FAQ
Hier Finden Sie Antworten auf häufige Mailfragen zu kynologischen Themen und Infos zu Ungewöhnlichen Dingen. Die Erläuterungen zu Verhaltensproblemen und Erkrankungen auf diesen Seiten stellen eine Möglichkeit der Behandlung dar. Eine genaue Einschätzung eines Verhaltens- oder organischen Problems ist per Mailanalyse nicht möglich.
Die Autorin schließt sich von der Haftung aus.
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BARFen

Frage: BARFen ist die Fütterung mit Rohfleisch, was muss ich noch beachten?

Antwort:erst mal BARF (Bones And Raw Food) ist alles andere als fütterung mit rohfleisch!!!! rohfleischfütterung macht sogar unheilbar krank (wachstumsstörungen,
knochenhautentzündungen...)
BARFen ist eine ausgewogene ernährung die man selbst zusammenstellt. ein echter BARFer ist ein profi in sachen ernährung. jeder hundebesitzer der nicht mindestens 2 bücher zu diesem thema gelesen hat sollte die finger davon lassen.
themen in denen man sich auskennen muss sind nährstoffberarf eines hundes in allen lebensphasen, inhalte der nahrungsmittel, mineralienhaushalt und vitamine beim hund (ja nun wird es chemisch).
die futtermittelfirmen haben jahrelange forschung betrieben um eine gute ernährung zu gewährleisten, das kann man nicht verbessern indem man "einfach" mal nur noch rohe nährstoffe füttert.
ein gutes buche die ich auch schon gelesen habe ist von: jan billinghurst.er ist eigentlich der erfinder ders BARFens in australien.

Hund beißt Hund - nicht immer gefährlich
Schleswig (dpa) - Nicht jede Beißerei zwischen Hunden muss die behördliche Einstufung eines oder beider Tiere als «gefährlich» zur Folge haben. Diese Entscheidung (Az.: 3 A 74/05) zur Anwendung des schleswig-holsteinischen Gefahrhundegesetzes traf das Verwaltungsgericht in Schleswig auf Grund der Klage eines Hundebesitzers, wie der Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Ein Hund, der einen anderen beißt, sei erst dann als gefährlich einzustufen, wenn dieser nicht die artübliche Unterwerfungsgeste des gegnerischen Hundes beachte und zubeiße, urteilten die Richter. Der Hundehalter müsse dann die entsprechenden Beschränkungen wie Leinen- und Maulkorbzwang sowie Sachkunde-Nachweis hinnehmen.


Scheinträchtigkeit
Frage:
Was passiert, wenn mein Hund Scheinträchtig ist? Was kann ich tun?

Antwort:
Insbesondere kleine Hunde und Hunde mit Beschäftigungsmangel neigen während der Scheinträchtigkeit zu Aggressivität und Verteidigung von Spielzeug (auch gegenüber dem Besitzer), Nestbau und Unlust. Durch Milchbildung und Besaugen der eigenen Zitzen besteht die Gefahr einer Milchdrüsenentzündung. Neben medikamentöse Möglichkeiten liegt der Hauptteil der Therapie in Ihren Händen. Bitte beachten Sie in dieser Zeit Folgendes:· Entfernung sämtlicher Decken, Tücher und als Spielzeug und Welpenersatz verwendeter Gegenstände. · Ablenkung der Hündin durch Beschäftigung und vermehrtem Auslauf. · Keine örtliche Behandlung des Gesäuges mit Salben und kein "Ausmelken", da dies nur zu vermehrter Milchbildung führt. · Keine extra Zuwendung sondern eher kühle Töne anstimmen. Das ist zwar schwer, aber kann entscheidend sein. Zu überlegen ist auf alle Fälle, ob Sie Ihre Hündin kastrieren lassen sollten. Weitere Artikel dieser Seite zu diesem Thema: Die Hündin



PLE- Was ist das ?

Frage:
Mein Hund hat PLE, was ist das?

Antwort
:Synonyme der Krankheit sind: Eiweißverlust-Syndrom, Gordon Syndrom, Eiweißverlierende Gastroenteropathie
PLE im engeren Sinne ist eine krankhafte Erweiterung der Lymphgefäße (intestinale Lymphangiektasie) durch angeborene oder erworbene Fehlbildung bzw. Verschluss des Lymphsystems (enteropathia Lymphangiectasia). So gelangt proteinreiche Lymphflüssigkeit in den Darm. Dadurch entsteht ein massiver Proteinverlust.
Eine Verminderung des Serumproteingehalts (Hypoproteinämie), hier vor allem Albumin (Hypalbuminämie) aber auch Globulinen einschließlich Immunglobulinen u. Lipoproteinen sowie anderen großmolekularen Serumbestandteilen, macht Probleme. Der onkotische Druck nimmt ab, was eine Wasseranreicherung im Zwischengewebe zur Folge hat (weitverbreitete Ödeme).
Der onkotischer Druck (oD, kolloidosmotischer Druck). Die Differenz aus ihm und dem Druck in den Gefäßen bestimmt die Richtung des Flüssigkeitsaustausches zwischen Gefäß und umgebendem Gewebe. Der osmotische Druck einer wässrigen Lösung wird im Wesentlichen durch die Albuminkonzentration bestimmt. In arteriellen Kapillaren ist der hydrostatische Druck größer als der oD des Plasmas (Auswärtsfiltration). In den venösen Kapillaren ist der oD durch den Austritt von Wasser angestiegen und höher als der abgefallene hydrostatische Druck (Einwärtsfiltration) 90 % der auswärts fließenden Flüssigkeit werden so wieder resorbiert (ca. 20 l pro Tag!) Störungen ergeben Ödeme.
Die Ursachen der PLE sind nicht eindeutig. Der Mechanismus noch unbekannt. Vermutet wird, dass ein gestörter Lymphabfluss oder vermehrte Lymphbildung zu Grunde liegt. Es gibt bei der PLE kein einheitliches Krankheitsbild, sondern die Komplikation vieler Erkrankungen mit unterschiedlicher Ursache und Lokalisation.
Symptome: Chronische immer wiederkehrende Durchfälle von wässriger bis sämiger Konsistenz, Gewichtsverlust, Ödembildung, Hypalbuminämie, verminderte oder fehlende Magensaftsekretion, Hydrothorax.
Andere zu Gründe liegende Krankheiten: Exzessiver Verlust von Protein in das Darmlumen kann auch entstehen aus einem erhöhten Zentralvenendruck durch einen Herzfehler (speziell Entzündung des Herzbeutels mit zusätzlichen Kalkeinlagerungen = Pericarditis construktiva).
Nachweis: durch verschiedene Methoden mit radioaktiv markierten Makromolekülen, die in die Blutbahn injiziert werden.
Familiäre Prädispositionen (kein Anspruch auf Vollständigkeit): Lundenhund, Basenji ,Yorkshire Terrier.
Therapie: Diät (Reis + fettfreier Hüttenkäse mit MCT Öl als Kalorienquelle und Vitaminzusätze). Corticosteroide und Antibiose je nach Fall.
Prognose: Die Behandlung kann oft die Erkrankungserscheinungen kontrollieren, einen Proteinausgleich wiederherstellen und die Ergüsse für einige Monate eliminieren. Einige Tiere jedoch reagieren nicht und unterliegen letztendlich dem starken Proteinverlust.



Zwingervorschriften

Frage:
Können Sie mir vielleicht noch etwas über einen Zwinger erzählen? Meine Wohnung liegt über drei Garagen, schön abgelegen mit einem Garten davor, und in einer dieser Garagen, mit Blick auf den Garten, könnte ich mir so etwas wie einen Zwinger einrichten. Worauf muss ich besonders achten?

Antwort:
Ein Zwinger hat eine genaue Größenvorschrift. Auch wenn der Hund regelmäßig Auslauf hat, muss der Zwinger laut Tierschutzgesetz je nach Schulterhöhe des Hundes über mind. 8 m² verfügen, der Platz für die Hütte nicht mit eingerechnet. Dass er überdacht sein muss und im Schatten platziert sein sollte, ist Ihnen bestimmt klar!Es gibt da ganz tolle vorgefertigte Zwinger, die von Firmen aufbaufertig geliefert werden. Aber auch wenn Sie am Schluss alles selber bauen, ist es nicht schlecht, sich anhand von Prospekten vorher informiert zu haben, wie ein Zwinger professionell gestaltet werden kann.Sollten Sie wirklich in der Garage einen Zwinger einrichten wollen, dann gehen Sie bitte vorher unbedingt einmal hinein und schließen das Garagentor. Wie hell ist es dann noch? Könnten Sie dort Zeitung lesen? Klar Ihr Hund wird keine Zeitungen durchblättern, aber das ist eine Richtlinie ob genug Licht da ist. Überlegen Sie mal, wie unangenehm es ist, aus dem Dunklen ins Helle zu gehen. Genug Licht? Alles klar!Toll wäre aber trotzdem, wenn Sie statt dem Garagentor eine normale Gittertür einbauen könnten, damit der Hund schön "rauskucken" kann.Wie sieht´s aus mit Ölflecken und Benzin? Das tut auf Dauer den Füßen nicht gut.Da hilft nur eine Putzaktion mit geeignetem Reiniger oder ein großer Teppichboden.Dann wäre da noch das Einleben in die neue "Eigentumswohnung". Ganz vorbildlich wäre, wenn Sie mit ihm einziehen könnten und die ersten Nächte dort verbringen würden. So könnten Sie ihn langsam mit Kuscheldecke an den neuen Platz gewöhnen und er hätte keine Angst, wenn Sie ihn alleine lassen.



Wo gibt es Hundeschulen
Frage:
Können Sie mir einen Trainingsplatz in meiner Region empfehlen?

