Ausbildung- Hundesprache
 

Hunde sprechen mit uns auf ihre Art. Sie setzen ihren Körper, ihre Mimik und Laute wie z.B. bellen ein, um sich mitzuteilen. Das bedeute aber auch: Jede unserer Gesten, jeder Blick und jede Bewegung von uns hat im Dialog mit unseren Hunden eine Bedeutung.

 


Hundesprache - Welpen Verstehen

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Hundesprache - Fachwörter

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Hundesprache- Grundsätzliches

Diese Zusammenstellung der wichtigsten Signale, die Hunde für ihre Kommunikation verwenden, kann nicht vollständig sein, da es zu viele Nuancen gibt. Sie sind nach der Art der Äußerung gegliedert. In vielen Fällen jedoch kann ein bestimmtes Signal nur dann eindeutig erkannt werden, wenn es in Verbindung mit anderen auftritt. In den meisten Fällen ist die Hundevokabel mit einem Ausdruck aus der Alltagssprache übersetzt. Damit soll die Grundlage der Kommunikation vermittelt werden, obwohl man sicher auch andere Formulierungen wählen könnte.

Alle Signale können modifiziert werden, sodass sie aggressiv, beschwichtigend und beruhigend wirken können; hinter der Botschaft kann aber auch größere Erregung und Aufregung stecken. Alle Signale gehören zum aktiven Wortschatz und können daher auch von uns Menschen verstanden und interpretiert werden. In welchem Ausmaß ein Hund die menschliche Sprache versteht, hängt von seiner individuellen Erfahrung mit der gesprochenen und Körpersprache seines Besitzers ab.

Diese Liste soll helfen, das gegenseitige Verständnis zwischen Mensch und Hund zu verbessern.
Bellen

Lautäußerung: Schnelle Folge von drei oder vier Belllauten, dazwischen Pausen (mittlere Tonlage)
Übersetzung: "Kommt her. Da gibt es etwas, was wir uns ansehen sollten."
Zustand und Emotion: Alarmruf, allerdings mehr Interesse als Alarm.

Lautäußerung: Intensives Bellen (mittlere Tonlage)
Übersetzung: "Hol die Anderen." / "Jemand dringt in unser Revier ein." / "Möglicherweise müssen wir gleich eingreifen."
Zustand und Emotion: Alarmruf. Der Hund ist aufgeregt, aber nicht ängstlich. Das Bellen kann durch einen Fremden oder ein unvorhergesehenes Ereignis ausgelöst werden. Nachdrücklicher als das obige Bellen.

Lautäußerung: Anhaltendes Bellen (etwas langsamer und in tieferer Tonlage)
Übersetzung: "Ein Eindringling (eine Gefahr) ist sehr nahe." / "Macht euch zur Verteidigung bereit!"
Zustand und Emotion: Alarmruf, hinter dem etwas mehr Sorge steckt, da die Bedrohung näher ist.

Allgemeine Regeln beim Bellen

Bellen in tieferer Tonlage bedeutet Dominanz oder Drohung, in höherer Tonlage Unsicherheit und Angst. Je schneller die Belllaute aufeinander folgen, desto erregter ist der Hund.
Knurren

Lautäußerung: Weich, tiefe Tonlage (scheint aus der Brust zu kommen)
Übersetzung: "Hau ab!" / "Nimm dich in Acht!"
Zustand und Emotion: Von einem dominanten Hund, der sich belästigt fühlt oder andere auffordert, wegzugehen.

Lautäußerung: Knurr-Bellen (tiefe Tonlage; "Grrrrr-Raff") Übersetzung: "Ich bin beunruhigt, und werde kämpfen, wenn du angreifst." / "Rudelmitglieder, kommt zu mir, wir müssen uns verteidigen. "
Zustand und Emotion: Ein etwas weniger dominantes Zeichen von Belästigung; der Hund erwartet die Hilfe seiner Rudelmitglieder.

Allgemeine Regeln beim Knurren
Eine tiefe Tonlage bedeutet Dominanz oder Drohung, höhere Tonlagen Unsicherheit oder Angst. Je stärker Tonlage und Gleichförmigkeit des Knurrens schwanken, desto unsicherer fühlt sich der Hund.
Ohren

in der Regel in Verbindung mit anderen Signalen

Ausdruck: Ohren aufrecht oder leicht nach vorn Übersetzung: ,Was ist das?"
Zustand und Emotion: Aufmerksamkeit

Ausdruck: Ohren deutlich nach vorn gerichtet (in Verbindung mit gefletschten Zähnen und in Falten gelegter Nase)
Übersetzung: "Überlege dir genau, was du tust - ich bin kampfbereit!"
Zustand und Emotion: Die aktive, aggressive Drohung eines dominanten und selbstbewussten Hundes.

Ausdruck: Ohren flach zurück gelegt (in Verbindung mit gefletschten Zähnen und in Falten gelegter Stirn)
Übersetzung: "Ich habe Angst, aber ich werde mich schützen, wenn du mich zu verletzen versuchst."
Zustand und Emotion: Aggressives Signal eines nicht-dominanten, ängstlichen Hundes, der sich bedroht fühlt.

Ausdruck: Ohren zurück und an den Kopf gelegt (Zähne nicht sichtbar, glatte Stirn, Körper in tiefer Position)
Übersetzung: "Ich erkenne deine Stellung als starkes Leittier an." / "Ich weiß, du wirst mich nicht verletzen, denn ich bin keine Bedrohung."
Zustand und Emotion: Eine aktive, Frieden stiftende und beschwichtigende Geste.
Augen

Ausdruck: Direktes Anstarren in die Augen
Übersetzung: "Ich fordere dich heraus!" / "Hör sofort auf!" / "Ich bin der Boss hier, verschwinde!"
Zustand und Emotion: Ein aktives, dominant/aggressives Signal, das von einem selbstbewussten Hund in sozialen Konflikten mit anderen Hunden eingesetzt wird.

Ausdruck: Augen zur Seite, um einen direkten Augenkontakt zu meiden
Übersetzung: "Ich will keinen Ärger!" / "Ich akzeptiere dich als Boss!"
Zustand und Emotion: Eine Unterwerfungsgeste, in der Furcht mitschwingt.

Ausdruck: Blinzeln
Übersetzung: "Okay, mal sehen ob wir eine Herausforderung vermeiden können." / "Ich drohe dir nicht wirklich"
Zustand und Emotion: Durch das Blinzeln wird das drohende Starren etwas abgeschwächt und das Konfliktpotential gesenkt, ohne dass der Hund seinen Rang aufgibt.

Allgemeine Regeln zu den Augensignalen
Je größer die Pupille, desto stärker ist der Hund emotional beteiligt und erregt.
Je größer und runder die Augenform, desto dominanter und drohender wirkt das Signal.
Je kleiner das Auge aussieht (d.h. je rascher es sich schließen lässt), desto stärker ist seine Frieden stiftende Wirkung und desto unterwürfiger stellt sich der Hund dar. Gibt es Bewegung auf der Stirn des Hundes - dort, wo die Augenbrauen sein sollten - haben diese dieselbe Bedeutung wie beim Menschen.

QUELLE: www.malume.de