein vermehrtes Ausscheiden von Harn. Mehr und mehr dieser Nephrone
gehen kaputt und es werden Stoffe, die eigentlich im Harn ausgeschieden
werden sollten, im Blut wieder gefunden (Harnstoff Kreatinin).Durch den
fortschreitenden Funktionsausfall der Nephrone wird irgendwann die Harnmenge,
die der Hund ausscheidet, augenscheinlich wieder normal, aber die harnpflichtigen
Substanzen sind immer noch verringert und steigen sogar im Blut noch an.Im
Endstadium wird weniger Urin ausgeschieden als beim Normalhund.Diese Vorgänge
bringen den gesamten Stoffwechsel durcheinander (Urämie, Hyponatriämie,
Exsikose, Hyperkaliämie, Azidose, Hyperphosphatämie, Hypokalziämie,
Hyperparathyreodismus).Man kann die chronische NI in verschiedene Stadien
einteilen:1. Beginnende Krankheit, die aber noch ausgeglichen werden kann.2.
Gering gradig gestörte Nierenfunktion, aber noch ohne Erhöhung
der Blutwerte.3. Mäßige Niereninsuffizienz, erste klinische
Zeichen einer Urämie4. Fortgeschrittene Niereninsuffizienz, zunehmende
klinische Erscheinungen.5. Vollbild der Urämie, die klinischen Symptome
sind unter anderem: Apathie, Erbrechen, Futterverweigerung, Schleimhautveränderungen
(-> Mundgeruch), evtl. Herzinsuffizienz.Die weitere Lebenserwartung
ist schlecht vorhersehbar, aber bei optimalen Maßnahmen und konsequenter
Therapie kann durchaus in den ersten Stadien eine Besserung der Symptome
oder sogar Beschwerdefreiheit erzielt werden.Die genauere Lebenserwartung
lässt sich aber ohne Betrachten der Blutwerte nicht abschätzen.Therapie:
Vermeidung von Stress, Nicht dürsten lassen!,Diätfutter (mit
dem Tierarzt absprechen!!!), z.B. mehrmals täglich füttern,
Verwendung von hochwertigem Protein (aber insgesamt weniger, da das Phosphor
gesenkt werden muss), Nahrung leicht salzen.Zurück zum Anfang

Clicker als Motivation
Frage:
Wie funktioniert der Clicker als Motivation ?
Antwort:
Der Clicker ist keine Motivation an sich. Er ist lediglich das
versprechen für die Belohnung. Motivierend ist somit, was nach dem
"Click" folgt, das kann der Ball oder Futter sein oder was auch
immer Sie als Motivator bei Ihrem Hund einsetzen
Der Vorteil des Clickers ist schlicht, das Sie in der Sekunde des gewünschten
Verhaltens bestätigen können. Einen Ball bspw. muss man erst
noch aus der Tasche zaubern, in dieser Zeit verändert der Hund seine
Position und wird evtl für falsches Belohnt.
|