Antwort:
Leider weiß ich keinen Hundeplatz oder eine Hundeschule in Ihrer Region. Ich kann Ihnen aber ein paar Tipps geben, wie Sie eine solche Einrichtung finden.
Rassevereine wie z.B. der SV, ( Verein für Dt. Schäferhunde), sind mit vielen Hundeplätze in Deutschland vertreten, es gibt auch Boxer-, Dobermann, Airedale-,Pinscher und Schnauzer-, Doggen-,...Vereine. Nicht immer sind in solchen Rassevereinen nur die eigenen Rassen Wilkommmen. Beim SV zum Beispiel gibt es Trainingsgruppen, die auch mit anderen Rassen trainieren. Fragen Sie nach dem "Augsburger Modell". Wenn also ein Rasseverein in Ihrer Nähe ist, Sie aber einen Mischling haben gehen Sie ruhig Trozdem mal hin zum Schnuppern.
Allgemeine Hundevereine: Sind zugänglich für alle Rassen.
Hundeschulen sind privat organisierte Trainingsmöglichkeiten. In denen ohne Wettkampfhintergrund gearbeitet wird.
Wie kommen Sie aber nun an die Adressen der Vereine? Schauen Sie beim Tierarzt, im Tierheim am schwarzen Brett nach oder fragen Sie im Tierbedarfshandel nach. Hundebesitzer mit auffällig folgsamen Hunden sind manchmal eine gute Info. Das gute alte Telefonbuch leistet auch immer noch gute Dienste. Schauen Sie unter: Verein der Hundefreunde... VdH... Gebrauchshundeverein... GSV...Polizeihundeverein...PHV... Hundesportverein...HSV...

Nehmen Sie sich Zeit, verschiedene Institutionen zu testen. Es ist nicht immer gut, gleich von Anfang an nur in einer Schule zu bleiben. Dazu sollten Sie zuerst die Trainingszeiten wissen. In der Regel sind diese am Samstag und Sonntag, meist auch noch an einem Wochentag. Fahren Sie einfach mal hin. Keine Angst, Hundebesitzer sind nette Leute! :-) Und sollte Ihnen der Platz nicht zusagen, dann können Sie diesen gleich mal von der Liste streichen. In einer Hundeschule sind die Termine unterschiedlich. Meist können Sie zu einem "Schnuppertraining" kommen und alles anschauen. Wollen Sie aber eine Beratung, sollten Sie schon einen Termin vereinbaren.



Wie wähle ich eine gute Hundeschule aus
Frage:
Woran erkenne ich eine gute Hundeschule?

Antwort:
Es gibt leider nicht viele gute Möglichkeiten seinen Hund auszubilden. Hundeplätze sind zur sportlichen Ausbildung des Hundes und zum Training für Wettkämpfe, Hundeschulen sind eher Familienorientiert in der Ausbildung. Beides gibt es wie Sand am Meer.. Aber Vorsicht, "Prüfsiegel", der Organisationen halten bei näherem Betrachten nicht immer Stand. Egal ob es ein Rasseverein, allgemeiner Hundeplatz oder HundeTrainingscenter ist, nicht alles ist Gold, was an der Vereinsheimwand an Pokalen glänzt.Desshalb ist es besser Sie sind kritisch bei der Auswahl.
Es gibt in Deutschland im Moment nur eine staatlich anerkannte Möglichkeit, einen solchen Beruf zu erlernen; die Zusatzbezeichnung Tierverhaltenstherapie oder der Fachtierarzt für Verhaltenskunde. Beide sind nur zu erlangen, wenn das Studium der Tiermedizin vorangegangen ist. Bezeichnungen wie: Hundetrainer, Hundeausbilder, Sachverständiger, Kynologe, Kynopädagoge, Hundepsychologe, Tierlehrer... Sind keine geschützten Begriffe

Auf folgende Dinge sollten Sie beim Besuch eines Trainingsgeländes achten: Zuerst betrachten Sie alles von Außen: das Gelände, die Art, wie die Leute Ihre Hunde aus dem Auto holen, was steht alles auf dem evtl. vorhandenem schwarzem Brett …Schauen Sie sich den Übungsbetrieb und vor allem die Ausbilder genau an! Wie geht man mit den Hunden um? Wie geht man mit den Besitzern um? Sind die Ausbilder für Fragen nach der Ausbildung zugänglich? Wie arbeiten sie mit ihren eigenen Hunden? Auswerten können Sie das selbst am besten so: Was Ihnen nicht gefallen hat und Ihnen auch keiner erklären kann, so dass Sie es verstehen, ist auch meist nicht gut. Wenn Sie merken, dass der Ausbilder nicht erklären kann, weshalb bei einem Hund eine spezielle Methode angewendet wird, sollten Sie aufmerken. "Der braucht das halt!" ist KEINE Erklärung! Fordern Sie eine schlüssige Erklärung.
Wollen Sie Ihren Hund selbst ausbilden? Dann können Sie telefonisch schon einige Hundeschulen ausklammern. Es gibt Hundeschulen, die nur die Hunde und nicht die Besitzer ausbilden. Wenn eine oder mehrere der nachfolgenden Fragen mit "nein" beantwortet werden, sollten Sie sich nach etwas anderem umsehen:Ist es möglich, ein Probetraining ohne Vertragsbindung zu absolvieren? Kann man die /das Gelände besichtigen? Wird Einzelunterricht angeboten? Gibt es theoretischen Unterricht für Hundebesitzer bzw. eine Einweisung in die Methodik der Ausbildung? Ist für einen Hund auch ein Ausbilder zuständig? Gibt es altersgerechte Spielgruppen bei den Junghunden? Ihnenfallen bestimmt noch mehr gute Fragen ein.Sie werden sehen, in der Regel trennt sich schnell die Spreu vom Weizen.



Aggression gegen Kinder
Frage:
Mein Hund ist nicht kinderfreundlich und hat schon versucht zu beißen. Was sollen wir tun?

Antwort:
Aggressivität gegenüber Kindern ist nicht immer einfach zu definieren. Kinder machen viele Dinge, die ein Hund in seinem Verhaltensmuster als gefährlich oder bedrohlich einordnet. Je nach Hundecharakter und Sozialisierung kann es zu Problemen kommen.
Der Hund ermittelt den Grund einer Annäherung anhand der Körpersprache des Gegenübers. Ein Beispiel, um das zu verdeutlichen: Ein Mensch, egal ob klein oder groß, geht auf einen Hund zu, um ihn zu streicheln. Hat der Hund im Welpenalter nicht gelernt, mit solchen Situationen umzugehen, wird er die Situation nach "Hunderegeln" einschätzen. Aus welchem Grund würde "Hund" auf einen anderen Hund zu gehen? 1. zum Spielen oder zur Geruchskontrolle 2. zum Angreifen oder Imponieren Sieht es mehr nach Spiel aus, dann kann es sein, der Hund springt der Person freudig entgegen, rennt weg, hüpft an ihr hoch oder reagiert nicht auf die vermeintliche Aufforderung. Fühlt er sich jedoch angegriffen, hat er 3 Möglichkeiten zu reagieren: 1. Kommunikation: a.) Der Dialog, hier wird er anhand seiner Körpersprache zum Ausdruck bringen, wie er sich fühlt. b.) Hierarchie, sie ist innerhalb eines Rudels festgelegt und bestimmt die Privilegien. 2. Meideverhalten: Das heißt, er wird versuchen die Situation zu vermeiden und ausweichen oder weggehen. 3. Offensives Verhalten / aggressives Verhalten: Je nach individueller Einschätzung der Situation sieht der Hund die Notwendigkeit mit offensiven Verhaltensweisen klarzustellen, dass er die Situation als gefährlich für seine Unversehrtheit einschätzt.Die im Hund ablaufende Abschätzung, ob es sich lohnt einen Konflikt einzugehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Ausdrucksweise und der Rangposition ist auch die Körpergröße und somit Kraft des Gegenübers ein Faktor. Ist der "Gegner" ein Kind, liegt es nahe, dass der Hund sich überlegen fühlt .
Passieren öfter unangenehme Begegnungen mit einer bestimmten Art Mensch (Kinder), lernt der Hund ein Muster, sich in solchen Situationen zu verhalten. Brachte es Erfolg ein (er wird in Ruhe gelassen), sich mit Knurren und Bellen zu behaupten, wird sich dies auch als Muster festigen. Es kann sogar soweit kommen, dass er schon bellt, wenn ein Kind nur denselben Raum betritt. Das Verhalten verselbständigt sich.
Ein anderes Hund/Kind-Problem ist, dass in jedem Hund mehr oder weniger ausgebildete Beutefangverhalten. Einem Verletzten ist es relativ egal, warum der Hund zugebissen hat, aber als Besitzer können Sie sich besser auf solche Situationen einstellen, wenn Sie die Grundlagen wissen. Alles was sich schnell bewegt, ist für den Hund interessant oder sogar faszinierend. Oft geschieht das mit Joggern oder Fahrradfahrern. Es ist selten der Fall, dass der Hund absichtlich provoziert wurde, allein das sich entfernende und bewegende Objekt (Junge auf dem Fahrrad) hat den Hund in seinem Jagdverhalten angesprochen und zum hinterher Rennen veranlasst.
Leider gibt es soviel, das ein Hund nicht einordnen kann und das er erst lernen muss, um unsere oft völlig gegensätzlichen Reaktionen zu verstehen. Z.B. LACHEN: Wir zeigen die Zähne und haben gute Laune???
Um einen "kindersicheren" Hund zu haben, muss er als Welpe viele Begegnungen mit Kindern haben. Wurde dies verpasst, kann eine desensibilisierende Verhaltenstherapie mit entsprechendem Trainingsplan die Situation entspannen.



Baby akzeptieren
Frage:
Wir erwarten ein Baby, was sollen wir tun damit der Hund es akzeptiert?

