Der richtige Ausbilder
             

"The only thing two dog trainer agree
is what a third one is doing wrong"

(das einzige indem sich 2 Hundetrainer einig sind ist, was ein dritter falsch macht).

Achtung! Hundeausbilder ist kein annerkanter Ausbildungsberuf. Jeder (!) auch sie könnten sofort eine Hundeschule eröffnen oder eine Verhaltenstherapie- Zeitungsanzeige schalten.

Tip: Vertrauen sie nicht in Ausbilder-Zertifikate. Fragen sie kritisch nach der Qualifikation und Dauer der Ausübung des Berufes.

Eigenlob

Erwarten sie keinen Weltmeister - und selbst wenn ihnen Meistertitel und Pokale entgegenblitzen, fragen sie bitte nach.
Im Hundebereich gibt es für viele Dinge Titel und Pokale selbst ein simpler Geländelauf ( 2000m,mit dem Hund zusammen joggen) oder eine Schönheitsausstellung kann einen Deutschen Meisterl oder Weltsietertitel einbringen.

Nicht vergessen :Manchmal kann jemand der noch nie Prüfungen mit seinen Hunden abgelegt hat besser Hunde ausbilden als ein erfahrener Hundeprüfungsgänger.

Tip: Fragen sie nach der genauen Bezeichung der abgelegten Prüfung und nutzen sie Google um mehr darüber herauszufinden. Hat Ihr Trainer seinen Hund überhaupt selbst ausgebildet? (Kein Scherz- fragen Sie mal nach)

 


Ausbildungs-Nachweise

Es gibt viele möglichkeiten Zertifikate zu erlangen. Teilweise sind diese auch als fundierte Ausbildung zu betrachten. Viele jedoch halten bei genauerer überprüfung nicht stand. Es gibt immer noch Zertifikate die man nach einem Wochenendkurs oder Fernstudium erhalten kann.

Ausschlaggebend für einen gute Ausbildung des Ausbilders ist, das er Erfahrung hat und nicht nach "Trainingsrezepten" arbeitet. Hat ein Ausbilder erst einen Hund oder mehrere Hunde der selben Rasse selbst ausgebildet ist es unwahrscheinlich, das er die gesamte Hundepopulation kennt. )

Tip: Für einen guten Hundeausbilder ist es elementar verschiedene Charakteren der Hunderassen am eigenen Leib erfahren zu haben. Fragen sie nach den Rassen die der Trainer schon selbst ausgebildet hat.

 

Das Naturtalent

Nicht alle Hunde sind von alleine folgsam. Hat man Glück, findet man so eine "Nadel in Heuhaufen" (ich meine einen Hund der nur wenig Probleme bei der Ausbildung macht). Klar das so ein Glückspilz denkt er sei der geborene Hundeausbilder mir der ultimativen Methode. Leider geht hier das Vermögen der objektiven Beurteilung der eigenen ausbilderischen Fähigkeiten verloren.

Zusätzlich kann es noch sein, das man den Charakter des eigenen Hundes auf andere Hunde, egal welcher Rasse projeziert und jeden Hund der von dieser erschaffenen "Norm" abweicht als Verhaltensgestört bezeichnet.

Tip: Betrachten sie den Hund des Ausbilders. Informieren sie sich über die Charaktereigenheiten dieser Rasse. Besitzt er eine Showlinnie oder einne Arbeitslinie der Rasse (das macht einen gewaltigen Unterschied!!!)

 

 

Ausbildungsmethodik

Ein Ausbilder der außer seiner eigenen, alle anderen Arten der Ausbildung Ignoriert, ist nicht geeignet. Es ist wichtig die Vor- und Nachteile aller Ausbildungsmethoden zu kennen.

Es gibt kein Kochrezept mit dem man Hunde ausbilden kann und es gibt keine "einzig wahre" Methode. Jeder Hund hat individuelle Ansprüche, denen man gerecht werden muss. Trainer die bestimmte Ausbildungsmethoden verurteilen oder belächeln tun dies oft nur aus Unkenntniss. Als Ausbilder muss man abschätzen können welche Methode für den betreffenden Hund am besten ist. Dazu muss man sie aber erst wirklich kennen.

Tip: Erwarten sie logische Erklärungen für Ausbildungsmethoden und sprechen Sie Probleme die für sie bestehen immer wieder an.

Klare Anweisungen

Ein Trainer sollte das Verhalten des Hundes im Training analysieren und Problemursachen erkennen. Anweisungen sollten erklärt werden und am besten theoretisch gefestigt sein bevor man mit dem Hund übt

Hilft die Erklärung des Trainners wirklich oder redet er nur um den Brei herum? Ist ein Trainer nicht fähig zu erklären warum Sie etwas tun sollen werden Sie bald merken das Sie nicht ideal betreut werden.

Tip: Sie sind die Person am anderen Ende der Leine und müssen einverstanden sein mit der angewandten Methode. Widerstrebt ihnen eine Trainingsform sollte der Trainer andere Wege parat haben.

 

Der Kommodor wird immer als unkooperativer Hund bezeichnet dem man nichts beibringen kann, "Ronja" beweist hier das Gegenteil.

Rassekenntniss

"Einem... (beliebige Rasse)... kann man so was nicht beibringen" Es ist schon schade genug wenn die Besitzer des Hundes so was sagen, aber wenn das auch noch vom Ausbilder kommt ist das bedenklich.

Sachliches Wissen der geschlechtsbedingten Unterschiede und gute Rassenkenntnisse sind wichtige Qualitäten als Ausbilder. Es ist natürlich das es Unterschiede bei Geschlechtern und Rassen gibt, darum gibt es ja die fast 300 Rassen. Die allgemeinen Hörzeichen sind jedoch für jeden Hund zu erlernen.

Tip: Sie haben so eine Aussage gehört? dann Fragen sie doch nach, was der Ausbilder alles so über die Rasse weis.

( Aussagen wie "Kinderlieb", "Familienhund" und "Folgsam", sind keine Charakterklassifizierung von Rassen sondern wenn überhaupt nur Beschreibungen eines Einzelhundes!!!)

 

 

 

K.O. Kriterien.. Suchen Sie nach einem anderen Hundetrainer wenn Sie eine dieser Fragen mit Nein beantworten:

Ist die Hund Mensch Beziehung Ihres Ausbilders in etwas so wie Sie mit ihrem Hund auch umgehen möchten?

Hat Ihr Ausbilder verständliche Antworten auf Ihre Fragen und nimmt Sie ernst?

Fühlen Sie sich wohl in der Zeit des Trainings?

Trinkt Ihr Ausbilder Vor und Während des Trainings nur alkoholfreie Getränke?