Antwort:
Gerade wenn das Baby kommt oder schon da ist, ist es wichtig, dass der Hund von Anfang an mit eingeschlossen in den Babyalltag ist.Sie sollten im Vorab eine genaue Einschätzung Ihres Hundes in Bezug auf die offensiven Verhaltensweisen gegenüber Kinder machen. Wenn bereits Unfälle mit Kindern zu verzeichnen sind, sollten Sie eine Analyse der Beißunfälle betreiben und rechtzeitig eine Verhaltensmodifikation unter Anleitung anstreben.Hat Ihr Hund keinerlei Probleme mit Kindern, können Sie wie folgt vorgehen:Sinnvoll ist es ihm (wenn der Säugling noch nicht angekommen ist) vom Krankenhaus benützte Windeln mitzubringen und evtl. auch an schmutziger Babykleidung riechen zu lassen, so dass er erst einmal den Geruch des neuen Mitbewohners kennen lernt. Lassen Sie ihn dann das Kinderzimmer genau kontrollieren. Eine gute Idee ist es, eine gebrauchte Windel im Kinderbett "übernachten" zu lassen. Wenn die/der Kleine ankommt, sollte die erste Begegnung ohne Stress sein und am besten auf neutralem Terrain. Für Momente, in denen der Hund mit dem zu erwartenden Baby Kontakt aufnimmt, sollten Sie ruhige Augenblicke aussuchen oder sogar Arme und Beine des Babys erst mal ruhig halten, so dass es keinen Grund gibt, den der Hund als bedrohlich betrachtet.Lassen Sie ihn sooft wie nur möglich am Baby schnuffeln und auch die Windeln begutachten (nicht zerreißen lassen!).Auf keinen Fall sollten Sie ihn allein lassen mit dem Baby, nicht einmal für 2 Sekunden. Sie werden nach und nach merken, wenn er das Kleine als Rudelmitglied akzeptiert. Aber gehen sie nicht davon aus, dass ein Hund ein Menschenkind anders behandelt, als er einen Welpen behandeln würde. Ziehen Sie ihn nie weg von dem Baby, rufen sie ihn weg oder geben Sie ihm ein Spielzeug zum Beschäftigen, wenn er zu neugierig ist. Lassen Sie ihn an allem teilhaben, was Sie mit dem Baby tun. "Wickeln" Sie Ihren Hund doch auch mal, machen Sie auf jeden Fall das Gleiche mit ihm wie mit Ihrem Baby, damit er kein Konkurrenzdenken entwickelt. Haben Sie vor, ihm das eine oder andere Zimmer zu verbieten, dann machen Sie das schon vor der Ankunft des Babys, sonst verbindet er gleich Negatives mit dem Neuankömmling.



Zahnpflege, Zahnstein, Zahnabsplitterung
Frage:
Gibt es für Hunde eine spezielle Zahnpflege?

Antwort:
Es gibt schon Einiges, was man tun kann, um Hundezähne zu pflegen. Abgesehen von medizinischen Problemen, die spezielle Behandlungen erfordern, ist eine vorbeugende Pflege der Zähne auch beim Hund anzuraten. Vorbeugemaßnahmen zur Erhaltung von gesunden Zähnen: - Lassen Sie den Hund nicht mit Steinen spielen. Steine verursachen oft Schmelzabsplitterungen oder brechen sogar Zähne ab. - Wenn Ihr Hund intensiv mit anderen Hunden spielt, sollten Sie die Halsbänder abnehmen, denn es kann passieren, dass ein Hund mit seinem Zahn beim anderen hängen bleibt und so den Zahn teilweise oder ganz verliert. - Schokolade und andere Süßigkeiten sollten Sie dem Hund vorenthalten. - Trockenfutter kann aufgeweicht oder trocken verfüttert werden. Füttern Sie es weich, sollten Sie dem Hund zusätzlich harte Kekse oder Kauknochen geben, damit die Zähne mechanisch belastet werden.Zähne Putzen & Mundgeruch: Zur Vorbeugung von Zahnstein und die sich daraus ergebenden Probleme sollte man ab und zu Dinge füttern, die das Gebiss mechanisch beanspruchen und den Speichelfluss erhöhen. Zu diesem Zweck gibt es Kauknochen und Kekse, aber auch rohe Karotten leisten gute Dienste. Einige Firmen haben noch spezielle Enzyme in Ihren Kaustreifen, damit die Zahnsteinbildung verringert wird, was von Vorteil ist. Es gibt Zahnbürsten für den Hund. Die Anwendung setzt aber voraus, dass sich der Hund den Fang öffnen lässt und still hält. Das sollten Sie schon mit Ihrem Welpen üben. Verwenden Sie niemals die normale Menschenzahnpasta! Der Hund schluckt einen Teil der Paste ab, dass kann zu Magen/Darm-Problemen führen! Außerdem schmeckt die Menschanzahnpasta für einen Hund fürchterlich und der Hund wird sich gegen das Zähneputzen wehren. Es gibt spezielle Hundezahnpasta mit verschiedenen Geschmacksrichtungen.Anhaltender Mundgeruch kann noch verschiedene andere Gründe haben. Lassen Sie von Ihrem Tierarzt die Ursachen abklären.Zahnstein:Ein roter Saum am Zahnfleisch bedeutet, dass es entzündet ist, was oft durch Zahnstein verursacht wird. Ist viel Zahnstein zu erkennen, besteht die Gefahr, die Zähne zu verlieren. Die Entzündungen im Maulbereich ermöglichen, dass Keime ins Blut übertreten. Somit wirkt sich der Zahnstein auch auf die Organe aus, speziell Herz und Nieren können geschädigt werden. Erkennen Sie braune, beige oder gelbe Beläge auf den Zähnen, sollten Sie zum Tierarzt gehen und diese entfernen lassen. Das geschieht in Narkose mit Ultraschall. Schmelzabsplitterung: Wenn Zähne abgesplittert sind oder sogar scharfe Kanten haben, sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen. Kann der Zahnrest verbleiben, empfiehlt sich die auch für Menschen verwendete Flourpaste aufzutragen.Altersbedingte Zahnhöhlenöffnung (Pulpaöffnung):Wenn die vorderen Zähne im Lauf der Jahre rote Pünktchen in der Mitte bekommen, so ist die Zahnhöhle eröffnet. Das ist nicht weiter schlimm, denn es bildet sich bei diesen langsamen Abnutzungsprozessen ein "Notdentin", das die Höhle wieder schließt. Zahn bricht ab durch Unfall:Wenn plötzlich die Zahnhöhle eröffnet wird, sollte man den Tierarzt aufsuchen. Er entscheidet dann, ob es evtl. besser ist, den Zahn zu ziehen, denn es besteht die Gefahr einer Fistelbildung, wenn Erreger eindringen. Im schlimmsten Fall kann solch eine Zahnfistel durch die Schädel- oder Kieferdecke dringen.



Beißhemmung
Frage:
Was ist die so genannte Beißhemmung?

Antwort:
Im Wolfsrudel oder in der Hundemeute dürfen junge Welpen fast alles. Im Spiel beißen sie ihre Mutter, Geschwister und andere Rudelmitglieder in Ohren, Lefzen und Schwänze und gehen dabei teilweise ziemlich rabiat vor. Je älter die Welpen jedoch werden, desto intoleranter werden die anderen Rudelmitglieder gegenüber diesen spielerischen Angriffen. Mit ca. 18 Wochen haben sie den Welpen eine natürliche Beißhemmung anerzogen. Ohne diese Beißhemmung wäre ein überleben in der Natur unmöglich, da jede kleine Auseinandersetzung zu schweren Verletzungen führen würde. Wird ein Welpe mit 8, 10 oder 12 Wochen von der Mutter entfernt und in eine menschliche Familie aufgenommen, so ist dieser Lernprozess noch nicht abgeschlossen. Die Familie muss da weitermachen, wo die Mutter aufgehört hat.Training der Beißhemmung: Wenn Ihr Kleiner Sie mit seinen Zähnen unangenehm berührt, dann geben Sie ein kurzes schrilles "Au" von sich und brechen für mindestens 15 Sekunden jede Interaktion mit dem Welpen ab. Ignorieren Sie ihn völlig. Danach können Sie weiterspielen.



Stubenrein
Frage:
Jede Nacht macht mein Welpe 2 Haufen in die Wohnung. Was kann ich tun?

Antwort:
Abgesehen von Verhaltensstörungen gibt viele andere Gründe für häufiges Koten bzw. Stubenunreinheit.Würmer: Es ist wichtig, die Kleinen regelmäßig zu entwurmen (alle 3 - 4 Wochen). Fütterung: Verwenden Sie ein qualitativ hochwertiges Welpenfutter in abgemessener Menge im Verhältnis zu seiner Rasse. Achten Sie auf dem Alter angemessene Mengen von Kauknochen oder Leckerlies. Lieber vermeiden Sie beides völlig, als dass Sie zu viel davon füttern.Krankheiten: Ist die Hinterlassenschaft fest oder eher flüssig? Es gibt verschiedene Ursachen für Durchfall beim Hund. Manche verursachen, dass der Hund die Kontrolle über den Kotabsatz verliert.Merken Sie sich welche Konsistenz der Kot hat, die Farbe und den Geruch. Am besten nehmen Sie eine Probe davon zum Tierarzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.Gemütszustand: Wenn der Hund nervös ist, schlägt das auf den Darm nieder. Ist eigentlich nicht so schlimm, denn es legt sich wieder von ganz allein, sobald der Störfaktor ausgeschaltet ist. Verringern Sie Stressoren, die den Hund beunruhigen.Gassi-geh-Zeiten: Welpen "müssen" öfter als erwachsene Hunde. Gehen Sie tagsüber alle 2 - 3 h mit dem Hund auf die "Pipiwiese", dazu kommen noch weitere Male, wenn er gespielt, gefressen oder getrunken hat.Verzögern der Zeiten nachts:Damit Sie irgendwann mal wieder ruhig schlafen können, sollten Sie Stück für Stück die Zeiten für´s nächtliche Gassi gehen auf Ihren persönlichen Tagesrhythmus anpassen. Beginnen Sie die ersten Nächte mit 4 h Abständen zwischen dem Gassi gehen. Die Zeiten, die Ihnen gar nicht liegen, verschieben Sie nun im 20- 30 Minutentakt auf eine Ihnen angenehmere Zeit.Zum Beispiel: einige Tage 23:00 Uhr, 02:00Uhr, 06:00 Uhr… einige Tage: 23:00 Uhr, 02:30 Uhr, 6:30 Uhr… dann einige Tage: 23:00 Uhr, 03:00Uhr, 7:00 Uhr…. dann 23:00 Uhr, 03:30 Uhr, 7:30 Uhr…Halten die Probleme mit dem Ausscheidungsverhalten an, ist eine verhaltenstherapeutische Beratung empfehlenswert.



Hund und Katze
Frage:
Wie kann ich meinen neuen Hund (ca. 60 cm) am besten mit meinem Kater, der sehr dominant Hunden gegenüber ist, bekannt machen????

Antwort:
Hund und Katze bekannt zu machen ist nicht immer ganz einfach. Die Katze ist zwar gewichtstechnisch im Nachteil, aber die Krallen sind nicht zu unterschätzen.Um das Ganze kontrolliert zu veranstalten, sollten Sie den Hund UND die Katze anleinen. Ist die Mieze nicht an die Leine gewöhnt, sollte sie evtl. in eine Transportbox gesetzt werden. Die beiden sollen erst mal auf Distanz die Lage checken und entdecken, dass es Vorteile hat, beieinander zu sein.Je nach Spannungslage können Sie dann stundenweise die "Freundschaft" besiegeln.Bei überschäumendem Temperament dauert es schon eine Weile, bis die beiden miteinander auskommen.Zurück zum Anfang



Hundehaftpflichtversicherung
Frage:
Meine Hündin hat während einer Krankheit den Teppich meiner gemieteten Wohnung ruiniert und nun frage ich mich, ob ich das von der Versicherung erstattet bekomme.

Antwort:
Die normale Hundehaftpflichtversicherung zahlt nur, wenn Ihr Hund Eigentum anderer Leute zerstört. Auf eigene Sachen muss man selbst aufpassen.Im Versicherungsfall muss man immer erklären können, dass man sein Möglichstes getan hat, um den Schaden zu vermeiden, sprich: der Hund war nicht unbeaufsichtigt oder zumindest an der Leine oder in einer Box zu dieser Zeit. Es kommt auf Ihre Versicherungsgesellschaft an, ob die schriftliche Erklärung der Situation akzeptiert wird.



Ausbildung zum Hundeausbilder
Frage:
Ich interessiere mich für eine Ausbildung zum Hundtrainer. Ich hoffe, Sie können mir da behilflich sein.

Antwort:
Viele Ausbilderkarrieren beginnen in einem Hundesportverein, in einer Hundeschule, als Hundeführer bei der Polizei oder im BGS.Es gibt in Deutschland im Moment nur eine staatlich anerkannte Möglichkeit, einen solchen Beruf zu erlernen; die Zusatzbezeichnung Tierverhaltenstherapie oder der Fachtierarzt für Verhaltenskunde. Beide sind nur zu erlangen, wenn das Studium der Tiermedizin vorangegangen ist. Bezeichnungen wie: Hundetrainer, Hundeausbilder, Sachverständiger, Kynologe, Kynopädagoge, Hundepsychologe, Tierlehrer... sind keine geschützten BegriffeBei der Suche nach dem richtigen Ausbildungsbetrieb sollten Sie also vorsichtig sein und auf die Werte der zusätzlichen Qualifikationen achten.In Österreich gibt es eine Ausbildung zum Trainer. Die Ausbildung unterteilt sich in alle Bereiche der Ausbildung (Welpen, Begleithunde, Fährtensuche etc... Seminare).Man benötigt allerdings, um nach den Seminaren zu der Prüfung zum geprüften Ausbildungswart für Begleithunde antreten zu können, einen Befähigungsnachweis, z.B. BGH II im Leistungsheft. Es gibt Hundeschulen, die eigene Vereine gegründet haben und innerhalb dieser Vereine Prüfungen zum Hundausbilder abnehmen. Die Qualität dieser Prüfungen ist unterschiedlich.Innerhalb des Hundesportverbandes gibt es ebenso Prüfungen, die ausbilderisches Können abprüfen sollen. Leider verlangen sie viel nach Kenntnissen der Vereinsstruktur und nur wenig nach praktischen Trainingsinhalten.Sie müssen sich also selbst umsehen und vor allem gut selektieren, um einen wirklich guten Ausbilder zu finden, um bei ihm in die "Lehre" zu gehen. Weitere Artikel dieser Seite zu diesem Thema:Woran erkenne ich einen guten Ausbilder?Was muss der Welpentrainer alles können?



Alter Hund
Frage:
Es gibt Medikamente, die älteren Hunden wieder mehr Auftrieb geben sollen. Haben Sie Erfahrungen damit? Welche Art Medikamente sind das? Wie wirken sie und helfen sie auch?

Antwort:
So pauschal kann man das nicht sagen, da müssten Sie schon etwas mehr über Ihren Hund und seine speziellen Probleme erzählen. Es gibt Präparate, die Bänder und Sehnen unterstützen; es gibt Mittel um ein krankes Herz zu entlasten; es gibt Medikamente, die die Verdauung regeln; es gibt Stoffe, die die Organfunktionen unterstützen.…Allgemein gilt, dass eine optimale Ernährung und angepasste Bewegung wichtig ist. Warnen möchte ich noch vor Schmerzmittelmissbrauch aus dem Humanbereich. Sie können dem Hund extremen Schaden zufügen! Lassen Sie ihren Hund vom Tierarzt untersuchen und beraten Sie mit ihm zusammen, wie Sie Ihrem Liebling helfen möchten.



Artgerechte Hundehaltung
Frage:
Ich überlege schon seit längerem, mir einen Hund zuzulegen. Selber aber bin ich oft nicht vor dem Nachmittag zuhause, da ich noch studiere, und dies wohl auch noch ein paar Jährchen. Deswegen frage ich mich, ob das für den Hund überhaupt "artgerecht" wäre.

Antwort:
Zu diesem Thema gehen die Meinungen weit auseinander. Allem voran möchte ich stellen, dass ein Hund dem Tierschutz gemäss artgerecht gehalten werden sollte.Spaziergänge:Ein Hund hat das Bedürfnis sich zu bewegen. Je nach Kondition und Alter des Hundes mind. 1 - 2 Stunden pro Tag. Längere Spaziergänge sind wünschenswert. Plant man Marathonläufe, sollte man sich eine entsprechende Läuferrasse (z.B. Husky) zulegen. Will oder kann man nur kleinere Touren machen, sollte man sich eine gemütlichere Rasse kaufen, die mit weniger Auslauf auskommt.Alleinbleiben:Ein Hund schläft viel. Einige Stunden am Tag sollte somit auch Zeit zum Ausruhen sein. Wenn man also einem Hund verständlich machen kann, dass man nicht für immer geht, wenn man die Wohnung verlässt, wird er diese Zeit zum Ausruhen nützen. Zum Alleinbleiben kann auch ein gut eingezäunter Garten dienen.Mitnehmen:Für Hunde ist Abwechslung gut, aber es sollte nicht ausarten. Ein Hund ist am liebsten beim Rudel, aber das heißt nicht, dass er immer und überall neben einem sitzen muss. Für sensible Hunde ist es sogar großer Stress, immer überall dabei sein zu müssen, denn jeder Ortswechsel, ich meine da auch Restaurant, Uni, Biergarten, Freunde besuchen... ist für den Hund mit Stress verbunden. Diesen zu verarbeiten und mit der neuen Situation klarzukommen ist je nach Hundecharakter anstrengend.Wie in allem ist, das rechte Maß zu finden. Außerdem hat ein Hund mehr davon, wenn "Frauchen" sich mit ihm beschäftigt, wenn sie Zeit hat, anstatt im Biergarten unterm Tisch Zeit zu verbringen.Natürlich gibt es auch unter den Hunden "Kneipengänger", die sich überall wohl fühlen, aber generell gilt das nicht. Die AufzuchtDie Welpenzeit ist allerdings grundlegend anders. Die ersten 1 1/2 Jahre sollte man viel Zeit einrechnen, bis der kleine Fratz alleine zuhause bleibt, ohne etwas anzustellen. Auch Restaurant und Besuche anderer Örtlichkeiten sollten mit Welpen gemacht werden, damit er sich mit der Umwelt auseinandersetzt.Weitere Artikel dieser Seite zu diesem Thema:Welpen



Dauerkläffer
Frage:
...haben wir von Nachbarn gehört, dass unser Hund in dieser Zeit andauernd kläffen soll... Was kann man dagegen unternehmen?

Antwort
Erst mal sollten Sie versuchen zu ergründen, warum der Hund bellt. Ist es wirklich grundlos oder wird er gestört (Klingel, Kinder, Nachbarn, Kirchenglocke, Flugzeuge...). Dann ist es wichtig, dass keiner Ihrer Nachbarn mit dem Hund spricht, wenn er bellt. Ist nämlich "nicht allein sein wollen" der Grund, wird er immer weiter bellen, wenn er erst mal merkt, dass er Ansprache bekommt.Eine paar Stunden sollte ein erwachsener Hund leicht überbrücken können, vorausgesetzt er hat es richtig gelernt.
Beginnen Sie mit dem Alleinlassen etappenweise:Finden Sie einen " Ich komme gleich wieder"-Satz, den Sie immer im Training sagen. Lassen Ihren Liebling zuerst nur für kurze Zeit allein und das auch nur scheinbar. Das heisst, Sie verlassen zwar die Wohnung, aber nicht das Haus.Sie können das Ganze auch erst mal mit einem Zimmer beginnen, um nicht stundenlang im Hausflur warten zu müssen.So, ab jetzt ist alles ganz einfach. Beginnen Sie mit nur wenigen Sekunden bis Minuten, steigern Sie die Zeit Stück für Stück. Ist Hund für einige Zeit anständig und wartet still, bis er wieder raus darf, wird er gelobt. Ist Ihr Hund wirklich brav in der Zeit? Toll, dann auf zum nächsten Schritt: Beginnen Sie das normale Ritual, wie wenn Sie zur Arbeit gehen, selbe Uhrzeit, selbe Arbeitsabläufe, verlassen Sie die Wohnung und kommen Sie nach nur wenigen Minuten zurück. War er brav? Toll, dann wieder ein kleines Stückchen weiter.Die Wartezeit können Sie anfangs nur langsam steigern, aber wenn Sie bei 10 Min. angelangt sind, können Sie in 10 Min.-Schritten weitermachen.Geduld ist wichtig! Denn überfordern Sie den Hund, dann kann es sein, dass der Erfolg ausbleibt.In der Zeit, in der Sie nicht üben, aber trotzdem den Hund alleine lassen müssen, gehen Sie ohne den "Ich komme gleich wieder"-Satz. Besser noch ist natürlich, wenn Sie einen Dogsitter anstellen, bis er gelernt hat, allein zu sein ohne zu bellen.Strafe:Es hat keinen Sinn, den Hund zu strafen, wenn schon geschehen ist, was nicht geschehen soll, das bringt nur einen Vertrauensbruch. Der Kleine kann nicht verstehen, warum er Schelte bekommt und wird mit der Zeit unterwürfiges Verhalten zeigen, das aber nichts mit dem immer wieder zitierten "schlechtem Gewissen" zu tun hat.Also verkneifen Sie sich Strafpredigten, wenn was passiert ist und versuchen Sie lieber dem Ganzen aus dem Weg zu gehen, indem Sie kritische Situationen vermeiden.



Begehen der Felder, Fährtengelände
Frage:
Sicherlich wurde schon einmal grundsätzlich geklärt, welche Rechte ein Jagdpächter genau hat und ob man auf einer nicht eingezäunten Wiese oder einem Acker mit Erlaubnis des Eigentümers (Landwirt) fährten darf.Gibt es dazu Erfahrungen von anderen? Oder irgendwelche einschlägigen Gesetzestexte ?

Antwort:
Klar ist erst einmal, dass man ohne Erlaubnis des Landwirtes fast gar nichts darf. Während der Wachstumszeit schon gar nicht. Dies ist laut Bauernregel von Georg bis Michael, d.h. 23.April - 29. September jeden Jahres. Wenn der Bauer erlaubt, auf das Feld zu gehen, heißt das aber nicht, dass Ihr Hund dort auch frei laufen darf. Hier tritt das Naturschutzgesetz in Kraft:§29.1 Es ist verboten· wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, ohne vernünftigen Grund zu fangen oder zu töten oder · brütende oder sich sammelnde Tiere unnötig zu stören. Das heißt im Extremfall: beim Laufen über die Wiese könnte man eine dort lebende Haselmaus stören und das ist gesetzeswidrig.Kurz gesagt: Hat man Probleme mit dem Jagdpächter, sollte man sich lieber anderweitig nach Gelände umsehen.



Ausbildung am Brustgeschirr
Frage:
Ist es wirklich möglich einen Hund am Brustgeschirr auszubilden?

Antwort :
Prinzipiell ist es immer die Konsequenz der Maßnahmen, die entscheidet, ob ein Hund "Mensch" als Rudelführer akzeptiert oder nicht. Ein Ruck am Halsband kann sicherlich nicht die Rudelführerposition sichern. Es ist das Gesamtbild, das für den Hund zählt und die Verlässlichkeit in der Konsequenz, die man als Mensch darstellen muss. Das gilt genauso für das Geschirr und alle anderen Methoden.



Schlechter Fresser
Frage:
Mein Hund frisst schlecht, Leckerlies sind aber kein Problem.

Antwort
:Als Erstes rate ich die medizinische Seite abzuklären. Ist eine erkrankungsbedingte Nahrungsverweigerung auszuschließen, können Sie ruhig die Methode "Sei schnell oder die Beute ist weg" anwenden.Führen Sie ein Ritual der Fütterung ein. Also gleiche Zeit, immer gleicher Napf, fest bestimmter Ort der Fütterung und vor allem vorgegebene Zeit der Nahrungsaufnahme. Messen Sie die Futtermenge knapp ab. Füllen Sie nur die Menge ein, die er auf jeden Fall fressen würde, wenn er Hunger hätte.Entscheiden Sie sich für eine Futterart, bieten Sie ihm diese höchstens 2 Mal am Tag an. Verzichten Sie auf Würstel oder sonstige Leckerlies. Bieten Sie ihm das Futter täglich 1 Minute an, frisst er nicht, dann nehmen Sie es wieder weg. Erst am nächsten Tag kann er wieder seine "Beutechance" nützen. Diesmal aber nur 30 Sekunden lang. Beginnt er zu fressen, lassen Sie ihm Zeit, sobald er aber länger als 1 Minute unterbricht, nehmen Sie das Futter weg. Verringern Sie die angebotene Futtermenge, wenn er nicht leer frisst.Da ich Ihren Hund nicht kenne, kann ich nicht genau sagen, wie lange Sie ihn hungern lassen können, aber als grobe Richtlinie sind 3 - 4 Tage anzusehen. Die meisten Hunde haben am 3. Tag genügend Hunger.Das Wichtigste zum Schluss:Achten Sie dabei peinlichst darauf, dass der Hund in dieser Zeit keine Chance hat, von anderen Quellen seinen Hunger (wenn auch nur teilweise) zu stillen. Informieren Sie die ganze Familie und am besten auch die Nachbarn, bei denen er sich ab und an etwas abholt.Leckerlies haben viel Energie, aus denen ein Hund schon das Gefühl bekommen kann, er sei satt. Aber sie sind in keinster Weise als Alleinfutter zu gebrauchen, da wichtige Nährstoffe nicht ausreichend vorhanden sind (ähnlich wie bei Fast Food).Mülleimer und Komposthaufen üben eine magische Anziehungskraft auf Hunde aus. Besonders in solchen Zeiten, in denen Nahrung knapp wird. Passen Sie also auf, dass Ihr Kleiner nicht zum Stöberer wird. Wenn der Hund sicher jeden Tag seinen Napf leert, können Sie wieder auf 2-malige Fütterung umsteigen und auch wieder ab und an Leckerlies geben. Bleiben Sie aber dabei, wenn er nicht frisst, nehmen Sie den Napf nach spätestens 1 Minute weg.Zurück zum Anfang



Farbensehen
Frage:
Welche Farben kann mein Hund sehen?

Antwort:
Die allgemeine Annahme, dass unsere Hunde keine Farben unterscheiden können und nur in einer Schwarzweiß-Welt leben wurde von der Amerikanerin Dr. Dana Vaughan in einer wissenschaftlichen Arbeit widerlegt. Die Hunde sind sicherlich mehr auf "Bewegung" als auf "optische Farben" fixiert. Dennoch sind die Farben "Blau", "Indigo", "Violett" und "Rot" für den Hund gut sichtbar. Die Farben "Grün", "Gelb" und "Orange" kann der Hund nicht unterscheiden. Diese Farben kann der Hund aber ganz leicht von der Farbe "Weiß" unterscheiden. Die Farbwahrnehmung des Hundes kann somit mit der "Rot-Grün-Blindheit" (Deuteranopie) des Menschen verglichen werden.



Schwanzspitzen trimmen
Frage:
Stimmt es, dass man manchen Hunden die Haare an der Schwanzspitze abschneiden soll?

Antwort:
Auch wenn es einige für Humor halten, für manche Züchter macht es Sinn. Ich kenne das "nur" vom Schäferhund. Die Geschichte ist folgende: Im Wachstum gibt es Zeiten, in denen die Rute im Verhältnis zum restlichen Hund länger ist und so den Boden berührt. Der Hund kann sich so eine andere, unerwünschte Rutenhaltung angewöhnen, weil er versucht, die Rute nicht ständig am Boden entlang zu ziehen. Im schlimmsten Fall kann dies anscheinend zu einer Ringelrute werden, die hoch über dem Rücken getragen wird.
Darum kürzt man die überstehenden Haare einige Male, tut ja nicht weh. Wenn der Hund ausgewachsen ist, sollten die Proportionen wieder stimmen und die Rute kann nun Standart "DSH-normal" getragen werden, ohne dass sie den Boden streift. Wenn sie sich allerdings trotzdem ringelt, war wohl etwas anderes mit im Spiel.

Beim Labrador nennt man das "Trimmen" und es wird zum Verändern der Optik der Rute gemacht. Die rund gekürzte Rute verleiht ein massigeres Aussehen.
"Oh mein Gott, meine Hunde sind ja gar nicht getrimmt!" denkt sich nun sicher mancher Lab Besitzer... :-)




Infektiöses Welpensteben:
Frage:
Was versteht man unter "infektiösem Welpensterben"?

Antwort:
Das Herpesvirus des Hundes wurde erstmals Mitte der 60er Jahre im Zusammenhang mit schweren Erkrankungen von neugeborenen Welpen in den USA entdeckt. Von großer Bedeutung ist das Herpesvirus v.a. in Hundezuchten, in denen es zu erheblichen Verlusten unter neugeborenen Welpen führt. Deshalb wird diese Erkrankung auch als "infektiöses Welpensterben" bezeichnet. Vor allem schwache, unter zwei bis drei Wochen alte Welpen sind besonders gefährdet.

Beim Erkranken der Welpen ist der Zeitpunkt der Infektion entscheidend für den Verlauf der Krankheit. Je jünger die Welpen sind, desto schwerer sind die Krankheitssymptome und je ungünstiger ist die Überlebenschance der Tiere. Ab einem Alter von 2 Wochen treten meist mildere Formen von Atemwegserkrankungen auf.
Für Hundezuchten bringt eine Herpervirus-Infektion wesentlich mehr Probleme.Bei trächtigen Hündinnen bzw. ihren Welpen kann eine Erstinfektion je nach Trächtigkeitsstadium zum Zeitpunkt der Infektion zu mumifizierten Welpen, Aborten, Früh- oder Totgeburten oder zu Welpensterben in den ersten Lebenstagen führen. Symptome bei erkrankten neugeborenen Welpen sind Durchfall und Erbrechen.

Nach überstandenem Infekt wirken herpesvirusinfizierte Hunde klinisch gesund und auch bei einer Blutuntersuchung muss kein Titer ermittelt werden, trotzdem bleiben diese Tiere zeitlebens Virusträger. In Stress-Situationen, zu denen wir auch Trächtigkeit und Geburt rechnen müssen, kann es zur Reaktivierung des Virus kommen.

Prävention:
Sie können Ihre Welpen durch eine Mutterschutzimpfung schützen.
1. Impfung zwischen dem 1. Tag der Läufigkeit bis zum 10. Tag nach dem Deckakt.
2. Wiederholungsimpfung 1 -2 Wochen vor dem Geburtstermin
Die Impfung muss bei jeder Trächtigkeit in dieser Art wiederholt werden.



Kampfhunde, Gefährlichkeit
Frage:
Was ist ein Kampfhund und wie Gefählich sind sie?

Antwort:
Die Rasse "Kampfhund" gibt es nicht. Es gab früher Veranstaltungen in denen Hunde gegen Tiere und andere Hunde kämpfen mussten. Bei der Auswahl der Kämpfer wurden oft Rassen gewählt, die stark und mutig waren. Sie wurden für Kämpfe gegeneinander und andere Tiere verwandt. Somit waren es kämpfende Hunde.
Man könnte nun sagen: "Kampfhund" wäre eine Gruppenzugehörigkeits-Bezeichnung, ähnlich wie Jagdhund oder Hütehund. Aber auch die Gruppenbezeichnung "Kampfhunde" ist beim VDH nicht zu finden.
Seit einiger Zeit gibt es Listen, in denen bestimmte Hunderassen vom Staat als gesteigert gefährlich eingestuft werden. Diese werden gerne als "Kampfhundelisten" bezeichnet. In den verschiedenen Bundesländern sind aber nicht immer die gleichen Rassen auf den Listen.
Viele dieser Rassen sind ausgesprochene Familienhunde und genauso pflegeleicht und gehorsam wie andere Vertreter.

Sind Kampfhunde aggressiv und unberechenbar Menschen gegenüber?
Lassen Sie mich in Zitaten antworten:
"Wenn ein Hund übermäßig aggressiv ist, liegt dies an der mangelnden Sachkunde des Menschen. Erziehung und Haltung des Hundes spielen eine wichtige Rolle"
(Dr. Barbara Schöning, Fachtierärztin für Verhaltenskunde Präsidentin der Tierärztekammer Hamburg)

"Jede Hundezucht, wie Hundeentwicklung, jedes Hundeverhalten wird vom Menschen entscheidend beeinflusst, der überwiegend ursächlich verantwortlich ist für gestörte Beziehungen zum Tier."
(Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, Fachtierärztin für Verhaltenskunde)

Keine der Rassen wurde jemals dazu gezüchtet, um gegen Menschen zu kämpfen. Ganz im Gegenteil - richtig sozialisiert und gehalten verfügen diese Rassen über gute Nerven und eine hohe Reizschwelle. Die besten Voraussetzungen für einen Familienhund! Die Kombination aus feurigem Terrierblut und starrsinnigem Bulldogerbe machen diese Vierbeiner jedoch zu Partnern, die ein gewisses Fingerspitzengefühl erfordern. Und vor allem Wissen! Viele Schwierigkeiten mit den Tieren entstehen nur durch Unkenntnis und könnten leicht vermieden werden. Sie sind somit als Erstlingshund ungeeignet.

Warum gibt es immer nur Unfälle mit Kampfhunden?

Bei dem Begriff "Kampfhund" denken die meisten Menschen sofort an die Schreckensmeldungen aus den Medien. Kampfeslustig und alles zerfleischend was diesen Hunden vor's Gebiss kommt. Aus diesem Grund ist es allzu verständlich, wenn Menschen mit Angst, ja sogar oft mit Panik einem solchen Hund begegnen.
Investiert man jedoch etwas Zeit und schaut hinter die Medienkulissen, ist es oft so, dass der fletschende "böse Kampfhund" auf dem Bild gar nicht beteiligt war.
Der kleine unscheinbare Mischling, der den Unfall wirklich verursacht hat, war halt nicht so fotogen (siehe Bericht)




Hüftgelenksdysplasie (HD)
Frage: Was ist eigentlich HD?

Antwort:
HD ist die Abkürzung von Hüftgelenksdysplasie.Das Wort "Dysplasie" beschreibt eine Fehlbildung oder Fehlentwicklung eines Gewebes oder Organs. Im Falle der Hüftgelenkdysplasie (abgekürzt HD) bedeutet dies also ganz allgemein eine Missbildung der Hüfte.Die Bezeichnung umfasst die angeborene und erworbene Entwicklungsstörung der Hüfte, die in verschiedenen Graden auftritt.Infolge dieser Entwicklungsstörung kommt es im Laufe der Skelettreifung beim Welpen und Junghund zu verschiedenen Veränderungen am Hüftgelenk. Betroffen sind die Knochen des Hüftgelenks, die Hüftgelenkpfanne, die vom Becken gebildet wird, der Oberschenkelkopf und der Schenkelhals außerdem die Gelenkkapsel und die Muskeln der Hüfte und des Oberschenkels.Während sich in diesem Alter im Normalfall der Oberschenkelkopf (Femurkopf) in der Hüftgelenkpfanne (Azetabulum) zunehmend zentriert, kommt es bei der HD allmählich zu einem Abwandern des Oberschenkelkopfes von der Pfanne. Diese Lageveränderung desOberschenkelkopfes kann sich unterschiedlich geprägt fortsetzen und bedeutet eine verschiedengradige, teilweise Ausrenkung des Hüftgelenks (Subluxation). Im Extremfall verlagert sich der Kopf völlig aus der Pfanne heraus, es hat sich dann eine komplette Ausrenkung (Luxation) des Hüftgelenks entwickelt. Es gibt auch noch die Form der HD, dass z.B. die Pfanne oder die Kugel nicht genügend ausgebildet ist
Im Röntgenbild kann festgestellt werden, ob der Hund eine gesunde Hüfte hat.
Wie kann ich HD vorbeugen? Es bestehen sogar auf Ärzteseite geteilte Meinungen, ob Haltungsbedingungen auf die Schwere der HD einwirken können. Doch wenn man auf der sicheren Seite sein will, sollte man seinen Hund im ersten Lebensjahr nicht überanstrengen.Einige Rassen sind natürlich anfälliger für HD als andere. Das liegt zum einen an der genetischen Disposition zum anderen daran, dass diese Rassen größer werden und somit längere Wachstumsphasen haben, in denen Unachtsamkeiten Auswirkungen haben können. Aber Besitzer kleinerer Rassen sollten nicht allzu leichtsinnig mit ihren Tieren umgehen, denn ein kleiner Hund muss sich mehr anstrengen, um Höhen zu überwinden als ein großer. Das heißt im Klartext: Je größer die Rasse, desto kontrollierter sollte der Hund aufwachsen. Zu hohes Gewicht belastet nicht nur die Knochen des Hüftgelenks, sondern alle Sehnen und Bänder des Körpers. Sobald Sie merken, dass Ihr Liebling (Ihr Hund) zu rund wird, sollten Sie die Rationen kürzen.Viele frisch gebackene Hundebesitzer sind voller Tatendrang und wollen ihrem kleinen Welpen was Gutes tun, indem sie stundenlang spazieren gehen. Ich sprach einmal mit einer Dame, die mit Ihrem 10 Wochen alten Schäferhund 3 Stunden(!!!) am Tag spazieren ging.Es ist ja löblich, dass Sie sich um Ihren Hund kümmern, aber das Beste für einen Welpen ist, wenn er möglichst viele neue Eindrücke bekommt, ohne viel laufen zu müssen. "Aber mein Hektor wird gar nicht müde", höre ich Sie gerade sagen. Klar, denken Sie mal an ein Wolfsrudel, da MÜSSEN die Welpen mit, wenn das Rudel den Standort verlässt, also laufen die Kleinen laut wölfischem Erbe solange bis sie umfallen. Denn woher soll der Kleine wissen, dass das ein Spaziergang ist und keine Flucht? Am besten Sie wechseln öfters den Spazierweg, rufen einen Mitwelpenbesitzer an, laufen ein paar Meter und setzen sich dann hin, um die Hunde spielen zu lassen. Die Länge der Spaziergänge können Sie ab ca. 6 Monaten erhöhen. Fahrrad fahren ist strengstens verboten mit Hunden unter 1 1/2 Jahren. Sie können höchstens dem Hund ab 6 Monaten ein Fahrrad zeigen und um ihn an spätere Ausflüge zu gewöhnen. Einige Meter dürfen Sie mit ihm fahren, aber richtige Radtouren müssen Sie verschieben. Nun das Treppen steigen: Eigentlich sollten Sie Ihren Hund mind. ein halbes Jahr treppauf wie treppab tragen. Da ich gerade an einen Bernhardiner denken muss, kann ich mir vorstellen, dass Besitzer von großen Rassen dies nicht tun wollen. Gerade da ist es aber besonders wichtig, denn wie oben schon erwähnt, benötigen große Rassen umso länger, bis sie ausgewachsen sind. Um das Ganze auf ein erträgliches Level für Großhundebesitzer zu bringen, sollte wenigstens treppab getragen werden oder eine Hühnerleiter für "Junior "gebaut werden. Hier werden zwar mehr die Vorderläufe belastet als die Hüfte, aber auch hier ist der Druck auf die Bänder enorm und sollte verhindert werden. Das Problem an Treppen ist eigentlich nicht nur das Steigen, sondern, dass viele Hunde Panik vor Treppen haben und in ihrer Panik die Treppen hoch oder runter stürzen und sich dabei sehr viel überdehnen können. Bringt man aber dem Hund bei, dass die Treppe kein Feind ist, sondern ganz in Ruhe gegangen werden kann, kann man ihn diese auch getrost ab und zu laufen lassen. Wichtig ist nur, dass er sie "sicher" benutzt. Zu allerletzt noch das Hüpfen. Es ist völlig klar, dass ein Hund irgendwann einmal lernen sollte, ins Auto zu springen oder wenn er einmal ein Agility-Star werden will, auch diese Hindernisse kennen muss.Da sollte man es mit dem Spruch "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" wörtlich nehmen. Es ist nicht nötig, dass ein Welpe jeden Tag ins Auto springt aber, wenn er ca. 6 Monate alt ist, kann man ihm schon mal zeigen wie das geht. Nicht weil er es von diesem Tag ab immer machen soll, sondern, damit er sich mit der Situation schon als Junghund auseinandersetzt. Beim Hundesport sollte man sich auf begehbare Hindernisse beschränken, bis der Hund ausgewachsen ist.

Wann kann man HD röntgen? Wenn der Hund ca. 6 Monate alt ist, kann man beim Tierarzt die Hüfte röntgen lassen, um zu sehen, ob die Gefahr einer HD besteht. Ist die Hüfte in Ordnung, ist das aber trotzdem kein Freischein, denn der Hund ist noch nicht ausgewachsen. Weiß man aber in diesem Alter schon, dass ein Schaden vorliegt, kann man mit Ernährung und Training evtl. Schlimmstes abwenden. Mit einem Jahr dann folgt das Hauptröntgen, das eigentlich nur Zuchthunde machen müssen (und das auch nicht bei allen Rassen). Hier haben die einzelnen Rasseverbände verschiedene Richtlinien und Abstufungen in Bezug auf die Zuchttauglichkeit. Ratsam ist das aber für jeden Hundebesitzer, wenigstens ein Röntgenbild von den Hüften seines ausgewachsenen Hundes zu haben, damit man nicht durch Unwissen schlimmer macht, was evtl. schon schlimm genug ist.
Das Röntgenbild ist beruhigend aber keine Garantie.
Mein Hund hat HD und was jetzt? Eine Dysplasie der Hüfte sollte man ohne Hysterie betrachten. Viele Hunde haben HD, ohne dass es der Besitzer jemals merkt. Sie können auch sehr alt werden, wenn sie richtig trainiert und ernährt werden. Sobald man sicher weiß, dass eine HD vorliegt, die nicht nur von geringem Ausmaß ist, sollte der Hund lernen, bestimmtes Verhalten erst gar nicht oder nicht mehr zu zeigen. Schon gar nicht sollte man ihn zum Hüpfen animieren, denn das schadet ihm auf Dauer. Wilde Tobespiele mit anderen Hunden sind zwar schön, aber wenn einem HD erkrankten Hund ein anderer in den Rücken springt, kann der Schmerz, den der kranke Hund hat, Anlass für eine Rauferei sein. Also wählen Sie die Spielpartner gut aus.Gut dagegen ist, wenn man viel mit ihm läuft oder Fahrrad fährt (wenn er ausgewachsen ist, s.o.), um die Muskeln zu stärken. So können die Muskeln der Hinterläufe die Beckengelenke stützen. Schwimmen ist auch ein sehr gutes Training und macht auch noch Spaß!Alles in allem sollte man den Hund aber nicht in Watte packen. Mit der Zeit merkt der Hund selbst, wenn es wirklich schwere HD ist, das ihm bestimmte Bewegungen keinen Spaß bringen und er wird sie unterlassen. Ein wichtiger Punkt ist die Ernährung. Der Hund sollte so schlank wie möglich gehalten werden, um jede zusätzliche Belastung auszuschalten.
Nicht jeder Hund, der eine schlechte Hüfte hat, muss gleich unters Messer, das ist eher selten
Welche Rassen haben HD? Gibt es HD auch bei Mischlingen? Wenn Sie einen Rassehund kaufen, erkundigen Sie sich nach dem HD-Status der Eltern und Großeltern. Lassen Sie sich erklären, welche Einteilungen der Rasseverband hat, damit Sie mit den Buchstaben etwas anfangen können. Der gesunde Menschenverstand ist oft nicht mehr vorhanden, wenn man erst mal die Welpen sieht, also machen Sie das am besten noch am Telefon (das gilt auch für andere Krankheitsbilder).Haben Sie dagegen einen Mischling als neues Familienmitglied erkoren, dann bleibt nur zu hoffen, dass die Eltern nicht vorbelastet sind. Auch Mischlinge können HD bekommen, denn sie entstehen ja letztendlich aus Rassen.Das Beste wäre natürlich, wenn Sie mal einen Wurf mit Ihrer "Julia" planen sollten, dass sowohl "Julia "als auch "Romeo" vorher zum Röntgen gebracht werden. Ja ich weiß, das kostet Geld, aber stellen Sie sich mal die armen Kleinen vor, wenn die ihr leben lang HD haben. Außerdem: Wenn Geld bei Ihnen knapp ist, sollten Sie keine Würfe machen. Die kosten nämlich pro Welpe mind. 150,- € bis die Kleinen aus dem Haus sind, aber das ist ein anderes Thema.
Ob er will oder nicht , wer Zuchthund werden will, muss beweisen, das er gesund ist
Die Bilder sind entnommen aus dem Lesemausheft "Ich hab eine Freundin, die ist Tierärztin" von Ralf Butschkow und Susanne Schürmann. ISBN 3-551-08617-6



Was ist die Cauda Equina?

Frage:
Ein Bekannter sagte sein Hund hätte Cauda Equina, was ist das?

Antwort:
Eine Cauda Equina hat eigentlich jedes Wirbeltier.Rückenmark und Wirbelsäule sind in der Embryonalentwicklung anfangs gleich lang, so dass jeder Nervenzweig durch das auf gleicher Höhe befindliche Zwischenwirbelloch (Foramen Intervertebrale) austreten kann. Während der Entwicklung nimmt die Wirbelsäule mehr an Länge zu als das Rückenmark. Die Nervenenden können somit nicht mehr auf gleicher Höhe aus dem Wirbelkanal (Canalis Vertebralis) austreten. Vielmehr verlaufen sie eine Strecke ausserhalb des Rückenmarks aber in dem Wirbelkanal bis zu der entsprechenden Austrittstelle. Ab dem Ende des Rückenmarkes (Conus medullaris) enthält der Wirbelkanal nur noch eine dichte Masse von nach hinten verlaufenden Nervenwurzeln, die wegen Ihrer Ähnlichkeit mit einem Pferdeschwanz als Cauda Equina bezeichnet werden. Die untersten Wurzeln treten durch das Kreuzbein aus.
Schematische Darstellung der Cauda Equina

DIe Erkrankung in der Region der Cauda Equina ist das Pferdeschweifsyndrom (Cauda Equina Syndrom, Rückenmarkskompressionssyndrom). Sie ist Teils genetisch veranlagt und teils durch Leistungssport forciert tritt mit 3 - 5 Jahren eine Absenkung des Kreuzbeins ein. Dies verengt mehr und mehr den Wirbelkanal und übt Druck auf die dort befindlichen Nervenstränge aus.
Sktzzierte Cauda Problematik



Cauda Equina Kompressions Syndrom
Frage:
Welche Symptome treten beim Cauda Equina Syndrom auf?

Antwort:
Dieser Krankheitsverlauf ist langsam und zieht sich über Monate bis Jahre hinweg. Meist beginnt es, dass die Rute nicht mehr so hoch getragen wird und im Laufe der Zeit immer schlaffer hängt. Der Hund verweigert zunehmend Sprünge bspw. ins Auto und wird auch sonst vorsichtig in seinen Bewegungen. Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?Die Krankengeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinisch-neurologische Untersuchung sind von äußerster Wichtigkeit. In vielen Fällen kann der Arzt schon nach einer gründlichen Anamnese und einer klinischen Untersuchung mit großer Wahrscheinlichkeit feststellen, ob ein Cauda equina Syndrom vorliegt.Eine Röntgenaufnahme, Kontrastmitteluntersuchung (Myelographie) oder eine Computertomographie (CT) können die Diagnose bestätigen oder widerlegen.Was passiert bei der Cauda equina OP? Das Dach des Kreuzbeins wird entfernt (laminektomie), somit ist der Druck auf den Rückenmarkskanal entfernt. Im Weiteren Verlauf bildet sich hier eine bindegewebsartige Platte, die das Rückenmark schützt. Was passiert ohne OP? Die Nervenwurzeln sterben nach und nach ab. Die Rute hängt schlaff nach unten. Die Blasen- und Mastdarmfunktion unterliegt im fortgeschrittenem Verlauf oft nicht mehr der eigenen Kontrolle, Sensibilitätsstörungen im analen Bereich und im Bereich der Genitalien sowie an der Innenseite der Hinterläufe sowie eine mögliche Lähmung der Hintergliedmaßen treten auf.
Symptome, Diagnose, Behandlung eines Bandscheibenvorfalls.Anatomie der WirbelsäuleDie Wirbelsäule besteht aus den Wirbelknochen und den dazwischen liegenden Bandscheiben. Eine Bandscheibe (Discus intervertebralis) besteht aus einem Bindegewebsring (Anulus fibrosus) und einem zentralen weichen Kern (Nucleus pulposus). Dieser ermöglicht die Beweglichkeit der Wirbelsäule und ist gleichzeitig ein wichtiger Stoßdämpfer. Die übereinander liegenden Wirbelknochen bilden mit den dazwischen liegenden Bandscheiben die Wirbelsäule und den darin liegenden Wirbelkanal. Der Wirbelkanal enthält den Rückenmarkssack (Duralsack), in dem Rückenmark, Nervenwurzeln und die versorgenden Blutgefäße liegen. Zwischen den Wirbeln treten die einzelnen Nervenfasern aus und innervieren bestimmte Gebiete. Das Rückenmark erstreckt sich vom Hirnstamm, der die Verbindung zwischen Rückenmark und Gehirn darstellt, bis zum ersten oder zweiten Lendenwirbel.



Bandscheibenvorfall
Frage:
Welche Arten von Bandscheibenvorfall gibt es und wo treten sie auf?

Antwort:
Bandscheibenvorwölbung (Diskusprotrusion) ist eine Verlagerung von Bandscheibengewebe nach außen, ohne dass der äußere Faserring zerrissen ist.Ein Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) ist eine Verlagerung des weichen Kerns durch eine Schwachstelle des Bindegewebsrings.Die heraustretende Bandscheibe kann gegen das Rückenmark oder gegen die Nervenwurzeln, die zwischen den Wirbelknochen vom Rückenmark ausgehen, drücken. In der Lendenwirbelsäule kann die Bandscheibe gegen die einzelnen Nervenwurzeln oder die Nervenbündel im Wirbelkanal (cauda equina) drücken.Die meisten Bandscheibenvorfälle kommen an der Lendenwirbelsäule vor und treten am häufigsten im Alter zwischen 3 und 5 Jahren auf. In der Halswirbelsäule treten Bandscheibenvorfälle seltener auf. Die Brustwirbelsäule ist am seltensten betroffen.
Was verursacht einen Bandscheibenvorfall?Ein Bandscheibenvorfall entsteht durch eine Schwäche (degenerative Veränderung) des Bindegewebsrings. Diese Schwäche führt zur Verlagerung des weichen Kerns. Häufig geschieht dies in Zusammenhang mit Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule, etwa durch schnelle Spurts und hohe Sprünge.Auch traumatische körperliche Belastungen, etwa ein Treppensturz oder ein Verkehrsunfall, können einen Bandscheibenvorfall nach sich ziehen.Ein Bandscheibenvorfall kann durch Fettleibigkeit, durch Trächtigkeit und durch allgemeine (anlagebedingte) Bindegewebsschwäche begünstigt werden.Welche Symptome treten bei einem Bandscheibenvorfall auf?Das Charakteristische an einem Bandscheibenvorfall ist, dass er plötzlich auftritt und sehr schmerzhaft ist. Allerdings kann er in einigen Fällen auch ohne Symptome sein und so lange unbemerkt bleiben.Sind jedoch Symptome vorhanden, sind diese hauptsächlich auf den Druck gegen einzelne Nervenwurzeln, das Rückenmark oder die Nervenfaserbündel in der Lendenwirbelsäule (Cauda equina) zurückzuführen. Symptome bei Druck gegen eine Nervenwurzel:Intensive Schmerzen, meist verbunden mit Sensibilitätsverlust eventuell auch Volumenverlust einzelner Muskeln (Atrophien), LahmheitenSymptome bei Druck gegen das Rückenmark:Bei Druck gegen das Rückenmark können neben den obigen Symptomen auch eine zunehmende Schwäche beider Vorder- oder Hintergliedmaßen, verbunden mit Taubheit und vor allem Blasenstörungen auftreten. Diese werden von einer Taubheit im Anal- und Genitalbereich begleitet.Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?Die Krankengeschichte (Anamnese) und eine ausführliche klinisch-neurologische Untersuchung sind von äußerster Wichtigkeit. In vielen Fällen kann der Tierarzt schon nach einer gründlichen Anamnese und einer klinischen Untersuchung mit großer Wahrscheinlichkeit feststellen, ob und zwischen welchen Wirbelknochen ein Bandscheibenvorfall vorliegt.Eine Kontrastmitteluntersuchung (Myelographie) oder eine Computertomographie (CT) können die Diagnose bestätigen oder widerlegen.Wie wird ein Bandscheibenvorfall behandelt?Bandscheibenvorfälle, die nicht zu einer Lähmung oder zu Blasenstörungen geführt haben, können konservativ, also ohne Operation, behandelt werden. Bei fortdauernden Symptomen oder zunehmenden Lähmungen ist allerdings ein chirurgischer Eingriff zu erwägen beziehungsweise wird notwendig. Allerdings verschlechtert sich die Prognose je länger man wartet, weil unter Umständen Nervenwurzeln absterben.Die Kriterien für eine Operation sind:Symptome, die auf Druck gegen das Rückenmark deuten: baldige oder sofortige Operation.Schwere Lähmung oder zunehmende Lähmung: sofortige OperationSymptome, die auf Druck gegen die Cauda equina (unterer Anteil des Rückenmarks) deuten: Sofortige Operation.Zurückgehende Schmerzen und zunehmende Lähmung: baldige Operation. Hierbei handelt es sich nämlich um ein analgetisches Stadium mit drohendem Nervenwurzeltod. Was passiert bei der Bandscheiben OP?Der Rückenmarkskanal wird eröffnet und das vorgefallene Material der Bandscheibe entfernt,das Dach des Wirbels wird entfernt( Laminektomie), damit das Rückenmark Ausweichmöglichkeiten hat. Im Weiteren Verlauf bildet sich hier eine bindegewebsartige Platte die das Rückenmark schützt.



Chronische Niereninsuffizienz
Frage:
Unsere Schäferhündin leidet an chronischer Niereninsuffizienz. Wie hoch ist jetzt noch die Lebenserwartung?

Antwort:
Die Niereninsuffizienz ist eine fortschreitende Störung der Niere im Wasser- und Elektrolythaushalt sowie im Säure-Basenhaushalt und der Ausscheidung harnpflichtiger Stoffe aus dem Eiweißstoffwechsel.Die chronische NI beschreibt eine nicht wieder rückgängig zu machende Leistungseinschränkung der Niere, die verschiedene Ursachen haben kann.Im Körper passiert Folgendes:Einzelne Funktionseinheiten (Nephrone) der Niere werden untauglich, so wird erst eigentlich weniger Harn produziert. Die noch intakten Nephrone steigern ihre Produktion, wobei die Rückaufnahme von "zuviel ausgeschiedenem" Wasser gestört ist. Das verursacht erst mal ein vermehrtes Ausscheiden von Harn. Mehr und mehr dieser Nephrone gehen kaputt und es werden Stoffe, die eigentlich im Harn ausgeschieden werden sollten, im Blut wieder gefunden (Harnstoff Kreatinin).Durch den fortschreitenden Funktionsausfall der Nephrone wird irgendwann die Harnmenge, die der Hund ausscheidet, augenscheinlich wieder normal, aber die harnpflichtigen Substanzen sind immer noch verringert und steigen sogar im Blut noch an.Im Endstadium wird weniger Urin ausgeschieden als beim Normalhund.Diese Vorgänge bringen den gesamten Stoffwechsel durcheinander (Urämie, Hyponatriämie, Exsikose, Hyperkaliämie, Azidose, Hyperphosphatämie, Hypokalziämie, Hyperparathyreodismus).Man kann die chronische NI in verschiedene Stadien einteilen:1. Beginnende Krankheit, die aber noch ausgeglichen werden kann.2. Gering gradig gestörte Nierenfunktion, aber noch ohne Erhöhung der Blutwerte.3. Mäßige Niereninsuffizienz, erste klinische Zeichen einer Urämie4. Fortgeschrittene Niereninsuffizienz, zunehmende klinische Erscheinungen.5. Vollbild der Urämie, die klinischen Symptome sind unter anderem: Apathie, Erbrechen, Futterverweigerung, Schleimhautveränderungen (-> Mundgeruch), evtl. Herzinsuffizienz.Die weitere Lebenserwartung ist schlecht vorhersehbar, aber bei optimalen Maßnahmen und konsequenter Therapie kann durchaus in den ersten Stadien eine Besserung der Symptome oder sogar Beschwerdefreiheit erzielt werden.Die genauere Lebenserwartung lässt sich aber ohne Betrachten der Blutwerte nicht abschätzen.Therapie: Vermeidung von Stress, Nicht dürsten lassen!,Diätfutter (mit dem Tierarzt absprechen!!!), z.B. mehrmals täglich füttern, Verwendung von hochwertigem Protein (aber insgesamt weniger, da das Phosphor gesenkt werden muss), Nahrung leicht salzen.Zurück zum Anfang



Clicker als Motivation

Frage:
Wie funktioniert der Clicker als Motivation ?

Antwort:
Der Clicker ist keine Motivation an sich. Er ist lediglich das versprechen für die Belohnung. Motivierend ist somit, was nach dem "Click" folgt, das kann der Ball oder Futter sein oder was auch immer Sie als Motivator bei Ihrem Hund einsetzen
Der Vorteil des Clickers ist schlicht, das Sie in der Sekunde des gewünschten Verhaltens bestätigen können. Einen Ball bspw. muss man erst noch aus der Tasche zaubern, in dieser Zeit verändert der Hund seine Position und wird evtl für falsches Belohnt.